Sonntag, 15. Oktober 2017

0/500 Flintenkurs


Das Kursprogramm für den neuen Flintenkurs steht. Für den Ein-Tages Kurs werden etwa 100 Schuss benötigt. 50 Stück Postenschrot und 50 Stück Flintenlaufgeschosse.
Derzeit sind noch einige Plätze für die angesetzten Kurse im Januar und März frei.



Heusenstamm, 20. Januar 2018: 1 Platz
Heusenstamm, 21. Januar 2018: 1 Platz ausgebucht
Bocholt, 17. März 2018: 1 Platz ausgebucht
Bocholt, 18. März 2018: 4 Plätze

Terminliste und Anmeldung: http://0-500.org/page.php?al=Termine 



Freitag, 13. Oktober 2017

Bewaffnete Konfrontationen

 

Bewaffnete Konfrontationen ereignen sich plötzlich und nahezu immer aus dem Hinterhalt. Die Frage ist nur, auf welcher Seite des Hinterhalts man dabei selbst steht. Ein Privatier, der eine Schusswaffe zum Selbstschutz trägt, wird nur selten einen Hinterhalt legen. Somit ist seine Rolle vorbestimmt: Er hat auf einen Hinterhalt zu reagieren


Das eigene Training hierfür besser zu strukturieren, kann durch Fallanalysen unterstützt werden. Fallanalysen zeigen mitunter, dass im Training falsche Prioritäten gesetzt werden und wertvolle Ausbildungszeit mit Elementen verschwendet wird, die in der Realität zu vernachlässigen sind.
Dieser Beitrag greift auf eine Datenbasis zurück, die von zwei US-Amerikanern erstellt wurde und seit mehreren Jahren im Umlauf ist.

 


30 Überwachungsvideos, auf denen bewaffnete Konfrontationen festgehalten sind, wurden auf 14 Merkmale hin analysiert:

Merkmale:
Ort
Zivilperson oder Einsatzkraft (Polizist)
Angriffsrichtung
Distanz zum Angreifer
Anzahl der Angreifer
Gesamtdauer der Konfrontation
Verdeckter Ziehvorgang
Zeitversetzter Ziehvorgang
Schießen aus der Bewegung
Nutzen von Deckung
Einhändiges / Beidhändiges Schießen
Nahkampf / Körperkontakt während der Konfrontation
Verwundungen beim Verteidiger
Enderfolg

Nachfolgend soll die Analyse in Kurzform wiedergegeben werden. Im Original und vollständig kann der Beitrag hier eingesehen werden: http://www.tierthreetactical.com/11-research-based-concealed-carry-tips/

Ort
Die meisten Videos zeigen öffentliche Plätze oder Gebäude, wie Tankstellen, Läden oder Restaurants. Das ist statistisch belanglos, da eine Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen sehr häufig ist.

Angriffsrichtung
Die meisten Angriffe (ca. 2/3) ereigneten sich von vorn oder seitlich. Nur ein Drittel aller Angriffe erfolgten von hinten (Sechs Uhr) und führten sehr oft zu schwereren Verletzungen beim Verteidiger.

Distanz zum Angreifer
Drei Meter. Nur in wenigen Videos war es wesentlich mehr bzw. wesentlich weniger.

Anzahl der Angreifer
Es bestätigt sich die Theorie, dass es nur selten ein Angreifer ist. In den meisten Videos waren es zwei Angreifer. In einigen sogar drei bis vier.

Gesamtdauer der Konfrontation
20 Sekunden oder weniger. Bei einigen Konfrontationen dauerte es 26 Sekunden vom ersten bis zum letzten Schuss.

Verdeckter Ziehvorgang / Zeitversetzter Ziehvorgang
In fast drei Viertel aller Szenarios wurde die Waffe durch den Verteidiger mittels einem verdeckten Ziehvorgang in Bereitschaft gebracht.
In über der Hälfte aller Szenarios wurde die Waffe durch den Verteidiger außerdem nicht sofort gezogen. Zuerst wurde die Gefahr analysiert und verifiziert. Erst danach erfolgte der Ziehvorgang; und das meistens verdeckt.
Die Ausnahme hier sind uniformierte Einsatzkräfte der Polizei.

Schießen aus der Bewegung
Ebenfalls in fast drei Viertel aller Szenarios erfolgte die Schussabgabe durch den Verteidiger aus der Bewegung heraus. Bzw. bewegte er sich zuerst und schoss dann aus verschiedenen Positionen heraus.

