Montag, 29. Juni 2026

CAR-15: Kleine Modellkunde

 

Das „CAR-15“ war der erste Versuch einer kurzen „Commando“-Version des M16. Durch die Verwendung bei US-amerikanischen Spezialeinheiten im Vietnamkrieg ab 1966 erreichte es schnell ikonenhaften Status 

Oberland Arms bietet in einer Kleinserie eine
Retro-Variante des XM177E1 an, die äußerlich
kaum Unterschiede zum Original aufweist


Was wir heute als „M4“ kennen, nahm seine Anfänge Mitte der 1960er Jahre als „CAR-15“.
1965 wurde die U.S. Army in Vietnam ziemlich abrupt mit einem neuen Gewehr ausgestattet, welches das bis dato verwendete M-14 (7,62x51 mm) ersetzen sollte.
Die US-Bodentruppen im Vietnamkrieg erhielten das XM16E1 (eXperiMental Rifle Number 16, Modification 1). Schon im Jahr 1965 wurden einhunderttausend Stück ausgeliefert. Im Folgejahr nochmals einhunderttausend Stück. Die Waffe sollte als „M16“ Militärgeschichte schreiben und die Ursprungsvariante für nahezu zahllose Versionen bis zum heutigen Tag werden.

Das CAR-15 Survival Rifle (Colt Nomenklatur Nr. 608)
war einer der beiden ersten Versuche, die zum XM177
führen sollten (Beachte: Kein Forward Assist)


Model 603
In der Colt Nomenklatur ist die XM16E1 als Model 603 verzeichnet. Typische Merkmale sind der trapezförmige Vorderschaft, ein relativ dünner 20“-Lauf, der Tragegriff mit integrierter Visiereinrichtung (ohne Möglichkeit der Höhenverstellung!) und der sog. „Forward Assist“ an der rechten Gehäuseseite, die Schließhilfe, welche die Waffe letztlich als Modifikation „E1“ charakterisiert.
Fußnote der Geschichte: Zeitgleich lieferte Colt M16-Gewehre an die U.S. Air Force, die keinen Forward Assist besaßen und folgerichtig auch nur als XM16 bezeichnet wurden, ohne den Zusatz E1. In der Colt Nomenklatur ist diese Air Force Version als Model 602 gelistet.

Von oben: Colt Model 607, auch als Baby-M16 bezeichnet hatte einen
verkürzten Trapezförmigen Vorderschaft des XM16. Der Hinterschaft
ist ausziehbar. Keine Schließhilfe. Der „Moderator“ ist noch 3“ lang.
Colt Model 609: Das XM177E1: 10“-Lauf, Forward-Assist, 4,5“-Moderator
Colt Model 639: XM177E2: 11,5“-Lauf und ebenfalls Forward-Assist und 4,5“-Moderator


Going „Commando“
Die Idee, das Standard-Sturmgewehr in der Länge zu verkürzen, folgte schon 1965 auf den Fuß. Colt kürzte den Lauf auf 10 Zoll und gab der Waffe einen Teleskop-Schubschaft. Anfangs versuchte Colt diese Kurzversion als „Survival Rifle“ für Militärflugzeugbestzungen zu verkaufen. Die Nachfrage blieb aus. Das Produktionsvolumen wird auf insgesamt zehn Stück geschätzt.

XM177E1

XM177E1: Typisch ist auch der Tragegriff mit Visiereinrichtung
nicht abnehmbar und ohne Möglichkeit der Höhenkorrektur. Diese
Merkmale kamen erst mit der Modellvariante M16A2 gegen
Ende der 1980er Jahre



CAR-15
1966 stellte Colt das CAR-15 Weapon System vor. Mehrere Varianten wurden als „CAR-15 Commando Colt Submachine Gun“ insbesondere an Spezialeinheiten in Vietnam zum Feldtest ausgegeben. Der etwas sperrige Arbeitsbegriff führte schnell dazu, dass der Landser alles, was kürzer als ein M16 war, als „CAR-15“ bezeichnete. Bis heute hält sich diese Bezeichnung umgangssprachlich und ist keineswegs falsch.

Ab 1966 wurde vor allem die LRRP-Verbände des
MACV-SOG in Vietnam mit dem XM177E1 ausgestattet

Zwei MACV-SOG Angehörige mit
dem XM177E2 (längerer Lauf)


XM177E1 (Model 609)
Im Feldversuch stellte sich rasch heraus, dass der kurze 10“-Lauf extrem viel Mündungsknall und Mündungsfeuer erzeugte. Die Colt Ingenieure reagierten mit der Entwicklung des sog. „Moderator“. Diese 11 Zentimeter lange Mündungsbremse ist bis heute das markante Merkmal des XM177 und erfüllt mehrere Aufgaben: Er reduziert das Mündungsfeuer auf ein Normalmaß, wie es auch aus einem 18“- oder 20“-Lauf entsteht. Er reduziert den Mündungsknall ebenfalls auf Normalmaß und er verlängert den Lauf etwas, was zu einer störungsfreien Funktion beiträgt.

