RPM Nr. 36 und Nr. 37 sind in den Büchern. Seit dem ersten RPM-Kurs im Jahr 2014 durchliefen etwa eintausend Teilnehmer das Pistole-Fortgeschrittenenmodul bei Akademie 0/500®. Die Kurse im Juli und August 2026 standen unter dem Motto: Spaß haben, Sommer genießen – Minnesota-Drill schießen
Das 3-tägige Kursmodul RPM (Robust Pistol Management®) ist für Teilnehmer konzipiert, die Grundlagenkurse erfolgreich absolviert haben und ihre Fähigkeiten im Detail verbessern wollen. Neben dem Leben mit einer geladenen Waffe in einer 360-Grad-Umgebung geht es auch um die Fähigkeit, seine eigene Waffe permanent in Feuerbereitschaft halten zu können. Insbesondere, wenn der Übungsaufbau mental anspruchsvoll wird und der Teilnehmer seine Komfortzone verlässt.
Der präzise Einzelschuss ist die Grundlage von allem anderen und somit der dritte wesentliche Ausbildungsinhalt der RPM-Kurse.
Schneller erster Schuss
Die Schulung des schnellen ersten Schusses war ein Schwerpunkt des Juli- und des August-Kurses.
Als Schulungsinstrument wurde dabei die Methode des integrierten Trockentrainings genutzt.
Übungsziel war, aus einer Bereitschaftsposition und sechs Meter Entfernung innerhalb von 1,8 Sekunden ein Ziel von 2,5 mal 2,5 Zentimeter Kantenlänge zu treffen.
Bzw. ein identisches Ziel mit Ziehen aus dem Holster aus einer Entfernung von fünf Meter innerhalb von zwei Sekunden zu treffen.
Diese beiden Standards sind zweifelsfrei im Fortgeschrittenenbereich angesiedelt. Dementsprechend werden sie in den ersten Übungsdurchgängen von keinem Teilnehmer erfüllt. Erst nach konsequentem Üben an Tag eins und zwei stellt sich spätestens an Tag drei eine signifikante Verbesserung der Treffer bei gleichzeitigem Schnellerwerden ein.
Kein Automatismus
Eine wichtige Erfahrung aus den Trainingstagen ist, dass für den schnellen ersten Schuss keinen Automatismus gibt. Ein präziser und schneller Erstschusstreffer ist die Konsequenz aus korrekt umgesetzten Einzelelementen. Diese (vergänglichen) Fähigkeiten müssen durch regelmäßiges Training aufrechterhalten werden. Anderenfalls verblassen sie sehr schnell wieder.
Anspruchsvolle Standards
Außerdem versuchte sich die Mannschaft an anspruchsvollen Standardübung bspw. aus dem Instructor-Programm von Paul Howe CSAT; wie dem 5/1-Failure-Drill und dem Strong/Week 2/2.
Der SMTP-2026 Drill ist eine Standardübung, die viele Grundlagen in sich vereint und die unter Zeitdruck abgerufen werden müssen.
Der Minnesota-Drill diente dabei eher als Spaßübung zur Entspannung.
Links-Rechts-Standard
Die vermeintliche schwache Seite methodisch korrekt zu schulen und zu verbessern, ist Ziel des L/R-Standard. Diese Standardübung (#27) hat weder Referenzzeit noch Mindesttreffer-Vorgabe. Es geht einzig um einen korrekten Ablauf und den hohen Schulungseffekt.
Turbolader
Wie bei allen RPM-Kursen werden die Elemente „Schießen bei Dunkelheit“, „Schießen auf Stahl“, der permanente Wechsel zwischen linker Hand und rechter Hand sowie integriertes Trockentraining als Turbolader für die Lernkurve genutzt.
Insbesondere Schützen, die in ihrem eigenen Training festgefahren sind und auf einem Trainingsplateau verharren, erhalten im Robust Pistol Management neue Trainingsimpulse.
Termine 2027
Im Jahr 2027 sind wieder zwei Defense-Week in St. Pölten geplant. Die Termine liegen:
Mittwoch, 7. Juli 2027: Pistole 1 (Halbtag)
Donnerstag, 8. Juli 2027: Weaver Stance / Modern Technique
Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. Juli 2027: Robust Pistol Management®
Sowie in Planung:
Mittwoch, 1. September 2027: Weaver Stance / Modern Technique
Donnerstag bis Samstag, 2. bis 4. September 2027: Robust Pistol Management®


