Sonntag, 29. März 2026

Die Waffenkultur – Ausgabe 87 (März/April 2026)


Ausgabe 87 (März/April 2026)


Die März/April Ausgabe hat folgenden Inhalt:

Scharfschützenwesen: 100 Tage Longe Range Ausbildung
Corioliskraft: Alles nur Stuss?
Zielfernrohr: Steiner M7Xi (3-20x50)
ZF1000: Vorbereitungskurs
LPV Optik: SHARP Sight II (Oberland Arms)
Top Predator: 3 Jahre Glock 20
Spezifische Universalität: TT Magazintasche MP7
Kalenderblatt: 40 Jahre Miami FBI Shootout

http://waffenkultur.com 

Dienstag, 24. März 2026

Langzeittest: OA-15 M5 (Nr. 15)

 

Erstmontage LPV Sharp II

Gesamtschusszahl: 1.700 + 200 = 1.900
Davon mit SD: 150

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0



Das Oberland Arms OA-15 M5 ist mit Frühjahr 2026 seit fünf Jahren in Nutzung. Erwartungsgemäß ist die jährliche Schussbelastung wegen des eher sporadischen Einsatzes auf Gewehrkursen gering. Überwiegend wird nach wie vor das Black Label M4 genutzt.



Auf der letzten Trainingssitzung im März wurde ein neues LPV montiert: Das Sharp II, ebenfalls von Oberland Arms. Die Waffe absolvierte damit insgesamt zweihundert Schuss.



Der obligatorische Rifleman wurde trotz Dreifach-Vergrößerung des Magnifier nicht komplett fehlerfrei geschossen.


Archiv 
Nr. 00 (Erstvorstellung)
Nr. 01 (Einschießen Offene Visierung)
Nr. 02 (Erster Gewehrkurs)
Nr. 03 (Gewehrkurs CCO mit ELCAN)
Nr. 04 (Rifleman mit ELCAN)
Nr. 05 (Das Präzisionswunder)
Nr. 06 (Neue Teile)
Nr. 07 (ZF-Montage)
Nr. 08 (660 Meter)
Nr. 09 (AK-Kurs)
Nr. 10 (660 Meter mit Signaturverzerrer)
Nr. 11 (Rifleman fehlerfrei)
Nr. 12 (2 Tage Regen)
Nr. 13 (Natural Point of Aim)
Nr. 14 (Iron Sights und Kopfposition)
Nr. 15 (Erstmontage LPV Sharp II)


Samstag, 21. März 2026

Akademie 0/500®: Einsatzdistanzen Flinte

 

„Kenne Deine Einsatzdistanzen mit der Flinte!“, ist eine wichtige Erkenntnis, wenn es um die Grundausbildung zur praktischen Anwendung des Werkzeugs Flinte geht



Diese Einsatzdistanzen sind bei der Verwendung von Buck Shot und Slugs grundsätzlich verschieden. Darüber hinaus gibt es noch Unterschiede zwischen den einzelnen Laborierungen und Flintentypen. Die Variantenbreite ist also erheblich und macht regelmäßiges Testen erforderlich, bis die geeignete Einsatzmunition gefunden ist.

Auf dem Grundkurs „Flinte 1“ von Akademie 0/500® sind diese Testreihen fester Bestandteil im Lehrprogramm. Alle Teilnehmer durchlaufen die Wirkungszonenmethode und den 50-m-Präzisionstest.

Wirkungszonenmethode
Bei der Wirkungszonenmethode wird aus den festgelegten Entfernungen von sieben / zehn / zwölf und fünfzehn Metern jeweils ein Schuss Buck Shot (Postenschrot) abgegeben. Ermittelt wird dabei die Entfernung, ab welcher die Schrotgarbe größer wird als ein DIN A4 Blatt. Bei dieser Distanz endet der Einsatzbereich von Buck Shot. Für gewöhnlich sind das zwölf Meter. Jenseits der zwölf Meter ist die Schrotgarbe größer als DIN A4 und man spricht von Wirkungszone C.
Ab dieser Distanz ist der Munitionswechsel auf Slug (Flintenlaufgeschoss) zu empfehlen, um eine Umfeldgefährdung durch einzelne Posten, die ihr Ziel nicht mehr treffen (können) auszuschließen.