Uniformen in Tiger Stripe waren
ein typisches Bekleidungsstück
der MACV-SOG LRRP


Mit der Bezeichnung XM177 (eXperiMental Rifle Number 177) wollte man die Waffe von der XM16 / M16 / M16A1 Linie entkoppeln. Konsequenterweise steht auch hier das „E1“ für den Forward Assist. An die U.S. Air Force lieferte Colt wiederum XM177 ohne Schließhilfe.
Das XM177E1 besitzt einen 10“-Lauf. Bei dieser Version reicht der Moderator bis unmittelbar an den A1-Kornträger heran.

11,5“-Lauf und keine Schließhilfe:
Bei dieser Waffe handelt es sich um
ein GAU-5/A/A, wie es an die U.S. Air Force
ausgegeben wurde (Colt Model 649)


XM177E2 (Model 639)
Im Jahr 1967 brachte Colt eine Modifikation mit einem leicht verlängerten Lauf auf den Markt. Der 11,5“-Lauf ermöglichte die Montage eines Granatwerfers und machte die Waffe insbesondere bei Feuerstößen etwas zuverlässiger. Erkennungsmerkmal dieser Variante ist der Moderator, der nicht bis an den Kornträger heranreicht. Die U.S. Army bestellte über fünfhundert Stück für Angehörige der MACV-SOG (Military Assistance Command, Vietnam – Studies and Observations Group).
Die Air Force Ausführung besitzt wiederum keine Schließhilfe und ist als Model 649 gelistet. In Dienst gestellt wurde diese Waffe bei der Air Force mit der Bezeichnung GAU-5/A/A.

Direkter Größenvergleich: XM177,
M16 mit einem XM-148 Granatwerfer
sowie M16

Erst mit der Einführung des M16A2 erhielt die Schließhilfe
einen runden Knopf. Bei allen XM16A1 und CAR-15 Modellen
war sie tropfenförmig

XM4
Es sollten noch etwa zwanzig Jahre vergehen, bis Colt eine M4 Variante anbot, wie wir sie heute in unseren Händen halten. Die Welt der Sturmgewehre hatte zu diesem Zeitpunkt schon die Weiterentwicklung des M16A1 hin zum M16A2 gesehen. Mit dem M16A2 kam auch der sog. A2-Receiver, der eine integrierte Höhenverstellung für weite Schüsse jenseits des durchgehenden Visierbereichs von dreihundert Meter hatte und in einer weiteren Variante, dem sog. A3-Flat-Top Receiver, mündete. Hier war der Visiertragegriff abnehmbar und konnte durch alternative (Leuchtpunkt-) Visiereinrichtungen ersetzt werden.
Die ersten M4 wurden Ende der 1980er Jahre vom U.S. Marine Corps bestellt und hatten einen 14,5“-Lauf mit dem typischen „Cut“, der die Montage des M203 Granatwerfers ermöglichte.

Mehr zum Thema in Waffenkultur Nr. 90 ab 30. September 2026



Donnerstag, 25. Juni 2026

Beach ready mit Helikon-Tex®

 

Heading to the Beach? Check your equipment! Du brauchst Sonnencreme, eine Mütze, ein Handtuch, ein cooles Hemd und coole Shorts und eine coole Strandtragetasche (Beach-Bag), wo das alles reinpasst. Am Strand rumzulaufen, wie der letzte Sozialdemokrat, ist doof. Deshalb gleich bei Helikon shoppen gehen



Helikon Hawai-Hemd
Dieses Herrenoberbekleidungsaccessoire gab es schon letzten Sommer und den Sommer davor. Beide Male waren sie sehr schnell ausverkauft. Helikon kombiniert hier in seiner typischen Art modischen Schick, hohe Produktqualität, Innovation und versteckte Details. Das Hawaihemd ist in vier Colorits erhältlich. Jedes Colorit hat seine eigene Geschichte. Es sind nicht einfach nur willenlos angeordnete Palmen.

„Cassino“



Das Colorit „Cassino“ geht zurück auf die Schlacht von Monte Cassino. Zu sehen sind unter anderem ein Soldat, ein Lee-Enfield Gewehr eine Stan-maschinenpistole und eine Thompson M1A1.

„Pacific“



Das Colorit „Pacific“ zeigt Bilder maritimer Spezialoperationen: Zwischen den Wellen rast ein Festrumpfschlauchboot mit Spezialkräften an Bord vorbei. Taucher mit AR-15 erreichen das Ufer, und über dem Wasser kreist ein Hubschrauber, um sie wieder abzuholen.

„Rhodesian Brushstroke“


Im Colorit „Brushstroke“ findet sich die Rhodesische Uniformtarnung wieder sowie das ikonenhafte FN-FAL.

