Donnerstag, 30. Juli 2020

Die Waffenkultur – Ausgabe 53 (Juli/August 2020)


Ausgabe 53 (Juli/August 2020)


Die Juli/August Ausgabe hat folgenden Inhalt:

Gewehrkonzepte (5): Jeff Cooper’s Scout Rifle
1.000 Schuss später: IWI Masada in 9x19
Defense Week Revival: Der Surgical Speed Shooting
Distressed: PHX-15 von schreiterer.com
Trainingslehre (4): Die Inkompetenzmatrix
Buchvorstellung: The CSAT Way von Paul Howe
Standardübungen (26): Der 100-m-Simulationsdrill
90er-Jahre Flair: Garmin Instinct Tactical
Klapp(er)schlange: Cobra-Schaft von FAB Defense
Der Aufpasser: Sentinel MID Boots von Helikon-Tex
Taktische Transporteure: Neuheiten von TT
Recht: Standardmagazin-Verbot

 


Dienstag, 28. Juli 2020

Buchempfehlung: The CSAT Way


The CSAT Way
Thoughts on Weapons, Shooting, Training, and Instruction From a Former Special Operations Soldier and Trainer
von MSG Paul R. Howe (U.S. Army retired)




Taschenbuch: 285 Seiten
Verlag: Independently published (Mai 2020)
Sprache: Englisch
ISBN-13: 979-8645182236
Größe: 17,8 x 1,8 x 25,4 cm
Preis: ca. 29 Euro




Wenn jemand wie Paul Howe etwas sagt oder publiziert, sollte man genau zuhören oder es lesen. Der ehemalige Delta Force Soldat gehört zu einem kleinen Kreis unter den renommierten US-amerikanischen Schießausbildern. Er fällt weder durch Skandale auf, noch durch einen übertriebenen „tactical“ Habitus.
Paul Howe vertritt – und das wiederum ist auch typisch für andere ehemalige Delta Force Männer, wie Larry Vickers oder Pat McNamara – die Lehre vom präzisen Einzelschuss. Jeder Schütze muss zuerst lernen einen präzisen Treffer anzubringen, bevor er über eine effiziente Schießtechnik schneller werden kann. Das Resultat ist der präzise und schnelle Treffer. Diese Philosophie vertritt Paul Howe in seinen anspruchsvollen Schießkursen und folgerichtig auch im Buch „The CSAT Way“.

Des Weiteren propagiert Howe die Idee der Universalität. Eine Schießtechnik muss universal einsetzbar sein. Zwischen Trockentraining, dem scharfen Schuss in der Individualausbildung, dem Schießtraining im Gruppenrahmen und letztlich dem echten Einsatz darf kein konzeptioneller Bruch im System der Ausbildung stattfinden.

Ebenso ist Paul Howe ein Vertreter des Minimalismus Gedanken. Kein Zubehör- oder Ausrüstungsteil auf dieser Welt beseitigt eine Fähigkeitslücke. Nur sinnvolle und richtige Ausbildung kann das. Die Waffe, mit der ein Ausbilder seinen Teilnehmern Schießübungen demonstriert, sollte bewusst minimalistisch sein. Das bedeutet für ein Gewehr: Offene Eisenvisierung, anstatt die neusten Leuchtpunktvisiere. Darüber hinaus sollte die Waffe überhaupt nicht modifiziert sein. Nur so ließe sich das Vertrauen des Teilnehmers in seine eigenen Fähigkeiten aufbauen, so Paul Howe.
Howe verweist im Buch auch auf seine Erfahrungen als Teilnehmer in unzähligen Schießkursen. Viele dieser Ausbilder konnten zwar schießen, aber nur wenige waren in der Lage, ihr Wissen zu vermitteln. Gleichwohl erklärt er im Buch nicht nur das Konzept seiner Ausbildung, sondern gibt auch methodisch-didaktische Hinweise für andere Ausbilder.