Dokumentation der Wirkungszonen


50-m-Präzisionstest

Flintenschießen und Präzisionstest sind in erster Wahrnehmung vielleicht widersprüchlich. Dennoch besitzen auch Flinten ein Präzisionspotential, das vom Anwender ausgeschöpft werden kann. Trotz Glattrohr-Technologie der Flinte und den außenballistisch wenig optimierten Slug-Projektilen, kann mit relativ wenig Übungsaufwand bis mindestens fünfzig Meter eine sehr ordentliche Gruppe erzeugt werden.
Erfahrungsgemäß hat Slug-Munition bis fünfzig Meter keinen übergroßen Geschossabfall. Präzisionsnachteile entstehen hier vor allem aufgrund einer rudimentären Visiereinrichtung auf der Flinte. Ghost-Ring Visiere sind zwar beherrschbar und in jedem Fall besser als nur ein „Perlkorn“ oder eine „Visierschiene“, Flinten mit einer Büchsenvisierung oder gar einem kleinen LPV erhöhen die Eigenpräzision aber deutlich.
Mit einer Büchsenvisierung sind Streukreise von 15 Zentimeter auf fünfzig Meter durchaus machbar.

Mit einer Büchsenvisierung sind
Streukreise von 15 Zentimeter auf
fünfzig Meter durchaus machbar

Ghost-Ring Visiere sind zwar beherrschbar.
Flinten mit Büchsenvisierung oder einem
kleinen LPV erhöhen aber die Eigenpräzision


Munition
Zwei Schlagworte sollten für die Munitionsbeschaffung bestimmend sein: „Qualitätsmunition“ und „rückstoßreduziert“. Selbst rückstoßreduzierte Ladungen bieten noch mindestens zweitausend Joule Mündungsenergie. Beschusstests zeigen, dass Flinten diese Mündungsenergie selbst aus Nahdistanz (Sieben Meter und weniger) zu einhundert Prozent an das Zielmedium abgeben. Mehr Mündungsenergie würde demnach keine Vorteile bringen, sondern u.U. eher den Nachteil einer Überpenetration.
Empfehlenswerte Ladungen sind bspw. die beiden GECO-Fabrikate Coated Competition Slug und Coated Competition Buck Shot.

Empfehlenswerte Ladungen sind bspw. die beiden
GECO-Fabrikate Coated Competition Slug und
Coated Competition Buck Shot



Weiterführende Links
Beschussversuch 12/70


Buck Shot Hornady Zombie Max 12/70


Buck Shot Federal Premium Force X2

 



Das Home Defense Paket

 



Mossberg 590A1 Retrograde

 



Kurse bei Akademie 0/500



Montag, 16. März 2026

Direct Action®: Neue Produkte in der Vanguard und Spitfire Serie

 

Der polnische Ausrüster geht ins zwölfte Jahr seines Bestehens und erweitert die Produktpalette in der „Vanguard“-Serie und rund um den Plattenträger „Spitfire“


Direct Action ist vor allem für hochwertige Bekleidung und Ausrüstungsgegenstände bekannt, die sehr gern von Spezialeinheiten beschafft wird. Darunter auch die polnische GROM.
Der größte Teil der Produktion findet tatsächlich in Polen statt

Service
https://directactiongear.com/en/ 














Dienstag, 10. März 2026

Oberland Arms: OA SHARP Sight II

 

Das Leuchtpunktvisier OA SHARP Sight bewährt sich drei Jahren im Alltagsgebrauch sehr ordentlich. Im Februar 2026 brachte Oberland Arms die Nachfolgeversion SHARP Sight II auf den Markt. In der Generation II ist das LPV noch einmal deutlich kleiner und leichter. Wir beginnen einen Langzeittest