„Dark Ops“



„Dark Ops“ ist seinem Einsatzzweck entsprechend in gedeckten Grautönen gehalten.
https://helikon-tex.com/en/hawaiian-shirten.html 

Rhodesische Nussknacker


Coole Shorts
In der 6“-Ausführung musst Du sie eine Nummer kleiner bestellen, dann werden sie zu den legendären rhodesischen Nussknackern. Auch in „Rhodesian Brushstroke“ erhältlich!
https://helikon-tex.com/en/uts-shorts-6-polycotton-stretch-ripstopen.html 



Strandtragetasche (Field Tote Bag)
Die 55 Liter große Tasche ist in denselben Colorits gehalten, wie die Hawaihemden. Zwei Außentaschen und eine Innentasche nehmen sogar noch die Sonnencreme und die RedBull-Brausedose auf. Robust verarbeitet mit orangefarbenen Boden innen, damit nichts im Dunkeln verloren geht.
https://helikon-tex.com/en/field-tote-bagen.html 

Field Tote Bag (55 Liter)






Freitag, 19. Juni 2026

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#11)

 

Coldbore Shot mit Signaturverzerrer

Gesamtschusszahl: 460 + 20 = 480
Davon mit SD: 90 + 20 = 110



In einer kurzen Trainingssitzung sollte ein weiteres Mal das wichtige Kaltschussverhalten des Signaturverzerrers mit Vo-Messung und Treffpunktüberprüfung dokumentiert werden

Im Ergebnis gibt es keine signifikanten Abweichungen in der Anfangsgeschwindigkeit „kalt“ bzw. „warm“. Die Anfangsgeschwindigkeiten sind absolut identisch zu einer vergleichbaren Messung vom Mai 2026.




Treffpunktverlagerung
Dennoch zeigt der Dämpfer eine messbare Treffpunktverlagerung zwischen „kalt“ bzw. „warm“. Der Coldbore Shot hat eine Seitenabweichung von 5 Klicks nach rechts.
Der zweite Schuss von 4 Klicks nach rechts.
Und die Schüsse drei bis fünf immer noch von 3 Klicks nach rechts.
Erst ab Schuss sechs ff. ist keine Seitenabweichung mehr messbar, bzw. im Rahmen der schützenbedingten Durchschnittstreuung.



Schützenbedingte Durchschnittstreuung
Mit einer 8-Schuss-Gruppe liefert die Ruger 300PRC mit ihrem Signaturverzerrer (warm) eine schützenbedingte Durchschnittstreuung von 0,36‰ (18 Millimeter auf 50 Meter). Was rein rechnerisch gem. Strahlensatz der Größe einer G-Scheibe „Liegender Schütze“ auf eintausend Meter entspricht.



Anfangsgeschwindigkeit (kalt / warm)

Coldbore Shot mit SD: Hornady 225gr, ELD-Match (Hornady Nr. #82162):
859 m/s
853 m/s
855 m/s
850 m/s
861 m/s
Durchschnitt: 855 m/s (identisch zu Coldbore Shot mit SD vom Test im Mai 2026)

Anfangsgeschwindigkeit mit SD bei warm geschossener Waffe:
860 m/s
848 m/s
850 m/s
851 m/s
849 m/s
847 m/s
857 m/s
856 m/s
851 m/s
855 m/s
Durchschnitt: 854 m/s

Anfangsgeschwindigkeit (Min. / Max.)
Bisher wurden insgesamt siebzig Dämpfer-Schüsse Vo-dokumentiert. Die geringste Vo lag bei 847 Meter pro Sekunde. Die höchste Vo bei 867 Meter pro Sekunde.


Erstvorstellung 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/12/ruger-precision-rifle-in-300prc.html
Beschussversuch 300PRC vs. VPAM9 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/10/beschussversuch-300prc-vs-vpam9.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#04) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/12/ruger-precision-rifle-in-300prc_31.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#05) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/06/ruger-precision-rifle-in-300prc-05.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#06) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/09/ruger-precision-rifle-in-300prc-06.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#07) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/12/ruger-precision-rifle-in-300prc-07.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#08) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/05/ruger-precision-rifle-in-300prc-08.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#09)
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/05/ruger-precision-rifle-in-300prc-09.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#10)
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/06/ruger-precision-rifle-in-300prc-10.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#11) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/06/ruger-precision-rifle-in-300prc-11.html 


Mittwoch, 17. Juni 2026

Tasmanian Tiger: TT SGL Rifle Bag IRR

 

Weshalb kaufe ich mir eine Gewehrtasche für zweihundertachtzig Euro? Und nicht das Vierzig-Euro-Sonderangebot vom renommierten Händler? Weil ich Qualität grundsätzlich Wert-schätze. Und weil ich eine Wert-volle Langwaffe habe, die so gar nicht mit Billig-Plunder koalieren möchte

Die schwere und lange Ruger passt mit abgeklappter
Schulterstütze und aufgesetzten Signaturverzerrer
perfekt in die 125 Zentimeter lange Gewehrtasche


Von Arne Mühlenkamp

Damit wäre die Motivationslage für die Anschaffung eigentlich umfassend beschrieben. Es geht um Qualität und Wert-schätzung. Darüber hinaus wurde die TT SGL Rifle Bag IRR in den Wochen ihrer bisherigen Nutzung zu einer robusten Begleiterin, die kein sinnvolles Detail vermissen lässt, aber dem Anwender gleichsam unsinnigen Nippes und Gimmicks erspart.

