Donnerstag, 29. März 2012

Die Waffenkultur – Ausgabe 03 (März/April 2012)


Ausgabe 03 (März/April 2012)


Nach anstrengenden Messetagen auf der IWA fühlten sich einige unserer Autoren so wie dieser alte Templer mit Burnout, dem wir das Titelbild der Märzausgabe widmen.
Auch wenn man sich den Orden der Tempelritter nicht unbedingt zum Leitbild fürs eigene Handeln nehmen sollte (denn die wurden ob ihrer tatsächlichen oder imaginären Stärke verfemt, zerschlagen und am Ende als Ketzer verbrannt), präsentierte sich die Branche in Nürnberg genau so stark und selbstbewusst, wie einst der Templerorden.

Zu spüren war auch das neue Selbstverständnis einer Generation 2.0 der Waffenbesitzer. Mehr darüber und über die Unzulänglichkeit des Bedürfnisprinzips im Innenteil in unserem IWA-Report.

Waffen garantieren Autonomie und Freiheit. Und nur aus Freiheit und Unabhängigkeit kann sich Kreativität entwickeln. So ähnlich formuliert das auch der von mir sehr geschätzte Bundespräsident Joachim Gauck (zumindest in Bezug auf die Freiheit und die Kreativität). Das Eintreten für Freiheit und Eigenverantwortung kennzeichnet seinen Lebensweg. Für die Bundesrepublik Deutschland ist Joachim Gauck die beste Wahl. Für uns Waffenbesitzer ganz bestimmt nicht die schlechteste.

Freiheitsrechte sind untrennbar mit Grundrechten verknüpft. Leider ist vielen Bürgern die elementare Bedeutung ihrer Grundrechte nicht wirklich bewusst. Grundrechte dienen in erster Linie dazu, den Bürger vorm Staat zu schützen. In der Rubrik „Recht“ der vorliegenden Ausgabe haben wir die Natur von Grundrechten zu einem Schwerpunktthema gemacht. Weitere Beiträge dazu werden folgen.


Die März/April Ausgabe hat folgenden Inhalt:

- Schießkurs bei Last Man Standing Defense
- 15 Seiten IWA & Outdoor Classics 2012
- Das DAR-15 M5 in .223 Rem.
- Leuchtpunktoptiken auf Pistolen
- Das OA-10 DMR in 7,62x51 mm
- Geschichte des privaten Personenschutzes im Irak
- Gamaschen für Trekking und Trail-Running
- Recht: Was ist ein Grundrecht?

Zum .pdf-Download: http://waffenkultur.com/





Oder über das Portal: www.waffenkultur.com

Donnerstag, 15. März 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 10 und 11

Gesamtschusszahl: 950

Störungen Typ I: 4
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2

Verschleiß- und Austauschteile: keine



Die Gespräche mit SIG Sauer während der IWA waren sehr konstruktiv. Einiges deutet darauf hin, dass es sich um Probleme speziell mit meiner Testwaffe handelt. Den Störungen werden wir mit dem Austausch einiger Teile begegnen.

Welche Teile ausgetauscht werden, wird dokumentiert. Weitere Informationen dazu ab der KW 13 hier.


Am Stand von SIG Sauer waren auch die beiden 7,62-Blaster SIG 716 und SG 751 SAPR zu sehen. Vielleicht ist das SAPR ein Kandidat für einen weiteren Langzeittest, sobald ein Feststellungsbescheid beim BKA erwirkt wurde.



SG 751 SAPR im Kaliber .308 Win




SIG 716 im Kaliber .308 Win


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Dienstag, 6. März 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 09

Die Waffe wurde einem Teilnehmer der Akademie 0/500 zur Verfügung gestellt. Auf dem Fortgeschrittenenkurs absolvierte die SIG 516 verschiedene Schießübungen auf Zeit mit insgesamt 390 Schuss. Leider wieder nicht störungsfrei.


Gesamtschusszahl: 560 + 390 = 950

Störungen Typ I: 4
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2

Verschleißteile: keine



Akademie 0/500 geht ins fünfte ihres Bestehens. Zusätzlich zum beliebten Kurs SL-Büchse gibt es seit 2012 einen Fortgeschrittenen-Kurs „Gewehr 2“. Dieser Kurs ist für Teilnehmer konzipiert, die schon öfters mit uns trainiert haben und zielt besonders auf Selbstlader im Kaliber .223 Rem. ab.
Wiederholt werden dabei die Standardschießpositionen Stehend, Kniend und Liegend. Der Aufbau einer stabilen Schießplattform unter Nutzung von Referenzpunkten und das Einjustieren der Waffe mit zehn Schuss innerhalb von zehn Minuten.

Neu sind das Schießen aus unkonventionellen Schießpositionen, eine Analyse der schützenbedingten Durchschnittsstreuung sowie das Schießen von diversen Zeitübungen und der Rifle Bounce Drill in Anlehnung an Jeff Cooper.
Die SIG 516 wurde bestückt mit dem Aimpoint PRO einem Teilnehmer überlassen.

