Das Leuchtpunktvisier OA SHARP Sight bewährt sich drei Jahren im Alltagsgebrauch sehr ordentlich. Im Februar 2026 brachte Oberland Arms die Nachfolgeversion SHARP Sight II auf den Markt. In der Generation II ist das LPV noch einmal deutlich kleiner und leichter. Wir beginnen einen Langzeittest
SHARP Sight (1. Version)
Die Kaufentscheidung zugunsten des OA SHARP Sight vor drei Jahren hatte gute Gründe:
Das OA SHARP verfügt über ein sehr brillantes Absehen ohne die manchmal auftretenden „Ausfranzungen“.
Die sog. Shake & Awake Elektronik arbeitet vom Nutzer unbemerkt. Nach zwei Minuten Inaktivität schaltet sich das Absehen automatisch aus und wird nach einer Bewegung ohne Zeitverzögerung sofort wieder in Betrieb genommen. Im Praxistest passierte dieses automatische Wiedereinschalten auch bei der kleinsten Bewegung und im wahrsten Sinne ad hoc.
Die schlüssige Konzeptidee der Kompaktbauweise, die dennoch das Vorhandensein einer Klappkimme unter dem 3-fach Magnifier ermöglicht, ist ein weiteres Kaufargument.
Darüber hinaus vollzog sich der Langzeittest bisher ohne Defekte. Nicht zuletzt ist der Endkundenpreis von 399 Euro natürlich auch ein entscheidendes Kaufkriterium.
| Im direkten Vergleich ist das SHARP II noch einmal deutlich kleiner und wiegt lediglich 64 Gramm |
SHARP Sight II
Die Anschaffung des Nachfolgemodells ist da nur ein konsequenter Schritt.
Was zuerst auffällt, ist die Preisstabilität. Auch das SHARP II ist zum Ladenpreis von 399 Euro erhältlich.
Im direkten Vergleich ist das SHARP II noch einmal deutlich kleiner. Es besitzt allerdings ein relativ großes Fenster, dass die Erfassung des Leuchtabsehens einfach werden lässt. Das Absehen hat immer noch die selbe Brillanz, wie im SHARP 1. Version.
Das Absehen ist immer noch wechselbar zwischen: einem 2-MOA-Punkt einem Kreis und einem Kreis mit Punkt.
| Oberland Arms empfiehlt ein Anziehmoment von 2,5 Newtonmeter |
Robustheit
Das LPV ist stoßfest und wasserdicht nach IP67. Die CR2032-Batterie hat nach Herstellerangabe eine Lebensdauer von 25.000 Stunden.
Kompatibilität
Wurde bereits ein OA SHARP Magnifier angeschafft, ist der in Verbindung mit der SHARP II Version weiterhin als Vergrößerungsvorsatz nutzbar.
Wichtige Information: Das SHARP II besitzt einen ACRO-Footprint und kann somit auf allen Aimpoint-kompatiblen Bodenplatten montiert werden.
| Wurde bereits ein OA SHARP Magnifier angeschafft, ist der in Verbindung mit der SHARP II Version weiterhin als Vergrößerungsvorsatz nutzbar |
| Montage in drei Bauhöhen sind lieferbar: Links „tactical high“, Mitte „regular“ (Co-Witness AR-15), Rechts „flat“ für Flinten |
Montagen-Vielfalt
Oberland Arms bietet für die Nutzung des SHARP II auf einer Langwaffe derzeit Montagen mit drei verschiedenen Bauhöhen in drei verschiedenen Farben. Die gängigste Montage dürfte die mittlere Bauhöhe mit der Verkaufsbezeichnung „regular“ werden. Damit wird bei einem AR-15 der sog. Co-Witness mit der offenen Kimme-Korn-Visierung erzeugt.
Die Montagehöhe „flat“ hingegen bietet sich für die Verbauung auf Flinten oder Repetiergewehren an.
Bauhöhe „tactical high“ ist etwas für Leute, die nicht wissen, was sie tun. Davon gibt es anscheinend immer mehr und Oberland befriedigt die Nachfrage.
Besonderheiten
Das Gewicht von lediglich 64 Gramm ist in diesem Marktsegment eine Besonderheit. Außerdem sind im Lieferumfang zwei sog. Opferlinsen und ein Wabenfilter enthalten.
| Beim SHARP II lässt sich ein Wabenaufsatz vorschalten. Dieser wird, wie auch die Opferlinse, einfach aufgeschoben |
Mehr dazu in „Die Waffenkultur“ Nr. 87 ab 30. März 2026
Service
Oberland Arms









