Des Weiteren sind von Paul Howe erschienen: „Leadership and Training for the Fight“ und „The Tactical Trainer“. (hh)




Mittwoch, 24. Juni 2020

German Gun Stock: Schaft Reaper TAC


Der neue GGS-Schaft heißt Reaper und ist als „TAC“ oder Jagdausführung „Hunt“ erhältlich. Das Leichtgewicht bringt etwa 440 Gramm weniger auf die Waage als sein Onkel, der Raptor. Wir stellen die Version TAC vor und werden diese demnächst mit einem Tikka-CTR-System in 6.5 Creedmoor bestücken


Das Griffstück ist immer noch angenehm voluminös,
aber insgesamt zwei Zentimeter kürzer


Die junge Mannschaft von German Gun Stock hat sich auf die Veredlung von Tikka Repetiergewehren spezialisiert und ist damit zu einer festen Größe in der Branche geworden. Mittlerweile wird ein weltweiter Kundenkreis beliefert. Neu in 2020 sind zwei Leichtvarianten der beliebten Holzschäfte.


Weitere Gewichtsersparnis bringt der großzügige Sniper-Cut
am Schaftende


Reaper vs. Raptor
Ziel war es, einen schlanken und leichteren Schaft für die weitverbreiteten Tikka-Repetierer anzubieten. Der Reaper TAC ist etwas mehr hecklastig, als der Raptor. Das Griffstück ist immer noch angenehm voluminös aber insgesamt etwa zwei Zentimeter kürzer und im oberen Bereich verjüngt. Die TAC-Ausführung des Reaper-Schaftes besitzt den so genannten Sniper-Cut am hinteren Schaftende. Außerdem ist der Schaft zur Gewichtsersparnis im vorderen Bereich innen skelettiert. Das Gesamtgewicht des Reaper TAC reduziert sich dadurch auf 1.250 Gramm.
Unverändert geblieben ist das Material. Die Schäfte werden nach wie vor aus epoxidversiegeltem Kreuzlaminat gefertigt. Sowie die Vollblockbettung mit Edelstahlrückstoßstollen.



Mit Skala
Die Wangenauflage ist immer noch stufenlos höhenverstellbar. Neu ist die Skala in Halb-Zentimeterschritten.

Ausstattungsoptionen
German Gun Stock fertigt nach Kundenwunsch. Dem Anwender steht ein umfangreiches Optionenpaket zur Auswahl. Nachdem festgelegt wurde, welches Tikka-System (CTR / T3 / T1) bestückt werden soll, gibt es die Wahl zwischen Rechts- aber auch Linkshänderwaffen. Der Hinterschaft wird entweder in „TAC“ (hier vorgestellt) oder „HUNT“ Version gearbeitet. Zur Wahl stehen des Weiteren entweder fünf Uni-Grundfarben oder zehn Camouflage-Colorits. Bis hierher passiert auch alles ohne Aufpreis.
Aufpreispflichtig könnten die Optionen Riemenbügel oder Kugeldrucköse werden. Die empfehlenswerte Variante „QD-Öse rundum“ schlägt mit 64 Euro Aufpreis zu Buche. Der Anwender hält sich mit dieser Konfiguration alle Möglichkeiten einer sinnvollen Riemenanbringung offen. Er kann damit sowohl einfache Trageriemen benutzen, als auch spezielle Schießriemen zur Unterstützung eines stabilen Anschlags anbringen.
Zu guter Letzt setzt GGS auf Wunsch auch noch eine Picatinnyschiene an den Vorderschaft (Aufpreis 35 Euro).


Der Reaper ist im vorderen Bereich innen skelettiert.
Der Edelstahlrückstoßstollen blieb erhalten


Im Vergleich zum Raptor ist der Reaper deutlich schlanker


Ausblick
Der abgelichtete Reaper TAC hat die Farbgebung „Muddy Waidmann“ und wird derzeit durch German Gun Stock mit einem Tikka CTR System im Kaliber 6.5 Creedmoor bestückt. Im Anschluss geht das Gewehr in einen weiteren Waffenkultur-Langzeittest.

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