2 Störungen
Die erste Störung des Tages (Zuführstörung; hier im Test als Typ IV klassifiziert) trat bereits zum zweiten Mal auf. Der Verschluss besitzt auf dem Rückweg nach vorn nicht genug Kraft, um eine Patrone aus dem Magazin ins Patronenlager zuzuführen.
Bemerkenswert ist hierbei, dass dieses Mal der Spannschieber entriegelt war und etwa einen Zoll nach hinten heraus steht. (Fotos)







Was die Ursache für eine derartige Störung ist, kann nur gemutmaßt werden. Möglicherweise läuft der Verschluss nicht immer linear zurück, verliert dabei zu viel Impuls und kann keine neue Patrone zuführen. Interessanterweise treten die Störungen beim SIG 516 meist mit vollen oder fast vollen Magazinen auf.
Verschmutzung als Störungsursache kann ausgeschlossen werden. Die Störungen treten bei einer sauberen Waffe ebenso auf, wie bei einer mit gewissem Verschmutzungsgrad.

Die zweite Störung war wieder ein Typ 1 – Patronenlager leer. Das Magazin war mit Sicherheit eingerastet und auch voll / fast voll.

Verschmutzung
Während der letzten drei Trainingssitzungen wurde die Waffe nicht gereinigt. Die Gesamtschusszahl ohne Reinigung liegt bei etwa 710 Schuss innerhalb fünf Wochen. Eine verschmutzungsbedingte Störung trat nicht auf. Ein Umstand, den man von einem Gaskolbensystem (Piston-System) erwarten darf. Beim Gaskolbensystem werden im Gegensatz zum direct impingement System keine Pulvergase in den Verschlussträger geleitet.

Beim Zerlegen wiesen das Gasventil und der Gaskolben deutliche Schmauchspuren auf. Der Verschlussträger hingegen blieb erwartungsgemäß relativ sauber. Lediglich der Verschlusskopf war etwas verschmaucht. (siehe Bilder)





Deutliche Schmauchspuren am Gasventil


Der gesamte Verschluss ist erwartungsgemäß relativ weniger verschmutzt als bei direct impingement


Fazit
Die SIG 516 hat offensichtlich ein kleines Zuverlässigkeitsproblem. Eine Störung auf durchschnittlich 150 Schuss sind zuviel für ein AR-15. Und erst recht zuviel für ein Gaskolben betriebenes. Ob es sich hierbei um ein Problem speziell mit der Testwaffe handelt oder um ein symptomatisches der Baureihe SIG 516, kann ich nicht beurteilen.
Für Leserzuschriften anderer SIG-516-Anwender wären wir dankbar.
Während der IWA sollte sich Gelegenheit für ein Gespräch mit SIG Sauer finden.


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Montag, 27. Februar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 08

Aimpoint lieferte uns das neue PRO (Patrol Rifle Optik). Die Trainingssitzung auf einer Außenanlage bei etwa 1°C hatte zum Ziel, das Aimpoint PRO einzuschießen, die Ursachen für die bisherigen Störungen zu verifizieren und ein paar Zeitübungen zu absolvieren. Das dritte „Klick“ kam dann doch etwas überraschend.


Gesamtschusszahl: 560

Störungen Typ I: 3
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 1

Verschleißteile: keine




Nach der obligatorischen Haltepunktüberprüfung der offenen Eisenvisierung, erfolgte die Montage des Aimpoint PRO. Das PRO (Patrol Rifle Optik) wird mit Montage geliefert und kann mit einem Handgriff auf jeder Picatinnyschiene befestigt werden. Wie bei allen Aimpoint Optiken ist das Einjustieren denkbar einfach: Die Höhen- und Seitenverstellung ist mit einem kleinen Geldstück zu bedienen; die Klickverstellung hat eine Rastung von ½ MOA.

Unkonventionelle Anschläge
Durch Schießen aus unkonventionellen Anschlägen ohne festes Widerlager in der Schulter wurde versucht, eine Störung zu provozieren. Die SIG 516 wurde um 90° nach links und rechts verkantet geschossen sowie um 180° gedreht. Die Waffe funktionierte störungsfrei.
Bei dieser Art des Schießens offenbaren Leuchtpunktoptiken ihre Vorteile: Immer wenn der Rotpunkt auf dem Ziel liegt, wird auch der Treffer auf dem Ziel sein.

½ & ½ Drill (Kyle Lamb)
Der ½ & ½ Drill wurde schon einmal zu Beginn des Tests geschossen. Die Herausforderung bei diesem Drill besteht darin, seinen Schießrhythmus bei jeder Teilübung zu verdoppeln, seine Schüsse mitzuzählen (Es sollten genau zehn sein) und natürlich zu treffen. Die SIG 516 absolvierte einen sauberen Durchgang mit folgenden Zwischenzeiten: 20 Yard: 8,61 Sekunden, 10 Yard: 4,99 Sekunden und 5 Yard: 2,47 Sekunden.