SHARP Sight (1. Version)
Die Kaufentscheidung zugunsten des OA SHARP Sight vor drei Jahren hatte gute Gründe:
Das OA SHARP verfügt über ein sehr brillantes Absehen ohne die manchmal auftretenden „Ausfranzungen“.
Die sog. Shake & Awake Elektronik arbeitet vom Nutzer unbemerkt. Nach zwei Minuten Inaktivität schaltet sich das Absehen automatisch aus und wird nach einer Bewegung ohne Zeitverzögerung sofort wieder in Betrieb genommen. Im Praxistest passierte dieses automatische Wiedereinschalten auch bei der kleinsten Bewegung und im wahrsten Sinne ad hoc.
Die schlüssige Konzeptidee der Kompaktbauweise, die dennoch das Vorhandensein einer Klappkimme unter dem 3-fach Magnifier ermöglicht, ist ein weiteres Kaufargument.
Darüber hinaus vollzog sich der Langzeittest bisher ohne Defekte. Nicht zuletzt ist der Endkundenpreis von 399 Euro natürlich auch ein entscheidendes Kaufkriterium.

Im direkten Vergleich ist das SHARP II
noch einmal deutlich kleiner und wiegt
lediglich 64 Gramm


SHARP Sight II
Die Anschaffung des Nachfolgemodells ist da nur ein konsequenter Schritt.
Was zuerst auffällt, ist die Preisstabilität. Auch das SHARP II ist zum Ladenpreis von 399 Euro erhältlich.
Im direkten Vergleich ist das SHARP II noch einmal deutlich kleiner. Es besitzt allerdings ein relativ großes Fenster, dass die Erfassung des Leuchtabsehens einfach werden lässt. Das Absehen hat immer noch die selbe Brillanz, wie im SHARP 1. Version.
Das Absehen ist immer noch wechselbar zwischen: einem 2-MOA-Punkt einem Kreis und einem Kreis mit Punkt.

Oberland Arms empfiehlt ein
Anziehmoment von 2,5 Newtonmeter


Robustheit
Das LPV ist stoßfest und wasserdicht nach IP67. Die CR2032-Batterie hat nach Herstellerangabe eine Lebensdauer von 25.000 Stunden.

Kompatibilität
Wurde bereits ein OA SHARP Magnifier angeschafft, ist der in Verbindung mit der SHARP II Version weiterhin als Vergrößerungsvorsatz nutzbar.
Wichtige Information: Das SHARP II besitzt einen ACRO-Footprint und kann somit auf allen Aimpoint-kompatiblen Bodenplatten montiert werden.

Wurde bereits ein OA SHARP Magnifier angeschafft,
ist der in Verbindung mit der SHARP II Version
weiterhin als Vergrößerungsvorsatz nutzbar

Montage in drei Bauhöhen sind lieferbar:
Links „tactical high“,
Mitte „regular“ (Co-Witness AR-15),
Rechts „flat“ für Flinten


Montagen-Vielfalt
Oberland Arms bietet für die Nutzung des SHARP II auf einer Langwaffe derzeit Montagen mit drei verschiedenen Bauhöhen in drei verschiedenen Farben. Die gängigste Montage dürfte die mittlere Bauhöhe mit der Verkaufsbezeichnung „regular“ werden. Damit wird bei einem AR-15 der sog. Co-Witness mit der offenen Kimme-Korn-Visierung erzeugt.
Die Montagehöhe „flat“ hingegen bietet sich für die Verbauung auf Flinten oder Repetiergewehren an. 
Bauhöhe „tactical high“ ist etwas für Leute, die nicht wissen, was sie tun. Davon gibt es anscheinend immer mehr und Oberland befriedigt die Nachfrage.



Besonderheiten
Das Gewicht von lediglich 64 Gramm ist in diesem Marktsegment eine Besonderheit. Außerdem sind im Lieferumfang zwei sog. Opferlinsen und ein Wabenfilter enthalten.