TT SGL Rifle Bag IRR
Die etwas kryptische Verkaufsbezeichnung orientiert sich an der Tasmanian Tiger Nomenklatur: TT = Tasmanian Tiger. SGL steht für Single und deutet darauf hin, dass die Tasche für lediglich ein Gewehr konzipiert ist. Das Kürzel IRR bedeutet Infra Red Reflectence. Gemäß der Bundeswehr-Standards TL 8305-0278 bzw. TL 8305-0281 gibt IRR an, dass Cordura-Ausrüstung (Rucksäcke oder Taschen) im Spektralbereich von 650 Nanometer bis 1250 Nanometer (nm) eine geringe Reflexion von 10 bis 42 Prozent aufweist. Dadurch wird die Sichtbarkeit unter Nachtsichtgeräten minimiert. Ob dieses Produktmerkmal für die Gewehrtasche eines Privatanwenders von oberster Dringlichkeit ist, bleibt eine individuelle Frage. Es schadet zumindest nicht, solche Ausrüstung zu besitzen. Zumal der damit einhergehende Farbton Steingrau-Oliv angenehm unauffällig ist.

Die Außentasche nimmt bspw. Magazine und andere
Utensilien auf. Mit Klett-Panels und Laser-Cut MOLLE
sind die Varianten multifunktional


Tragevarianten
Es gibt derer mindestens drei: Zum einen die Tragegriffe, mit denen sich die Tasche wie jede Tasche tragen lässt. Einen abnehmbaren Schultergurt sowie ein ebenfalls abnehmbares Schultertragesystem. Diese Rucksackgurte lassen sich auch recht einfach im Taschenrücken verstauen. Außerdem gibt es noch einen vierten Tragegriff, an dem sich die Tasche bequem ziehen ließe.

Die Ruger passt auch mit abgeklappter Schulterstütze
und des sperrigen Kammerstengel in die Tasche


Rundum gepolstert
Trotz, dass die Tasche rundum gepolstert ist, innen mit MOLLE ausgestattet ist und eine relativ große Außentasche besitzt, wiegt sie lediglich zwei Kilogramm.

Größenverstellbarer Mündungsschutz
aus TPU-beschichtetem Nylon


Trageversuch Magnum
Im Trageversuch bekam es der TT SGL Rifle Bag gleich mit der Ruger Precision im Kaliber 300PRC zu tun. Die schwere und lange Ruger passt mit abgeklappter Schulterstütze und aufgesetzten Signaturverzerrer gerade so in die 125 Zentimeter lange Gewehrtasche. Trotz abgeklappter Schulterstütze und des etwas sperrigen Kammerstengel ließ sich die Tasche dennoch problemlos schließen, ohne das der Zipper dabei an seine Belastungsgrenze kam. Zwei quer angebrachte Fast-Tex Schnallen unterstützen den Reißverschluss bei Bedarf bei seiner Arbeit. Eine Option, die im Trageversuch immer genutzt wurde.

Ein Fixiergurt sichert das Gewehr ausreichend


Innenraum
Im Inneren gibt es einen Fixiergurt, der das Gewehr ausreichend sichert. Außerdem ist ein größenverstellbarer Mündungsschutz aus TPU-beschichtetem Nylon eingeklettet.

Außentasche
Die Außentasche ist TT-typisch multifunktional ausgestattet. Es gibt fünf Panels mit Klett und Laser-Cut MOLLE. Sowie zwei aufgesetzte Magazintaschen. Die andere Seite hat drei Zipper-verschließbare Klarsichtfächer.





Freitag, 12. Juni 2026

Standardübung (35): SMTP-2026

 

Der SMTP-2026 ist eine Standardübung für das Schießen mit Revolver und Pistole. Die Übung erfordert zehn Schuss und findet im Nahbereich von zehn bis drei Meter statt. Für jede Teilübung besteht ein Zeitlimit von drei Sekunden. Für jede Zeitübertretung gibt es zehn Strafpunkte


Ursprung
Die Übung entstammt dem Lehrprogramm der Schweizer Ausbildungseinrichtung SMTP (Société Militaire de Tir au Pistolet). Die jeweilige Zeitbegrenzung von drei Sekunden und der Anspruch immer die Zehn der 10er-Ringscheibe (Durchmesser 83 Millimeter) treffen zu müssen, machen den SMTP-2026 zu einer anspruchsvollen Fortgeschrittenenübung.