Ein sauberer Durchgang 1/2 & 1/2 Drill



5/1 Drill (Paul Howe)
Der so genannte 5/1 Drill ist eine von zehn Standardübungen aus dem Instruktorenprogramm von Paul Howe (CSAT Texas). Der Schütze schießt aus 7 Yard (Ausgangsposition Low Ready) fünf Schuss in eine Box von etwa 15x35 cm, gefolgt von einem Schuss in ein Quadrat von 15x15 cm. Die Referenzzeit beträgt 3 Sekunden.
Diese Übung wurde insgesamt achtmal absolviert. Jeweils abwechselnd einmal mit dem Aimpoint PRO und einmal mit Eisenvisierung. Ziel war es herauszufinden, ob signifikante Unterschiede in den Zeiten erreicht werden. Gewertet wurden nur Durchgänge mit 100% Treffern.

Im Mittelwert aus vier Durchgängen mit dem Aimpoint PRO lag die Gesamtzeit bei 2,79 Sekunden.
Mit Eisenvisierung bei 2,99 Sekunden.
Der erste Schuss brach im Schnitt bei 0,9 Sekunden (Aimpoint) bzw. bei 0,91 Sekunden (Eisenvisier).
Die Zeit für die kritische Bewegung zwischen Schuss 5 und 6 lag mit dem Aimpoint bei 0,54 Sekunden. Mit Eisenvisier bei 0,58.

Das Schießen von einer einzigen Standardübung ist sicher nicht repräsentativ. Es zeigt aber, dass ein geübter Schütze, der eine Eisenvisierung beherrscht, keinen signifikanten Zeitvorteil durch das Nutzen einer Rotpunktoptik erreichen kann.
Das subjektive Empfinden während der Schussabgabe spricht allerdings eindeutig für die Verwendung eines Red Dot. Die Zielerfassung wird wesentlich einfacher. Bei jedem Schuss das Korn zu fokussieren, ist anstrengend und erfordert mehr Übung.


Plus acht saubere Durchgänge 5/1 Drill


"Klick"
Bei einem Durchgang gab es eine weitere Störung. Eine Patrone wurde nicht zugeführt. Störungstyp I – Patronenlager leer. Obwohl das Magazin korrekt eingerastet war.

Schließhilfe
Ein Mangel, der sich schon zu Beginn des Tests gezeigt hat, ist die nicht korrekt funktionierende Schließhilfe (forward assist). Diese versagt auf den letzten Millimetern ihren Dienst. Es ist nicht möglich, den Verschluss manuell in die Verrieglung zu drücken.

Aimpoint PRO
Das Aimpoint PRO ist eine der neusten Entwicklungen des Schwedischen Herstellers. Im Grunde handelt es sich um ein Upgrade des CompM3.
Das PRO wird inklusive einer Montage geliefert, die zur Aufnahme auf allen M1913 MilSpec Picatinnyschienen vorgesehen ist. Die Optik kann mit oder ohne „Spacer“ montiert werden. Ohne Spacer erzeugt das Aimpoint PRO bei AR-15 Systemen den sog. Co-Witness.
Der Rotpunkt hat eine Größe von 2 MOA. Seine Helligkeit kann über 6 Stufen reguliert werden. Darüber hinaus stehen 4 Stufen als Nachtsichtoption zur Verfügung.
Das PRO verfügt über die hauseigene Advanced Circuit Efficiency Technology (ACET), welche den Energieverbrauch der Leuchtpunktoptik drastisch senkt. Die Lebensdauer der 3V Lithium Batterie (Type 2L76 oder DL1/3N) wird vom Hersteller mit 30.000 Stunden angegeben. Was etwa 3 Jahren Dauerbetrieb entspricht.
Der Rohrkörper hat 30 mm Durchmesser. Das Gesamtgewicht mit Montage beträgt lediglich 335 Gramm.







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Dienstag, 21. Februar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 06 und 07

Die SIG 516 wurde auf einem Gewehrkurs der Akademie 0/500 zum Vorschießen aller Übungen genutzt. …und machte wieder zweimal „klick“.


Gesamtschusszahl: 390

Störungen Typ I: 2
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 1

Verschleißteile: keine



Wenn das lauteste Geräusch ertönt, das es gibt, wenn man ein „Bumm“ erwartet, nämlich ein „Klick“, dann ist das ein sicheres Zeichen für einen Störungstyp I. Auch bekannt als „failure to fire“. Die Ursachen sind entweder ein Zündversager oder ein leeres Patronenlager. Das Patronenlager war in beiden Fällen aber keineswegs leer, sondern bestückt mit Munition der Marke GECO .223 Rem. Target 63 gr. (Die Standardmunition für unseren Test).

Während beim ersten „Klick“ die Patrone noch problemlos herausrepetiert werden konnte, musste bei Störung zwei mit dem Hinterschaft etwas Beschleunigung in Richtung Erdboden aufgebaut werden; bei gleichzeitigem Ziehen am Spannschieber. Anders ließ sich die Patrone nicht aus dem Lager entfernen. Die beiden Patronen selbst zeigten keine Beschädigungen. Beide Störungen traten innerhalb von fünf Schuss auf und innerhalb eines Magazins. Wobei man das Magazin als Ursache weitgehend ausschließen kann.

Die Waffe war zu diesem Zeitpunkt nicht übermäßig stark beansprucht. Sie war weder verschmutzt noch heiß. Sie sollte lediglich fünf Schuss aus dem Liegendanschlag abfeuern und fünf Schuss aus dem Kniendanschlag.
Auch die Umwelteinflüsse waren nicht extrem. Es herrschten etwa 5°C (Raumschießanlage).