Nutzen von Deckung
In nur etwa einem Viertel aller Konfrontationen nutzte der Verteidiger eine Deckung. Oftmals stand keine geeignete Deckung zur Verfügung oder die Gesamtdauer war zu kurz, um eine Deckung überhaupt erreichen zu können.

Einhändiges / Beidhändiges Schießen
In etwas mehr als der Hälfte aller Videos wurde mit beiden Händen an der Waffe geschossen. Signifikant war, dass Leute mit einer Schießausbildung (Polizei und Sicherheitsdienste) eher zum beidhändigen Schießen neigten.

Nahkampf / Körperkontakt während der Konfrontation
In lediglich einem Drittel aller Fälle kam es zu Körperkontakt bzw. Nahkampf zwischen Angreifer und Verteidiger. Meist war es nur leichtes Schlagen oder der Versuch die Arme / Hände des Angreifers zu kontrollieren. In keinem der Fälle ging der Schießerei eine Schlägerei voraus.

Verwundungen beim Verteidiger
In lediglich fünf Fällen wurde der Verteidiger schwer verletzt oder getötet. Die meisten davon waren Angriffe aus dem Hinterhalt mit kaum einer Chance für den Verteidiger.

Enderfolg
Als erfolgreich bewältigte Konfrontation gilt, wenn der Verteidiger am Ende weder verwundet noch tot ist. Das betrifft über 80% der Videos. Die Publizisten der Analyse verweisen hier selbst auf die nicht repräsentative Datenmenge der 30 Videos. Videomitschnitte, auf denen der Gute am Ende stirbt, sind im Internet wesentlich seltener zu finden.



Kritische Würdigung
Lassen sich, ganz unabhängig davon, ob die 30 Videosequenzen repräsentativ sind, u.U. Regeln für das eigene Training ableiten?

Nachladen?
Die Analyse lässt sich leider nicht darüber aus, wie viele Schüsse pro Tathergang bzw. pro Teilnehmer abgegeben wurden. Bei einer Gesamtdauer von selten mehr als 20 Sekunden aber, darf unterstellt werden, dass ein schnelles Nachladen der Waffe in keinem der Szenarios entscheidend gewesen sei.

Bewegung?
Alle Szenarien waren hochdynamisch. In drei Viertel aller Videos wurde aus der Bewegung geschossen. Sollte deshalb mehr Schießen aus der Bewegung geübt werden? Nicht unbedingt. Geübt werden sollte, aus dem Stand zu treffen. Wer aus dem Stehendanschlag heraus nicht trifft, wird auch niemals aus der Bewegung heraus treffen.

Deckung?
Das Nutzen einer Deckung ist ebenfalls vernachlässigbar, weil in den meisten Fällen einfach keine Deckung vorhanden war.
Allerdings sollte man sich im Alltag eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit anerziehen, um evtl. Fluchtoptionen oder auch geeignete Deckungen zu erkennen. Das gleiche gilt für Gefahren auf „Sechs Uhr“.

Einhändig?
In 50% aller Konfrontationen wurde einhändig geschossen. Diesen Stellenwert sollte einhändiges Schießen auch im Training haben. Überdies sollte der Zugriff auf die Waffe auch einhändig erfolgen können


Dienstag, 10. Oktober 2017

Karbonschaft von Voere



 


Der Karbonschaft von Voere ist eine absolute Neuentwicklung, die bisher noch nicht auf dem Markt präsentiert wurde. Der Schaft ist zur Aufnahme aller hauseigenen LBW-Systeme gedacht. Er wiegt lediglich 1,2 kg und soll einen Ladenrichtpreis von etwa 940 Euro haben. Damit besteht kaum ein Preisunterschied zum derzeitig gefertigten GRS Sporter Schaft. Die Besonderheiten des Karbonschaftes sind die ambidexter angebrachten QD-Ösen zur Riemenbefestigung einmal vorn und einmal hinten. Außerdem ist der Pistolengriff AR-15 kompatibel. Das Vorserienmodell auf unserem Foto ist noch nicht der letzte Stand dieser Konfiguration. Die Voere-Mitarbeiter auf dem SMT-Workshop versicherten, dass das noch einmal „schön“ gemacht wird.
Präsentiert wurde die Neuheit auf dem 3. SMT-Workshop in Marienberg. Mit einer Markteiführung wird zur IWA 2018 gerechnet.