Beim SHARP II lässt sich ein Wabenaufsatz
vorschalten. Dieser wird, wie auch die Opferlinse,
einfach aufgeschoben


Mehr dazu in „Die Waffenkultur“ Nr. 87 ab 30. März 2026

Service
Oberland Arms 


Freitag, 6. März 2026

Akademie 0/500®: Zusatztermine 2026

 

 

Am Freitag, 10. April findet in Bocholt ein zusätzlicher Pistole 1 (Halbtag) Kurs statt. Wir beginnen morgens um 8 Uhr und enden um 11 Uhr.
Pistole 1


Am selben Wochenende ist ebenfalls in Bocholt ein zusätzlicher Theorieblock für die Ausbilderschulung angesetzt. (Freitag, 10. April bis Sonntag, 12. April)
Ausbilderschulung


Am Samstag, 2. Mai ist in Tschechien ein weiterer Kurs Flinte 1 angesetzt. 
Dieser Tag könnte aber auch als Möglichkeit für ein Privattraining / Kleingruppentraining im individuellem Programm genutzt werden.

Terminliste & Anmeldung
https://0-500.org/page/Termine 


Mittwoch, 25. Februar 2026

Helikon-Tex®: Das Warden Winter Shirt

 

Mit dem Wetter zu diskutieren ist sinnlos. Regen ist nass, Wind ist kalt. Wer draußen unterwegs ist, muss Wetterzustände ertragen können. Dabei immer hilfreich ist natürlich geeignete Oberbekleidung. In Teil 3 zur Helikon Herbst-Winter-Kollektion beleuchten wir mit dem Warden Winter Shirt eine weitere Wärmeschichten, die sich sowohl darüber als auch darunter tragen lässt

Das Helikon Warden Winter Shirt als Außenschicht
in Farbgebung Slate Crimson Plaid. Ebenfalls
im Bild der Chest Pack Numbat von Helikon

Bei kälteren Außentemperaturen kann eine Bekleidungsaußenschicht zur wärmenden Zwischenschicht werden. Das ist nicht neu. Helikon-Tex bietet aber mit ihrer Herbst-Winter-Kollektion neue Oberteile an, die eine Detailbetrachtung verdienen. Das Warden Winter Shirt ist weit mehr, als ein x-beliebiges Low-Budget Holzfällerhemd.

Warden Winter Shirt
Was man innovativ selbst aus einem schnöden Holzfällerhemd noch rausholen kann, zeigt Helikon-Tex mit dem Warden Shirt. Anderenorts gehen „Flanellhemden“ schon mal für sagenhaft günstige dreißig Euro über den Ladentisch. Dann sind sie aber eben auch nur sagenhaft günstige Flanellhemden.
Weshalb das Helikon Warden-Hemd in der Preisregion über einhundert Euro anzutreffen ist, erkennt man beim Tragen sehr schnell. Erstklassig verarbeitet und mit einer Idee dem Nutzer gegenüber.



Schichtenidee
Gemäß der Idee Zwischenschicht ist gleich Außenschicht, besitzt das Warden-Shirt ausreichend Taschen, um alle „Immer-dabei-Utensilien“ verstauen zu können. Frontseitig sind das zwei Schub- und zwei Brusttaschen plus eine Napoleontasche, die ihren praktischen Nutzen immer dann zeigt, wenn sie ein Smartphone zugriffsbereit aufnimmt. Innenseitig sind zwei Mesh-Fächer mit Zipper-Verschluss integriert. Gern genutzt für das Verstauen von Handschuhen.
Der Schulterbereich ist mit einem abriebfesten Polyester-Material versehen. Das Innenfutter besitzt eine Grammatur von 60 Gramm pro Quadratmeter. Und entspricht damit exakt den beliebten leichten Isolationsjacken. Ist dem Träger das nicht genug Isolation, wird das Warden Shirt zur Zwischenschicht, indem bspw. eine Yukon oder Level-7 Winterjacke darüber gezogen wird.

Hätte Napoleon ein Smartphone gehabt, hätte er es
in seine Napoleontasche gesteckt. Auch das Warden
hat innenseitig die Mesh-Fächer, bspw. für Handschuhe


Druckknöpfe
Das Warden Shirt wird über Druckknöpfe verschlossen; nicht per Reißverschluss. Die Ärmelenden lassen sich per Klett enger stellen.

Farbvarianten
Es sind drei Farbvarianten Moorland Plaid (Erdfarben-kariert), Forrest Blue (hellblau) und Crimson Rot wie oben. 