Zündversager oder Waffenstörung?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von zwei Zündversagern quasi hinter einander bei Qualitätsmunition? Oder wurden die Störungen doch waffenbedingt hervorgerufen?
Die Zündhütchen beider Patronen zeigten einen Abdruck. Dieser war aber nicht so tief, wie bei gezündeten Patronen üblich. Beide Ladungen zündeten beim nächsten Abschlagversuch nachdem sie wieder aufmunitioniert worden waren.

Fazit

Waffenstörungen nerven. Wir warten ab, was Woche 08 bringt.


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Sonntag, 19. Februar 2012

OA-10 DMR von Oberland Defence

Pünktlich zur IWA wird die Oberland Defence GmbH einen neuen Selbstlader im Kaliber .308 Win. vorstellen. Der Gasdrucklader basiert auf dem direct impingement System.

Der 18“-Lauf besitzt eine Dralllänge von 1:11 und ein Mündungsgewinde der metrischen Größe 15/1. Ausgeliefert wird die Waffe mit einem 2-Kammer-Kompensator.

Die Picatinnyschiene auf dem Gehäuse ist durchgehend und ermöglicht somit die sinnvolle Montage optischer und optoelektronischer Zielhilfen.

Ist der 6-Positionen-Schiebeschaft ganz eingeschoben, beträgt die Länge der Waffe 94 cm. (102 cm bei ausgezogenem Schaft)

Das Gewicht der Waffe beträgt ohne Optik 4,3 kg. Beim Oberflächenfinish kann man zwischen schwarz oder dark earth brown wählen.

Leider wird diese Waffe nicht ihren Weg in den Privatmarkt finden. Nach Herstellerangaben wird sie ausschließlich für Behörden gefertigt.








General technical specification:
cal.: 7.62mmx51 / .308 Win.
operation: gas operation, rotating bolt, semi automatic
material: F53 aluminium hardcoat, F50 stainless steel
barrel: stainless steel, with flutings and cooling thread
barrel chamber: Match / CIP .308
barrel length: 457mm /18 inch
twist: 178mm /1-11 inch
total Length: 1020mm
total length, with collapsed Stock: 940mm
weight without magazine and access.: 4.3kg
magazine capacity: 20`rd
top rail receiver: MilStd1913, Picatinny
4-rail handguard: MilStd1913, Picatinny
trigger system: semi automatic two stage match trigger
dustcover: yes, opens automatically
brass deflector: yes
muzzle device: 2-chamber compensator, metric 15/1 thread
grip: ergonomic rubber
stock: adjustable stock (6 positions), heavy buffer, rubber-butt-plate:

Further details:
- Adjustable gas block with / without silencer
- long Picatinny rail connecting upper receiver and handguard
- integrated flip-up rear sight and front sight
- Zeiss Hensoldt 4-16x56, Mildot reticle illuminated, first focal plane, Cover for Scope
- Scope mount, quick-detach for 34mm-tube scope
- High quality bolt carrier group with heavy carrier
- Heavy buffer – H3
- Easily operated trigger guard
- Ambi Safety-Lever – 45°
- Big charging handle (gas deflecting), with big latch
- Gun finish in black or coated in dark earth brown

Accessories & Sling:
- 5x 20rd Magazine, OA-Mag with chrome silicone spring, Dust Cover and Indication Window
- Operating Instruction in English or German.

Kontakt: http://www.oberland-defence.com/

Mittwoch, 8. Februar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 03 bis 05

Witterungsbedingt und aufgrund knapper Zeit konnte die SIG 516 in den vergangenen zwei Wochen nicht die Übungen absolvieren, die eigentlich vorgesehen waren.
Die Zuschriften zum Langzeittest waren jedoch sehr zahlreich. Eine zentrale Frage dabei dreht sich immer wieder um die optimale Dralllänge für das Kaliber .223 Rem.



Dieses Thema wird in Anwenderkreisen kontrovers diskutiert und mitunter auch missverstanden. Die Behauptung, dass eine Dralllänge von 10“ für .223er Büchsen „unbrauchbar“ sei, ist schlichtweg falsch und wohl eher eine Internetlegende.

Richtig ist, dass es beim Kaliber .223 Rem. einen „grünen“ Bereich gibt. Sozusagen einen Allroundbereich. Dieser Bereich kann auf die Dralllängen von 10“ bis 7“ ausgedehnt werden und auf die Geschossgewichte von 55 gr. bis zu 69 gr.
Das bedeutet, alle Geschossgewichte aus diesem Spektrum können aus Waffen mit Dralllängen von 10“ bis 7“ ohne Nachteile verschossen werden.

Greift der Anwender zu Geschossgewichten schwerer als 69 gr., sind die Projektile meist auch länger. Dadurch werden zur besseren Stabilisierung kürzere Dralllängen (bspw. 7“) erforderlich. Hingegen besteht bei relativ leichten Geschossen mit weniger als 55 gr. oder 52 gr. in Verbindung mit kurzen Dralllängen die Gefahr einer Deformation oder gar Fragmentierung. Diese Faustregel darf aber nicht als lineare Funktion missverstanden werden, wonach jeder Geschossgewichtserhöhung auch eine Reduzierung der Dralllänge folgen muss.