Mehr dazu in Waffenkultur Nr. 36


 








Samstag, 30. September 2017

Die Waffenkultur – Ausgabe 36 (September/Oktober 2017)



Ausgabe 36 (September/Oktober 2017)

  
Die September/Oktober Ausgabe hat folgenden Inhalt:

DAR-15 Mk.12 in .223 Rem Wylde
Subkompakt: Walther PPS M2 in 9x19
4 oder 2? Nichtdiagnostische Störungsbeseitigung
Andres Industries: Wärmebildgerät TIMRO-X
ZF-Überprüfung (1): Der Boxtest
Marktüberblick: Ultrakompakte Wasserfilter
Weiche Schale, harte Fakten: Marktüberblick SoftShell Jacken
Neuer Haudegen: Lodenanorak von Roughstuff
Sniper-Meeting: 3. SMT-Workshop in Marienberg
Brille?: Müller Manching
 




Donnerstag, 21. September 2017

Langzeittest: Black Label M4 – Nr. 131



Rifleman und offene Visierung

Gesamtschusszahl: 10.000 + 50 = 10.050
Davon mit SD: 860

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0




Die Übung Rifleman ist in erste Linie ein Test zu den Schießfertigkeiten des Anwenders. Defizite in der Schießtechnik oder bei der Umsetzung von Grundfertigkeiten können mit dem „Rifleman“ analysiert werden. Hingegen ist ein fehlerfreies Ergebnis der Beweis für eine Gewehrschießtechnik auf hohem Niveau.
Wenn allerdings die Augen mit zunehmendem Alter an Sehleistung verlieren, wird es schwer, diese Standardübung ohne optische Vergrößerung, lediglich mit offener Visierung, fehlerfrei zu schießen. Das Korn kann nicht mehr zu 100% scharf in den Fokus gesetzt werden und der Fokuswechsel zwischen Korn und Ziel funktioniert nicht mehr schnell genug oder auch überhaupt nicht mehr. Für den Autor bestanden diese Probleme mittlerweile seit über einem Jahr und der Weg zu einer Brillenanpassung war unvermeidbar.

Müller Manching
Während eine Alltagsbrille so gut wie jeder niedergelassene Optiker anpassen kann, verfügen die wenigsten über das notwendige Fachwissen aus dem Bereich des Pistolen- oder Gewehrschießens, welches für die Anpassung einer Schießbrille unbedingt erforderlich ist.
Der Optiker Müller in Manching bei Ingolstadt gilt als der Spezialist für Schießbrillen. Viele erfolgreiche Wettkampfschützen gehören zum Kundenkreis. Auf Schießkursen sieht man häufig Teilnehmer mit dem markanten Brillengestell aus Manching. „Müller Manching“ ist zu einem Synonym für wiedererlangte Sehleistung unter Schützen geworden.
Die Optikermeister beim „Müller Manching“ sind zum Teil selbst Waffenbesitzer und erfolgreiche Schützen. Sie wissen daher nicht nur, worauf es ankommt, sondern pflegen auch ein ungezwungenes Verhältnis zu Schusswaffen. „Haben Sie ihr Gewehr gleich dabei?“, ist nach der Begrüßung die erste Frage, bevor sich die Optikermeisterin etwa eine Stunde Zeit nimmt, um die Augen des Kunden zu untersuchen, über Brillenoptionen zu beraten und letztlich je nach Waffenmodell oder Schießdisziplin die bestmöglich Glasstärke abstimmt. Das Mitführen der eigenen Waffe für Probeanschläge ist dabei ausdrücklich erwünscht.



Resultat
Mit der Schießbrille war es seit über einem Jahr erstmals wieder möglich, die Standardübung „Rifleman“ mit offener Visierung (fast) fehlerfrei zu schießen. Es gab lediglich einen Fehlschuss auf dem 400-Yards-Ziel. (rechts)
Mit dem ELCAN und 4-facher Vergrößerung blieb das Black Label M4 fehlerfrei. (links)





Mehr zum Thema in Waffenkultur Nr. 36 ab dem 30. September 2017  




Archiv 
Woche 00
Woche 01
Woche 02
Woche 04
Woche 05
Woche 08
Woche 11
Woche 18
Woche 22
Woche 25
Woche 27
Woche 28
Woche 29
Woche 30
Woche 34
Woche 36
Woche 44
Woche 46
Woche 51
Woche 52
Woche 53
Woche 56
Woche 60
Woche 63
Woche 64
Woche 65
Woche 70
Woche 72
Woche 76
Woche 78
Woche 79
Woche 81
Woche 82
Woche 84
Woche 86
Woche 87
Woche 91
Woche 92
Woche 93
Woche 94
Woche 98
Woche 102
Woche 105
Woche 115
Woche 119
Woche 120
Woche 122
Woche 126
Woche 127
Woche 128
Nr. 129
Nr. 130
Nr. 131
Nr. 132
Nr. 133
Nr. 134