Die beiden Farbvarianten
Forrest Blue (hellblau)

und  Moorland Plaid
(Erdfarben-kariert)


Fazit
Das Warden Winter Shirt und die Patriot PRO sind zwei innovative, erstklassig verarbeitete Isolationsjacken. Tragbar sowohl als Außenhaut oder auch als Zwischenschicht für mehr Wärmerückhalt..

Mehr dazu in „Die Waffenkultur“ Nr. 86



Montag, 23. Februar 2026

Helikon-Tex®: Patriot PRO Fleece

 

Mit dem Wetter zu diskutieren ist sinnlos. Regen ist nass, Wind ist kalt. Wer draußen unterwegs ist, muss Wetterzustände ertragen können. Dabei immer hilfreich ist natürlich geeignete Oberbekleidung. In Teil 2 zur Helikon Herbst-Winter-Kollektion beleuchten wir mit der Patriot PRO eine Wärmeschichten, die sich sowohl darüber als auch darunter tragen lässt

Die Außenseite der Patriot PRO
erinnert an eine Softshell
(Foto: Helikon-Tex)

Bei kälteren Außentemperaturen kann eine Bekleidungsaußenschicht zur wärmenden Zwischenschicht werden. Das ist nicht neu. Helikon-Tex bietet aber mit ihrer Herbst-Winter-Kollektion neue Oberteile an, die eine Detailbetrachtung verdienen. Die Fleecejacke Patriot PRO ist leichter, wärmer und robuster als das Vorgängermodell.

Das Material ist extrem elastisch und
macht jede Bewegung mit (Foto: Helikon-Tex)

Patriot PRO Fleece
STORMFLEECE™ ist das Stichwort und das Material, aus dem die Patriot PRO besteht. Stormfleece kombiniert die Vorteile aus zwei Welten: Nämlich, die einer klassischen Fleecejacke mit denen einer Softshell-Jacke. Innenseitig findet der Nutzer eine weiche Grid-Fleece-Schicht, die im Vergleich zur dicke der Fleece-Schicht sehr viel Wärmerückhalt aufbaut. Außenseitig ist das Gewebe Softshell-ähnlich glatt, was die windabweisende Wirkung erhöht. Ein Effekt, der nicht nur marketingmäßig dahergeredet wird, sondern auch real spürbar ist. Außerdem erhöht sich aufgrund der Außenschicht auch die Abriebfestigkeit und Robustheit des Kleidungsteils.

Shadow Grey ist neben Schwarz und Coyote ein weiterer
Farbton. Die innenseitigen Fächer aus Mesh haben
reichlich Stauraum (Foto: Helikon-Tex)


Schnitt
Die Patriot PRO ist körperbetont-athletisch geschnitten. Das Stormfleece-Material bringt außergewöhnliche Stretch-Eigenschaften mit sich, wodurch die Jacke in der Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Die Ärmel sind lang genug, um auch langgliedrigen Personen genügend Material „an die Hand“ zu geben.
Ein Detail, das auch schon bei der Yukon Winterjacke aufgefallen ist: Die Reißverschlüsse wurden weiterentwickelt. Die Zipper sind leichtgängig und hakeln nicht. Was auch daran liegen mag, das Helikon bewusst auf das „Qualitätsmerkmal“ von „wasser- und winddichten“ Reißverschlüssen verzichtet.

Taschen und Farben
Derer hat die Patriot PRO fünf. Eine Napoleontasche, zwei Schubtaschen vorn und zwei Mesh-Fächer innen. An beiden Ärmeln befinden sich Laser-Cut Flauschklett. Die Jacke ist in den vier typischen Farben Schwarz, Coyote, Grau und Taiga-Grün erhältlich. Der Ladenpreis liegt bei 119 Euro. Und wenn man schon fünf Fleecejacken im Schrank hat? Dann sollt die Patriot PRO Fleecejacke Nummer sechs werden.