Als Beispiel hierfür steht das Schweizer Sturmgewehr 90 mit seiner Dralllänge von 10“ aus dem die Militärpatrone GP90 mit einem Gewicht von 63 gr. sehr erfolgreich verschossen wird.
In der Kaliberklasse .223 Rem. muss man sich nur tiefere Gedanken zur Dralllänge machen, wenn feststeht, dass sehr schwere Geschosse (70 gr. und darüber) Verwendung finden werden.

Die SIG 516 besitzt einen 10“ Drall. Im Test verwenden wir hauptsächlich die GECO Patrone .223 Rem. mit einem 63 gr. Geschoss. Präzisionsverluste waren bisher nicht feststellbar.




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Dienstag, 31. Januar 2012

Die Waffenkultur – Ausgabe 02 (Januar/Februar 2012)

Das Jahr 2012 hatte mit der SHOT Show in Las Vegas aus waffenkultureller Sicht einen grandiosen Auftakt. Nach Angaben der National Shooting Sports Foundation, dem Veranstalter der SHOT, brach die diesjährige Messe alle Rekorde. Mehr als 61.000 Besucher darunter fast 2.500 Medienvertreter sowie Aussteller aus 100 Ländern gaben sich ein Stelldichein auf der größten Waffenmesse weltweit.

Die Stimmung in der Szene ist ausgesprochen gut und optimistisch. Mit einem Jahresgesamtumsatz von 4.000.000.000 USD ist die Waffen-, Zubehör- und Ausbildungsbranche ein heller Lichtschein in der sonst eher depressiven US-Wirtschaft. Bleibt zu hoffen, dass die Welle des Optimismus aus Übersee im März bis auf die IWA schwappt und sich die deutsche Leitmesse stark und selbstbewusst präsentieren wird.



Ausgabe 02 (Januar/Februar 2012)


Die Januar/Februar Ausgabe hat folgenden Inhalt:

- Nachtschicht: Der Night-Fighter Kurs mit Kyle Lamb
- SHOT Show 2012 in Las Vegas
- Larry Vickers im Interview
- Die SIG 516 Patrol in .223 Rem.
- Die Springfield Armory M1A National Match
- Die Seitengewehre der NVA der DDR
- Das Militärhistorische Museum in Dresden
- SureFire M3LT CombatLight
- Recht: Kommt ein Verbot „militärischer“ Halbautomaten?
- Buchempfehlungen: „Kriegs-Kultur“ und „Deep Survival“



Zum .pdf-Download: http://waffenkultur.com/



Oder über das Portal: www.waffenkultur.com

Sonntag, 15. Januar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 02

Die SIG 516 hatte ihren ersten Auftritt auf dem Schießstand. Die Waffe wurde eingeschossen und absolvierte zwei Standardübungen aus dem Programm von Kyle Lamb. Und erlebte ihre erste Störung.


Gesamtschusszahl: 240

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 1

Verschleißteile: keine



Einschießen
Beim ersten Ausflug auf den Schießstand wurde die SIG 516 nur mit offener Visierung geschossen. Die werksseitig mitgelieferte Klappvisierung A.R.M.S. #71 aus Polymerkunststoff wurde gegen ein Aluminium Flip-Up Korn von Samson (Bezugsquelle: Oberland Arms) ausgetauscht. Beim Einschießen von AR-15 Systemen wird die Höhenanpassung grundsätzlich am Korn vorgenommen. Ein Klick im Uhrzeigersinn, also eine Viertel Drehung am Korn, verlagert den Treffpunkt auf 100 Meter um 8,3 mm nach oben.

Als Kimme wird eine MaTech Lochkimme mit einer Haltepunktanpassung bis zu 600 Meter verwendet. Die MaTech besitzt eine Seitenrastung von ½ MOA; das heißt 15 mm auf 100 Meter. Eine Rechtsdrehung bewirkt hier eine Treffpunktverschiebung nach rechts.
Folgt man der Gebrauchsanweisung, muss der Hebel zur Höhenjustierung auf dem Strich zwischen der 300 und 400 Markierung stehen, wenn das AR-15 auf 25 Meter Fleck angeschossen wird.

Nach Montage der Visiereinrichtung waren nur minimale Verstellarbeiten notwendig. Was auf sehr präzise gefräste Picatinnyrails schließen lässt.





„400“
Eine Schießübung aus dem Programm von Kyle Lamb ist der „Test 400“. Begonnen wird auf 100 Meter aus liegender Position mit zehn Schuss, dann von 75 Meter aus sitzender Position mit zehn Schuss, gefolgt aus 50 Meter zehn Schuss kniend und schließlich aus 25 Meter zehn Schuss stehend. Am Ende sollten 40 Treffer auf der Scheibe sein. Diese Übung bietet dem Schützen die Möglichkeit, vier wichtige Schießpositionen sinnvoll zu üben. Gesucht ist dabei nicht ein Loch-in-Loch Streukreis, sondern eine Gesamtgruppe, die sich im vorgegebenen Zielmedium befindet. Der Schütze sollte die Übung so schnell wie möglich absolvieren. Außerdem zeigt sich hier mitunter, dass es einen Unterschied zwischen einem „statischen Zero“ (also dem Einschießen der Waffe vom Sandsack aus) gibt und einem realen „Zero“, welcher sich beim Nutzen diverser anderer Schießpositionen zeigt.