Ablauf
Der SMTP-2026 besteht aus fünf Teilübungen. Begonnen wird auf einer Entfernung von zehn Metern aus einer Bereitschaftsposition heraus. Diese Bereitschaftshaltung ist gemäß SMTP als „Kontaktposition“ definiert, was einem Low-Ready Anschlag entspricht. Der Schütze gibt zwei Schüsse ab, wofür ihm drei Sekunden Zeit bleiben.
Für Teilübung 2) verkürzt sich die Distanz auf sieben Meter. Ausgangsposition ist mit Waffe im Holster. Auf das Startsignal zieht der Schütze die Waffe und gibt zwei Schuss innerhalb von drei Sekunden ab.
Mit Teilübung 3) steigert sich der Anspruch. Die Distanz beträgt immer noch sieben Meter. Der Schütze steht in Bereitschaftsposition, hält die Waffe aber einhändig. Auf das Startsignal hat er zwei Schüsse ebenfalls einhändig abzugeben. (Wiederrum drei Sekunden Zeit)
Bei Teilübung 4) verkürzt sich die Entfernung auf fünf Meter. Der Schütze muss aus Bereitschaftsposition einhändig links einen Schuss abgeben (Drei Sekunden Zeit)
Bei Teilübung 5) beträgt die Entfernung zum Ziel noch drei Meter. Der Schütze muss aus dem Holster heraus innerhalb von drei Sekunden drei Schüsse abgeben.

Elemente
Der SMTP-2026 enthält typische Elemente des Pistole- (und Revolver-) Schießens, wie beispielsweise die schnelle Schussabgabe aus einer Bereitschaftsposition heraus sowie aus dem Holster, jeweils beidhändig und einhändig ausgeführt. Eine besondere Herausforderung dürfte Teilübung 4) mit einem Schuss schwache Seite aus fünf Meter Entfernung sein.

Auswertung
Die maximale Punktezahl beträgt 100. Jede Zeitüberschreitung schlägt mit zehn Strafpunkten zu Buche. Darüber hinaus werden die Ringe abgezogen, bei denen der Schütze nicht die Zehn der Ringscheibe getroffen hat. Die Klassifizierung ist:
95 Punkte und mehr: Ausgezeichnet
90 Punkte und mehr: Sehr gut
80 Punkte und mehr: Gut
70 Punkte und mehr: Befriedigend

Zielmedium
Das Zielmedium ist eine 10er-Ring Scheibe. Vorzugsweise die offizielle NRA B8 Zielscheibe, die auch für viele andere Standardübungen verwendet werden kann. Der schwarze Spiegel hat einen Gesamtdurchmesser von etwa 14 Zentimetern entspricht. Die Zehn hat etwa 83 Millimeter Durchmesser.

Fehler
Wie bei allen anderen Standardübungen auch, können Fehler typischerweise in zwei Bereichen auftreten: ein Nichttreffen oder eine Zeitüberschreitung. Können Grundfertigkeiten nicht unter Zeitdruck transportiert werden, sollte man in der Schießausbildung mindestens einen Schritt zurück gehen. Insbesondere das fehlerfreie Abkrümmen in einer knappen Vorgabezeit kann mit sinnvollem Trockentraining perfektioniert werden.

Schusszahl & Zeitansatz
Der Munitionsverbrauch pro Durchgang liegt bei zehn Schuss. Der Zeitansatz für einen Durchlauf inklusive Auswertung ist minimal und sollte fünf bis zehn Minuten nicht überschreiten.

Steigerungsmöglichkeit
Eine Steigerungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen. Aber in einer Abwandlung, insbesondere beim Schießen auf Mannscheiben, kann die Trefferfläche auf „Kopfgröße“ erweitert werden. Was die Übung etwas leichter werden lässt.

Service
Der SMTP-2026 gehört zum Kursprogramm des dreitägigen Moduls Robust Pistole Management, das im Juli und im August in St. Pölten (Niederösterreich) durchgeführt wird.

Termine
https://0-500.de/page/Termine 

 Mehr dazu in "Waffenkultur" Nr. 88




Dienstag, 9. Juni 2026

Buchempfehlung: Der Kult (Gunnar Kaiser)

 

Der Kult: Über die Viralität des Bösen
von Gunnar Kaiser

Softcover: 360 Seiten
Verlag: Rubikon (2022)
Format: 14 x 20 Zentimeter
ISBN: 978-3967890280
Preis: antiquarisch
Direktbestellung


Am neunten Juni wäre der Schriftsteller und Philosoph Gunnar Kaiser fünfzig Jahre alt geworden. Im Oktober 2023 verstarb er an einem Krebsleiden.


Für die einen war er ein Philosoph auf Abwegen, Rechtspopulist und Verschwörungstheoretiker, für die anderen ein großer Denker, Aufklärer und Freiheitskämpfer. Als kritischer Chronist der Coronapolitik stellte Kaiser schon früh die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel. Mit umfangreichen Publikationen, Interviews und Videobeiträgen avancierte er zum Star der freien Medien. Im Zuge seiner eigenen Erkrankung warf er überdies die Frage auf, ob und inwieweit ein freiheitsliebendes Individuum in einer zunehmend totalitär werdenden Gesellschaft gesund bleiben kann. Er legte sich selbst und seinen Lesern eine Kernfrage der Philosophie vor: Wie lassen sich persönliche Integrität und Gesundheit im Zuge einer Massenbildung bewahren?

