Dienstag, 23. April 2019

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Donnerstag, 11. April 2019

Leseempfehlung April 2019


Wehrtechnischer Report 05/2018
Soldat und Technik 2019

Journal: 96 Seiten
Verlag: Mittler Report Verlag GmbH, (Dezember 2018)
Sprache: Deutsch
Preis: 14,80 Euro





In keiner anderen Publikation sind seriöse Informationen zu Wehrtechnik so gebündelt und kompetent zu finden, wie in der Journalreihe des Wehrtechnischen Report aus dem Mittler Report Verlag. In der letzten Ausgabe mit dem Titel „Soldat und Technik 2019“ vom Dezember 2018 behandelt das Autorenteam die Themenbereiche Grundlagen / Wirkmittel / Optik, Optronik und Nachtsicht / Führung und Vernetzung / Bekleidung und Ausrüstung.
In einem Grundlagenartikel zur Infanterie als bodenständiges Handwerk beschreibt Jan-Phillipp Weisswange den Zustand der Infanterie vor allem in der Bundeswehr. Die Stärke der deutschen Infanterie beläuft sich im engeren Sinne auf fast 10.200 Soldaten. Auf den ersten Blick ist das nicht schlecht. Allerdings verwässert diese stolze Zahl, zieht man in Betracht, dass die Deutsche Wehrmacht ab Spätsommer 1944 an der Ostfront tägliche Verluste von durchschnittlich 10.000 Mann hatte. Jeden Tag.
Der Bereich Wirkmittel umfasst Beiträge zur gestiegenen Bedeutung von Kurzwaffen bei Militär und Polizei, zu den Subkompakten Sturmgewehren SIG MCX und FN SCAR, das Sturmgewehr Spezialkräfte leicht der BW, Maschinengewehre (MG3, MG4, MG5 und MG6) sowie zu schultergestützter Infanteriebewaffnung.
Der Themenbereich „Nachtsicht“ mit seinen beiden Kerntechnologien Restlicht und Wärmebild wird aufgrund stetiger Neuentwicklungen, die mitunter auch im Privatmarkt erhältlich sind, immer komplexer. Die Autoren Waldemar Geiger und Jan-Phillipp Weisswange bringen mit zwei Grundsatzartikeln etwas mehr Durchsicht in die Nachtsicht. Die Entwicklungsspirale an neuen Geräten und auch an neuen Technologien wird sich auch in Zukunft sehr schnell weiterdrehen. Die neuste Technologie ist der Fusion-Ansatz, der die Vorteile von Restlichtverstärker- und Wärmebildtechnik in einem Gerät fusioniert. (hh)



Bandit Country (SAS Operation)
von Peter Corrigan

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: HarperCollins (Juni 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0008155399
ISBN-13: 978-0008155391
Preis: 7,99 Euro




Der Nordirlandkonflikt dauerte fast drei Jahrzehnte. In der öffentlichen Rezeption wird dabei gern vergessen, dass ihm etwa 3.500 Menschen zum Opfer fielen. Allein in der Grafschaft Armagh, im südlichen Teil Nordirlands und direkt an der Grenze zu Irland gelegen, gab es vom Beginn der 1970er Jahre bis Ende der 1990er Jahre über 250 Tote. Diese Region wurde von der South Armagh Brigade, einem Verband innerhalb der Provisional IRA, dominiert. Die South Armagh Brigade war besonders straff organisiert und konnte, gestützt auf einen sehr hohen Rückhalt in der katholisch-nationalistischen Bevölkerung, weitaus freier operieren, als IRA-Verbände im restlichen Nordirland. Darüber hinaus verfügte die South Armagh Brigade über zwei Scharfschützentrupps, ausgerüstet mit ins Land geschmuggelten Barrett M82 Scharfschützengewehren im Kaliber .50 BMG, die den britischen Sicherheitskräften ab Beginn der 1990er Jahre empfindliche Verluste zufügten. Die britische Armee wurde in ihrer Operationsfreiheit im Süden von Armagh deutlich eingeschränkt und die Kampfmoral der britischen Soldaten sank auf einen Tiefpunkt: South Armagh war Bandit Country.
Das gleichnamige Buch greift diese historischen Motive auf und bettet sie in eine spannend geschriebene Erzählung ein, die den Leser mitnimmt in das soziale Umfeld von IRA-Aktivisten und deren Sympathisanten. Das Geheimnis um die Identität des Scharfschützen wird im Roman bis zu den letzten Seiten gehütet. Spannend geschrieben, hoher Unterhaltungswert. Das Buch ist Teil der Romanserie „SAS Operation“. (hh)