½ & ½ Drill
Beim ½ & ½ Drill wird aus drei Entfernungen geschossen: 20 Meter / 10 Meter / 5 Meter. Jeweils zehn Schuss. Die Vorgabezeit halbiert sich genau so, wie die Entfernung. Soll heißen: Bei 20 Meter stehen 10 Sekunden zur Verfügung, bei 10 Meter noch 5 Sekunden und bei 5 Meter lediglich 2,5 Sekunden, um die jeweils zehn Schuss ins Ziel zu bringen.
Das Zielmedium kann die A- oder C-Zone einer IPSC-Scheibe oder eine vergleichbar große Fläche sein. Kyle Lamb macht hier keine genauen Vorgaben. Die Box unserer Scheibe entspricht etwa der A-Zone von Lamb.




Die Störung
Beim ½ & ½ Drill erlebte die SIG 516 auch ihre erste Störung. Klassifizieren könnte man die als Zuführstörung: Der Verschluss / die Verschlussfeder waren nicht stark genug, die Patrone aus dem Magazin ins Patronenlager zu drücken. Es war kein Double-Feed (Typ III) und auch keine Auswurfstörung (Typ II). Am ehesten ließe sich die aufgetretene Störung als Typ IV klassifizieren.
Die Ursache konnte nicht vollends geklärt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war sie jedoch magazinbedingt. Das Magazin wurde gekennzeichnet und steht unter Beobachtung.
Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass die Schließfeder in der Tat zu schwach ist.





Fazit
Die SIG 516 ist eine sauber verarbeitete Waffe mit einem präzise funktionierenden (wenn auch relativ harten) Abzug. Das Abzugsgewicht von 3,9 kg steht schnellen Schussfolgen jedoch nicht im Weg.


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Freitag, 6. Januar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 01

Die SIG 516 war eine der großen Neuheiten auf der IWA 2011. Seit letztem Sommer ist sie erhältlich. Das Besondere an diesem AR-15 von SIG Sauer ist das Kurzhubgassystem. Im Gegensatz zum traditionellen Stoner-System werden hier keine Pulvergase in den Verschluss geleitet.



direct gas impingement
Alle AR-15 Selbstladegewehre haben ihren Ursprung im so genannten Stoner-System. Eugen Stoner, US-amerikanischer Waffenkonstrukteur, entwickelte in den 1950er Jahren das „direct gas impingement“ System weiter. Diese Art den Nachladevorgang einer automatischen Waffe in Gang zu setzen, basiert auf einer Gasentnahmebohrung im Lauf und der Weiterleitung der Gase über ein Gasrohr auf den Verschlussträger. Dort verrichten die Pulvergase ihre Arbeit, indem sie den Verschlussträger über die Entriegelungssteuerkurve zurückschleudern. Die Entwicklung Stoners wurde in den 1960er Jahren unter der Bezeichnung M16 als Standardwaffe bei den US-amerikanischen Streitkräften eingeführt. Stoner war keineswegs Erfinder dieses Systems, er hat es nur weiterentwickelt. Bereits im Jahr 1942 führte die schwedische Armee das Ljungman-Selbstladegewehr AG-42B ein, welches nach demselben Prinzip funktionierte. Auch bei den französischen MAS-49 Selbstladern werden die Gase direkt auf den Verschluss geleitet. Die Vorteile dieses kolbenlosen Systems liegen im geringeren Waffengesamtgewicht und insbesondere bei der geringeren bewegten Masse in der Waffe während des Schusses. Als Nachteil wird von Kritikern gern der höhere Verschmutzungsgrad angeführt, der durch die Ablagerung von Pulverschmauch im Verschluss entsteht.




Gaskolbensystem
Neben dem „direct gas impingement“ System kennt der Waffenbau bei Gasdruckladern noch das Gaskolbensystem. Bekannte Waffenmodelle, die mit diesem System arbeiten sind beispielsweise das amerikanische M1 Garand, die Kalaschnikow AK-47, AKM und ihre Varianten und das Schweizer Sturmgewehr 90 bzw. die Baureihe SIG 550 aber auch das G36 der Bundeswehr. Bei diesem System werden die Pulvergase nicht bis in den Verschlussträger geleitet, sondern auf einen Kolben (auch Piston genannt). Der Kolben drückt über ein Gestänge auf den Verschlussträger. Die SIG 516 ist ein „short stroke“ System. Hierbei läuft der Kolben nicht über die volle Länge des Verschlussweges zurück. Der deutsche Fachbegriff Kurzhubgasdrucklader bezeichnet das „short stroke“ System sehr treffend.
Die Verschmutzung entsteht beim Gaskolbensystem weniger im Verschluss, dafür aber im Arbeitsbereich des Kolbens. Diese Stelle sollte gelegentlich einer Reinigung unterzogen werden.