In einem vielbeachteten 17-min-Video stellt Gunnar Kaiser zwölf Fragen an Harald Lesch (12 Fragen an Harald Lesch - Ein offener Brief von Gunnar Kaiser). In seiner unvergleichbar sachlichen und gleichsam ironischen Art thematisiert Gunnar Kaiser darin Thesen rund um den sogenannten Klimawandel. Das Kurzvideo ist auch heute noch, ca. sechs Jahre später, kurzweilig und sehr sehenswert.

12 Fragen an Harald Lesch - Ein offener Brief von Gunnar Kaiser


Sein Sachbuch „Der Kult. Über die Viralität des Bösen“ erreichte in der Woche nach Erscheinen Platz 2 auf der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher.
Warum tun gute Menschen Böses? Weshalb werden so viele zu fügsamen Dienern des Unrechts? Und warum rebellieren sie nicht, wenn man ihnen die Freiheit nimmt? Antworten auf diese Fragen erhalten wir, wenn wir erkennen: Es geht tatsächlich ein Virus um ― ein verheerendes Virus des Geistes. Ein Virus, das die Menschen zu Anhängern eines Weltuntergangskultes macht, das sie in ängstliche Sklaven verwandelt und ihre Werte ins Lebensfeindliche verkehrt. Wie funktioniert dieser Kult und woher kommt er? Wer ist sein Gott, wer sind seine Priester? Nur wenn wir die Wirkweise dieses Kultes verstehen und uns philosophisch gegen ihn immunisieren, können wir uns ein Leben bewahren, für das es sich zu leben lohnt. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage „Wie konnte all das bloß geschehen?“ nimmt Gunnar Kaiser seine Leser mit auf eine philosophische Reise ins Dickicht der Kultideologie, ins Innerste einer vergifteten Gesellschaft. 





Samstag, 6. Juni 2026

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#10)

 

1.050 Meter mit Signaturverzerrer

Gesamtschusszahl: 400 + 60 = 460
Davon mit SD: 90


Den Hitzeüberzug mittels Fangschnur an der Waffe zu sichern,
ist eine gute Idee, wenn man das Cover nicht ständig
vor der Feuerline oder im Gelände suchen will


Der erste Auftritt der Ruger Precision Rifle mit Signaturverzerrer auf Langdistanzen. Die Waffe lieferte an zwei Tagen jeweils Erstschusstreffer über 590 Meter und 700 Meter. Störende Einflüsse des Schalldämpfers waren nicht zu beobachten


Wie hoch sind die Unterschiede der Anfangsgeschwindigkeiten zwischen „Schalldämpfer kalt“ und „Schalldämpfer warm“?, ist eine Frage, die in den nächsten Trainingssitzungen untersucht werden soll.
Hat der SD im Allgemeinen negative Einflüsse auf die Präzision?, ist eine weitere Frage.

Präzision?
Die Ruger war auch mit SD mehrfach in der Lage reproduzierbare Treffer auf allen Entfernungsbereichen anzubringen. Sie lieferte an zwei Tagen jeweils Erstschusstreffer über 590 Meter und 700 Meter. Sowie Mehrfachtreffer auf 940 Meter und 1.050 Meter.
Für den 1.050 Meter Treffer waren bei zwanzig Grad Lufttemperatur und 870 HPa Luftdruck +80 Höhenklicks erforderlich. Ein gut kalkulierbarer Seitenwind mit drei Meter pro Sekunde aus 3 Uhr erforderte eine Seitenkorrektur mit Seite +10

Anfangsgeschwindigkeit (kalt / warm)
Coldbore Shot mit SD: Hornady 225gr, ELD-Match (Hornady Nr. #82162):
847 m/s
849 m/s
848 m/s
850 m/s
853 m/s
Durchschnitt: 848 m/s (identisch zu Coldbore Shot ohne SD vom Test im Dezember 2025)

Anfangsgeschwindigkeit mit SD bei warm geschossener Waffe:
860 m/s
867 m/s
860 m/s
864 m/s
866 m/s
Durchschnitt: 864 m/s

Eine Vo-Differenz von 16 Meter pro Sekunde zwischen „kalt“ und „warm“ produziert auf 1.050 Meter eine (rechnerische) Höhenablage von etwa vierzig Zentimeter. Diese müsste (wiederum rein rechnerisch) mit vier Höhenklicks korrigiert werden.
Am Beispiel-Schuss über 1.050 Meter bedeutet das für die Anfangselemente eine Höhenkorrektur von +84 (statt +80).
Oder: Der Schütze verlagert seinen Haltepunkt auf einer 75 Zentimeter hohen Scheibe auf 12 Uhr und korrigiert auf diese Weise die vierzig Zentimeter Tiefschuss für den Systemzustand „Waffe und SD kalt“.

Plan C
Bei dieser Entfernung zum Ziel empfiehlt sich außerdem das Korrekturverfahren „Plan C“: Der Schütze gibt zwei Schüsse in schneller Folge ab, bevor der Beobachter die erste Schusskorrektur gibt. 