Mehr dazu in „Die Waffenkultur“ Nr. 86

 

 

Dienstag, 10. Februar 2026

Standardübung (34): Minnesota-Drill

 

Der Minnesota-Drill ist eine Kurzwaffen-Übung und fokussiert auf einhändiges Schießen unmittelbar nach dem Ziehvorgang. Gleichzeitig beinhaltet der Drill eine leichte Seitwärtsbewegung des Schützen sowie eine Zeitbegrenzung. Der Ursprung der Übung ist unklar


Ursprung
Der Ursprung der Übung ist unklar. Da aber einhändiges Ziehen und Schießen mit Pistole bzw. Revolver eine weit verbreitete Grundübung ist und in zahlreichen Ausbildungskonzepten als Standard behandelt wird, ist nicht ausgeschlossen, dass der Minnesota-Drill anderenorts in ähnlicher Ausführung unter anderem Name angewandt wird.

Ablauf
Die Entfernung zum Ziel beträgt drei Meter. Das Zielmedium ist eine 10er-Ring Scheibe oder optional der obere Bereich einer CSAT-Scheibe.
Der Schütze startet stehend zum Ziel ausgerichtet; Waffe geholstert. Nach Startsignal und dem Ziehvorgang gibt er einhändig zwei Schuss ab. Er vollzieht eine leichte Seitwärtsbewegung von einem Schritt und gibt den dritten Schuss ab. Das Zeitlimit beträgt vier Sekunden. Die Vorgabe ist, alle Schüsse innerhalb der Trefferzone (schwarzen Spiegel) zu halten. Zu erweiterten Übungszwecken kann die Übungen dreimal hintereinander durchgeführt werden.

Elemente
Der Minnesota-Drill erfordert den schnellen ersten Schuss einhändig ausgeführt. Gefolgt von Folgeschuss Nummer zwei und drei. Ein wichtiges schießtechnisches Element wird somit das schnelle „In-Anschlag-Gehen“ einhändig. Um ausreichend Stabilität zu erlangen, ist es wichtig, dass der Schütze den Schussarm in die volle Streckung bringt. Ein zusätzliches Verriegeln des Schultergelenks kann dabei die Stabilität erhöhen. Die Bewegung „Strecken und Verriegeln“ sollte regelmäßig in die Ausbildung integriert werden.
Die Seitwärtsbewegung zwischen Schuss zwei und drei ist weniger ein schießtechnisches Element, als vielmehr ein Taktisches. Sich selbst aus der Feuerlinie herauszubewegen oder der Eigenbewegung des Gegners auszuweichen, ist grundsätzlich sinnvoll.
Nicht zuletzt ist das Umsetzen der Grundfertigkeiten Kornfokus und Abzugskontrolle wesentlich.

Zielmedium
Das Zielmedium ist eine 10er-Ring Scheibe. Vorzugsweise die offizielle NRA B8 Zielscheibe, die auch für viele andere Standardübungen verwendet werden kann. Der schwarze Spiegel hat einen Durchmesser von 5,54 Zoll, was etwa 14 Zentimetern entspricht.
Jedes andere, vergleichbare Zielmedium, mit einem etwa fünfzehn Zentimeter großen Durchmesser erfüllt ebenso den Zweck

Fehler
Wie bei allen anderen Standardübungen auch, können Fehler typischerweise in zwei Bereichen auftreten: ein Nichttreffen oder Zeitüberschreitung. Auch beim einhändigen Schießen muss der Abzug betätigt werden, ohne dabei die Waffe zu bewegen. Ein Abzugsfehler zeigt sich gravierender, wenn die Unterstützung durch die zweite Hand und eine stabile beidhändige Grifftechnik fehlt. Der gestreckte Arm und die verriegelte Schulter können hier das stabile, schießtechnische Vehikel sein und dem Transport der Grundfertigkeiten förderlich sein.

Schusszahl & Zeitansatz
Der Munitionsverbrauch pro Durchgang liegt bei lediglich drei Schuss; bzw. drei mal drei Schuss, wenn der Minnesota-Drill als Dreierpack durchgeführt wird. Der Zeitansatz für einen Durchlauf inklusive Auswertung ist minimal. Werden drei Durchgänge in Folge absolviert, sollte mit einer Minute Gesamtzeit kalkuliert werden.

Service
Übung gehört zum Portfolio des Robust Pistol Management (RPM)

Termine
https://0-500.de/page/Termine 



Mehr dazu in "Waffenkultur" Nr. 86