Gasventil
Das Gasventil der SIG 516 ist verstellbar und arbeitet in vier Positionen.
Position 1 (Ventilkopf steht senkrecht) ist normaler Betrieb.
Position 2 (folgende Stellung gegen den Uhrzeigersinn bei Draufsicht) kann bei starker Verschmutzung der Waffe verwendet werden. Hierbei wird eine größere Menge Gas gegen den Kolben freigegeben. Der Hersteller warnt aber bei Dauergebrauch in Pos. 2 vor höherem Verschleiß der Waffe und rät zu einer Reinigung.
Position 3 (weiter gegen den Uhrzeigersinn) steht für „Suppressed“; also die Verwendung mit Schalldämpfer. Der Ladevorgang wird durch einen reduzierten Gasdruck an den Schalldämpferbetrieb angepasst.
Position 4 (Drehung aus Pos. 1 im Uhrzeigersinn, Ventilkopf steht waagerecht) verschließt das Gassystem. Die Waffe funktioniert als Einzelschusswaffe ohne Verschlussbewegung.

Zerlegen
Das Zerlegen des Gassystems ist denkbar einfach. Aus Pos. 4 heraus wird das Ventil weiter in Richtung Uhrzeigersinn gedreht (bei Draufsicht), bis es entriegelt. Das Ventil mit Gestänge und Feder kann jetzt nach vorn aus der Waffe entnommen werden. Zerlegearbeiten am Handschutz sind dazu nicht erforderlich. Der Einbau ist ebenso unkompliziert. Das Gestänge besitzt im unteren Bereich, auf sechs Uhr, eine Aussparung. Nur in dieser Weise passt der Piston wieder in die Waffe.




A3-Gehäuse und Visierung
Im Gegensatz zu einem A2-Gehäuse, bei dem die hintere Visiereinrichtung fest mit dem Gehäuse verbunden ist, besitzt die SIG 516 ein A3-Gehäuse. Diese Modellvariante wird auch als „Flattop-Receiver“ bezeichnet. Auf der MIL-Standard-1913-Picatinnyschiene können mühelos andere Zielvorrichtungen angebracht werden. Im Lower Receiver befindet sich ein kleiner Pin. Dieses federnd gelagerte Druckstück hat die Aufgabe, das Spiel aus dem Obergehäuse (Upper Receiver) und dem Griffstück (Lower Receiver) zu nehmen. Die Waffe wird dadurch steifer.

Im Lieferumfang enthalten sind Klappkimme und -korn des Typs A.R.M.S. #71. Diese sind aus widerstandsfähigem Polymer gefertigt. Der Hersteller empfiehlt dennoch, das Korn nicht direkt über der Gasentnahme zu montieren. Es könnte durch die Hitzentwicklung seinen Aggregatszustand ändern und unbrauchbar werden. Wird das Korn nach hinten versetzt auf dem Handschutz montiert, beträgt die Visierlinie gerade noch 31 cm. Gegenüber einem vergleichbaren AR-15 mit 16“-Lauf und mid-length-Gasabnahme, opfert der Anwender mindestens 10 cm Visierlinie. Natürlich spielt dieser Umstand keine tragende Rolle, wird die SIG mit einem Schmidt & Bender Short Dot oder einem Aimpoint ausgestattet. Unterstellt man aber, dass jedes Gewehr eine funktionierende Notvisierung haben sollte, mit der zumindest 300 m überbrückt werden können, sind 31 cm nicht viel.




Wir entschieden uns dazu, die offene Visierung komplett auszutauschen und gegen ein Klappkorn von Samson zu ersetzen. Das Aluminiumbauteil ist weniger hitzeanfällig und kann direkt auf dem Gasblock montiert werden. Die Visierlinienlänge wächst dadurch auf 35 cm. Außerdem verwenden wir die Klappkimme von MATECH mit einer Haltepunktanpassung bis zu 600 Meter.
Ein gelegentlicher Austausch der Visiereinrichtungen wird die einzige Modifikation sein, welche die SIG 516 im Langzeittest erfahren wird. Ansonsten bleibt die Waffe, wie aus der Verpackung entnommen.




Lauf und Verschluss
Die Lauflänge beträgt 42 cm, wodurch die Waffe auch für bundesrepublikanische Sportschützen erwerbbar wird. Es gibt zwei Dralllängen. Die Version 1:7 ist nur für Export bzw. militärische Aufträge vorgesehen. Die Zivilversion besitzt einen Drall 1:10. Mit dieser Dralllänge sollte die Waffe sowohl mit 55 gr. als auch mit Geschossen bis 69 gr. gut zurechtkommen. Der A2-Feuerdämpfer sitzt auf einem Gewinde der Größe ½ x 28 TPI und ist gegen einen Schalldämpfer austauschbar.

Der Lauf ist als Freischwinger konzipiert, was der Präzision zu Gute kommt.
Was beim Zerlegen der Waffe sofort auffällt, ist die Haptik des Verschlussträgers. SIG Sauer arbeitet hier mit einer Beschichtung namens DLC. DLC steht für diamond-like Carbon und ist eine Beschichtung mit besonders reibungs- und verschleißmindernden Eigenschaften.
Der komplette Verschlussträger wiegt 310 Gramm. Das sind 5 Gramm weniger als der Standardverschluss eines XR-15.