Fester Sitz & Mirage
Bei Signaturverzerrern mit Kupplungstyp Schraubgewinde, ist ein häufiger auftretendes Problem, dass sich der SD nach wenigen Schüssen von selbst lockert. Das wiederum zieht unkalkulierbare Treffpunktverlagerungen nach sich. Der INCA HOT 50Ti von FBT hingegen blieb während der gesamten Zeit fest auf dem Mündungsgewinde verschraubt.
Störende Einflüsse auf den Zielvorgang wegen der deutlichen Hitzeentwicklung (Mirage) durch den SD waren kaum zu beobachten. Das dringend notwendige Hitzecover leistet gute Arbeit. Empfehlenswert ist, den Hitzeüberzug mittels Fangschnur an der Waffe zu sichern.


Erstvorstellung 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/12/ruger-precision-rifle-in-300prc.html
Beschussversuch 300PRC vs. VPAM9 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/10/beschussversuch-300prc-vs-vpam9.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#04) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/12/ruger-precision-rifle-in-300prc_31.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#05) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/06/ruger-precision-rifle-in-300prc-05.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#06) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/09/ruger-precision-rifle-in-300prc-06.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#07) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/12/ruger-precision-rifle-in-300prc-07.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#08) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/05/ruger-precision-rifle-in-300prc-08.html

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#09)
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/05/ruger-precision-rifle-in-300prc-09.html

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#10)
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/06/ruger-precision-rifle-in-300prc-10.html

 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Buchempfehlung: 100 Survival-Skills

 

100 Survival-Skills: ...oder wie man in der Natur und im urbanen Raum überlebt
von Oliver Lang

Softcover: 176 Seiten
Verlag: Wieland Verlag (Mai 2026)
Format: 19 x 24 Zentimeter
ISBN: 978-3948264345
Preis: 19,90 Euro
Direktbestellung  



Fachautor Oliver Lang ist seit zwanzig Jahren eine feste Größe im Themengebiet Survival. Mit der Neuerscheinung „100 Survival-Skills“ aus dem Wieland Verlag, Bad Aibling hat er auch keineswegs die Absicht, irgendetwas neu zu erfinden oder besonders reißerisch darzustellen. Ganz im Gegenteil: Das Buch konzentriert sich auf einhundert fundamentale Tipps, von denen einige bekannt sind. Von anderen hat man schon einmal gehört. Und je nach Vorkenntnissen zur Materie beherrscht man den einen oder anderen Tipp sogar.

Die größte Herausforderung für einen Fachautor ist, das Thema voraussetzungsfrei zu beschreiben, ohne dabei den fachkundigen Leser zu langweilen. Dieser Spagat wird von Oliver Lang sehr ordentlich vollzogen. Wobei auch das sehr gefällige Layout des Buches unterstützt.

In seinem Vorwort rückt Oliver gleich zu Beginn einige wichtige Punkte gerade: Leben ist immer lebensgefährlich. Aber wer vorbereitet ist, verschafft sich Handlungsspielraum und wird Fortuna auf seine Seite ziehen. „Survival“ ist ein diffuser Oberbegriff, zu dem jeder andere Bilder im Kopf hat. „Survival“ in der Natur abseits von Zivilisation erfordert mitunter andere Schwerpunkte, als „Survival“ in stadtähnlichen Strukturen.
Gleichwohl, unabhängig vom Szenario bleiben die Grundlagen identisch: Der Mensch braucht Sauerstoff, Wasser, Energie und einen funktionierenden Kreislauf. Er muss seine Körpertemperatur und persönliche Hygiene aufrechterhalten und sich vor Verletzungen schützen. Und ganz wichtig: Er muss die Orientierung behalten – physisch wie mental. Um in kritischen Situationen die Ruhe zu bewahren, sind Wissen und Fähigkeiten bedeutsamer, als Ausrüstung.

Das Buch strukturiert sich in zwei Teile: Outdoor- und Urban-Survival. Jeder Teil wiederum gliedert sich in die Bereiche Vorbereiten, Ausnahmezustand und Improvisieren.
Wer glaubt, über Survival alles zu wissen, geht einfach weiter. Wer sich sicher ist, Wissens- oder Fähigkeitslücken zu haben, kauft sich das Buch und wird in der Gesamtmenge von einhundert Tipps mit Sicherheit fündig. Und vielleicht ergibt sich im Sommerurlaub mit Familie oder Freunden die Gelegenheit, den einen oder anderen Tipp mal auszuprobieren.


Mehr dazu in „Waffenkultur“ Nr. 88


Sonntag, 31. Mai 2026

Die Waffenkultur – Ausgabe 88 (Mai/Juni 2026)

 

Ausgabe 88 (Mai/Juni 2026)


Die Mai/Juni Ausgabe hat folgenden Inhalt:

Lehrmeinung: Center Axis Relock (CAR)
Schalldämpfer: INCA HOT 50Ti von FBT 
Der Sicherheits(Regen)schirm
Standardübung (35): SMTP-2026
Standardübung (1): Der Dot Drill
Helikon-Tex: Wolfhound Lite
Tasmanian Tiger: TT SGL Rifle Bag IRR
Kalenderblatt: 48 Jahre Kolwezi
Buchempfehlung: 100 Survival-Skills von Oliver Lang
Buchempfehlung: Der Kult von Gunnar Kaiser

http://waffenkultur.com 

Samstag, 23. Mai 2026

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#09)

 

Schalldämpfer HOT 50Ti von FBT (2)

Gesamtschusszahl: 385 + 15 = 400
Davon mit SD: 30



Die Ruger Precision Rifle fand sich mit ihrem neuen Signaturverzerrer zum zweiten Testschießen unter fast identischen Umweltbedingungen auf der 25-m-Bahn ein. Die Ergebnisse des ersten Durchlaufs wurden dabei weitgehend bestätigt


Reale Treffpunktverlagerung
Beim ersten Testeinsatz auf der 25-m-Bahn ergab sich eine Treffpunktverlagerung nach links, die mit fünf Klick korrigiert werden müsste. Diese (nicht unerhebliche Treffpunktverlagerung) wurde im zweiten Testschießen verifiziert und die Waffe dementsprechend neu genullt.




Streukreise
Die auf der 25-m-Bahn erzeugten 3-Schuss-Gruppen konnten bisher bis auf eine Ausnahme immer mit dem Zeigefinger abgedeckt werden. Diese vereinfachte Auswertemethode beschreibt eine schützenbedingte Durchschnittsstreuung von 0,6‰. Was gemäß Strahlensatz auf einhundert Meter einem Streikreis von sechs Zentimeter und auf eintausend Meter einem Streukreis von sechzig Zentimeter entspricht. Praktisch erlaubt diese Schützenstreuung einen garantierten Treffer auf einer Mannscheibe bis zu achthundert Meter Entfernung. Vorausgesetzt, alle Umweltbedingungen, insbesondere Wind, werden korrekt in den Plan A der Schussgabe (Bestimmung der Anfangselemente) einbezogen.

Anfangsgeschwindigkeit
Eine weitere Vo-Messung aus dem kalten Lauf für die ersten sechs Schüsse ergab folgende Werte: Schussliste 300PRC mit SD: Hornady 225gr, ELD-Match (Hornady Nr. #82162), Coldbore
855 m/s
856 m/s
855 m/s
851 m/s
859 m/s
855 m/s
Durchschnitt: 855 m/s (Testdurchgang 1: Durchschnitt: 857 m/s)
 

Termine 2026
Derzeit sind für 2026 insgesamt noch drei „Long-Range“ Veranstaltungen terminiert: Um das Pfingstwochenende 2026 sowie Anfang August und Ende November / Anfang Dezember 2026. Plätze werden nur an Stammteilnehmer von Akademie 0/500 vergeben.
https://0-500.org/page/Termine 

Service
SD angekauft über https://www.schreiterer.com/FBT-INCA-HOT-50Ti/SL-HOT-50-U24 

Erstvorstellung 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/12/ruger-precision-rifle-in-300prc.html
Beschussversuch 300PRC vs. VPAM9 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/10/beschussversuch-300prc-vs-vpam9.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#04) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2024/12/ruger-precision-rifle-in-300prc_31.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#05) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/06/ruger-precision-rifle-in-300prc-05.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#06) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/09/ruger-precision-rifle-in-300prc-06.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#07) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2025/12/ruger-precision-rifle-in-300prc-07.html
Ruger Precision Rifle in 300PRC (#08) 
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/05/ruger-precision-rifle-in-300prc-08.html

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#09)
https://feuerkampf-und-taktik.blogspot.com/2026/05/ruger-precision-rifle-in-300prc-09.html



Mehr dazu in „Die Waffenkultur“ Nr. 88 ab dem 30. Mai

 


Mittwoch, 20. Mai 2026

Akademie 0/500®: Flinte Homedefense 2026

 

Der Flinte Homedefense 2026 ist in den Büchern. Hochmotivierte Teilnehmer mit dem richtigen Mindset, Repetierflinten im Kaliber 12 und grobes Buck Shot machten aus dem 2-Tages-Fortgeschrittenen Kurs eine Hochwertveranstaltung. Einige Impressionen


Sein M16 hat ihm nichts genützt



Mit einem Revolver ist man gegenüber Kaliber 12 etwas underdressed



Zwei Varianten des Waffenwechsels
Links: Flinte mit dem Unterstützungsarm am Körper sichern. Pistole ziehen und einhändig schießen.
Rechts: Flinte mit einer flüssigen Bewegung über den Kopf auf den Rücken bringen und in den 2-Punkt-Riemen fallen lassen. Pistole ziehen und beidhändig schießen



B.A.D.-Konzept Barrikade rechts



B.A.D.-Konzept Barrikade links



Präzisionstest 
Ein weiterer Präzisionstest mit Flintenlaufgeschoss zwischen zehn und fünfzig Meter. Flintenlaufgeschosse sind per se nicht unpräzise trotz der Glattrohrwaffe Flinte. Die Eigenpräzision wird maßgeblich durch die Visiereinrichtung auf der Flinte beeinflusst (und durch die Fähigkeit des Anwenders diese zu nutzen).




Nächster Flinte Homedefense 2027: 7. und 8. Mai