Ausstattungspaket
Die SIG 516 wird in einem hochwertigen Ausstattungspaket geliefert, welches für ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis sorgt. Geliefert wird die Waffe in einem verschließbaren Hartschalenkoffer, indem zwei Gewehre bis zu 114 cm Gesamtlänge transportiert werden könnten. Waffenreinigungsset mit zerlegbarem Putzstock und ein 20-Schuss-GMAG-Magazin mit Limiter für 10 Schuss sind ebenfalls dabei.
Das beiliegende Schussbild verspricht auf 100 Meter eine Gruppe von 18 mm. Angeschossen wurde die Waffe vom Werk mit der GECO Target in 55 gr.
Darüber hinaus befindet sich wie schon erwähnt die A.R.M.S. Klappvisierung des Typs #71 mit im Paket. Diese erzeugt Co-Witness mit den gängigen Leuchtpunktzielgeräten von Aimpoint, Trijicon oder EO Tech.
Die SIG 516 besitzt ein MagPul MOE-Griffstück und den MagPul MOE-6-Positionen-Schiebeschaft.

Fazit
Wenn ein Schwergewicht wie SIG Sauer einen Selbstlader anbietet, hat das langfristig vor allem einen positiven Effekt für die Anwender. Mit den Verkaufserfolgen der SIG 516 sollte die Unternehmensleitung bei SIG Sauer auch erkennen, wie wichtig der Privatmarkt ist. Und dass es in der heutigen Zeit nahezu unerlässlich ist, massive Lobbyarbeit zu betreiben. Wir, die „Selbstladerfraktion“, kaufen diese Waffen gern. Am liebsten von jedem Hersteller ein Modell. Für uns würde mit Verboten oder Restriktionen ein großes Stück Waffenkultur wegbrechen.


Technische Daten
Modell: SIG 516 Patrol
Hersteller: SIG Sauer GmbH; Eckernförde, BRD
Waffenart: Selbstladebüchse (Kurzhubgasdrucklader mit Drehverschluss)
Kaliber: .223 Rem
Lauflänge: 42 cm
Drall: 1:10“, rechts
Magazinkapazität: 10 Schuss und alle gängigen Magazine
Visierung: Offene Visierung mit Klappkimme und Klappkorn
Visierlinie: 31 cm / 35 cm
Abzugsgewicht (bei Testbeginn): 3.900 g
Gesamtlänge: 84 bis 92 cm
Gewicht: 3,475 kg
Preis: 2.100 Euro

Mehr dazu ab 30. Januar 2012 auf waffenkultur.com


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Montag, 2. Januar 2012

Neujahr

2011 ist vorüber. Ich möchte allen Lesern dieser Seite, allen Lesern der WAFFENKULTUR und allen Kursteilnehmern von Akademie 0/500 ein gutes Jahr 2012 wünschen.

Unser Open Source Magazin WAFFENKULTUR wurde am Markt sehr gut angenommen. Wir werden versuchen, in diesem Jahr noch eine Schippe drauf zu legen.

Beginnend mit der Kalenderwoche 01 werden wir den neuen Kurzhubgasdrucklader aus dem Hause SIG Sauer einem Langzeittest unterziehen. Die SIG 516 wird uns auf Trainingssitzungen und zu Schießkursen begleiten. Wir werden die Gesamtschusszahl dokumentieren, aber auch etwaige Störungen bzw. verschlissene Bauteile. Dieser Langzeittest vollzieht sich unabhängig; soll heißen ohne Einfluss des Herstellers, da die SIG 516 käuflich erworben wurde.

Kursteilnehmern unserer Gewehrkurse steht die SIG 516 als Leihwaffe zur Verfügung. Wahlweise kann die Waffe mit einer Leuchtpunktoptik von Aimpoint (Comp M4s oder Aimpoint PRO) ausgestattet werden.

An dieser Stelle geht besonderer Dank an alle Kursteilnehmer der Akademie 0/500. Ihr habt das Jahr 2011 zum erfolgreichsten Jahr bisher werden lassen. Manche Kurse waren mehrere Monate vorab ausgebucht. Der Erfolg lässt sich aber nicht nur an Teilnehmerzahlen messen.
Auch das hohe Niveau an Lernbereitschaft und Handhabungssicherheit im Umgang mit Schusswaffen, was durch Privatwaffenbesitzer an den Tag gelegt wurde, ist beispielhaft. Das ist gelebte Waffenkultur. Mein Eindruck, dass Privatwaffenbesitzer ein überdurchschnittliches Maß an Eigenverantwortung besitzen, hat sich erhärtet (und stand nie in Frage).

In 2012 werden wir mit Akademie 0/500 einige der Kooperationen umsetzen und verfestigen, über die wir schon berichtet haben. Im April laufen die ersten Kurse mit NDS in der Schweiz. Diese beiden Tage waren ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht. Weitere Kurse mit NDS werden im zweiten Halbjahr folgen. Wir arbeiten daran, in 2012 mindestens einen US-amerikanischen Trainer in die Bundesrepublik zu holen.

Vorsätze für 2012?
Nicht mehr so viel mit den Jungs draußen rumhängen…




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