Dienstag, 21. Januar 2025

SHOT Show 2025: Mossberg

 

(Fotos: Mossberg)


Mossberg 590RM Mag-Fed: Und fertig ist das AR-15
im Kaliber 12/76 mit einem 10-Schuss Magazin

Mossberg 590RM Mag-Fed
Der legendäre US-amerikanische Flintenhersteller Mossberg hat seine Magazin-unterstützten Repetierflinten gründlich überarbeitet. Eine weitere Neuerung in der 590RM Serie ist die mit dem Daumen zu bedienende Flügelsicherung, wie sie von AR-15 Gewehren her bekannt ist. Mossberg verlässt damit den Weg der Schiebesicherung auf dem Systemkasten; bleibt aber mit den Rotary Safety Selector Shotguns gleichwohl ambitexter in der Bedienbarkeit.



Die AR-15 ähnliche Sicherung führt in logischer Konsequenz zu einem AR-15 Griffstück an der Waffe sowie zu einem M4-Schiebeschaft und einer Picatinny-Schiene auf dem Systemgehäuse, welcher zur Aufnahme von AR-typischen Visiereinrichtungen geeignet ist. Und fertig ist das AR-15 im Kaliber 12/76 mit einem 10-Schuss Magazin.
Weitere Besonderheiten an der Waffe sind der serienmäßig verbaute Hitzeschild über dem 18,5 Zoll Lauf sowie das optionale Stand-Off Device an der Mündung, welches bei der Notwendigkeit einer aufgesetzten Schussabgabe die Laufmündung vor Beschädigungen schützt.
Welche Abmessungen das massive 10-Schuss Magazin im Kaliber 12 hat, lässt sich auf Bildern nur erahnen. In der Realität dürfte es so groß sein, wie ein Unterarm. Was die Frage nach geeigneten Magazintaschen aufkommen lässt.

Das massive 10-Schuss Magazin im Kaliber 12 lässt
die Frage nach geeigneten Magazintaschen aufkommen


Mossberg 590R
Neben der Magazin-gefütterten Mossberg 590RM Mag-Fed bleibt das klassische Röhrenmagazin auch weiterhin lieferbar. Die ebenfalls neue Modellreihe 590R besitzt alle Merkmale der 590RM, hat aber nach wie vor ein sechs plus eins Röhrenmagazin.
Die Hinwendung zu einer AR-15 typischen Bedienbarkeit, dürfte nicht nur im US-amerikanischen Markt auf Wohlwollen stoßen. Die gesamte Waffenhandhabung an den neuen Mossberg-Flinten muss nicht von Grund auf neu erlernt werden, wenn schon eine AR-15 Grundausbildung durchlaufen wurde. Anbauteile, wie z.B. Trageriemen und deren Nutzung, können jetzt eins zu eins an der Repetierflinte übernommen werden und führen zu Synergien.

Mit den Rotary Safety Selector Shotguns bleibt
Mossberg ambitexter und nähert sich in der
Bedienbarkeit an das AR-15 System an

Auch AR-15 typische Anbauteile, wie Trageriemen oder
Visiereinrichtungen sind für die 590R / 590RM Flintenserie
gut nutzbar. Im Bild die Mossberg 590R ohne Stand-Off Device


Mossberg 940® Pro Tactical SPX
Mit der 940® Pro Tactical will sich Mossberg Marktanteile im Selbstladeflintenbereich zurückholen. Die Selbstladeflinte kommt wahlweise mit einem 8-Schuss oder 5-Schuss Röhrenmagazin. Der Systemkasten ist „Optic-Ready“ für Leuchtpunktvisiere mit einer RMSc-Grundplatte. Im Lieferumfang inkludiert sind Adapterplatte für weitere LPV; so z.B. RMR, Docter oder Leupold.
Die werksseitig vormontierte Version Holosun Micro Dot Combo wird mit einem Holosun HS407K ausgeliefert. In der Standardausführung besitzt die Mossberg ein Ghost-Ring Visier.

Der Verkaufspreis der neuen Mossberg 940® Pro Tactical
startet bei 1.190 US-Dollar

Die 940 Pro Tactical kommt mit zwei Quick Detach Aufnahmen zur Trageriemenbefestigung.
An der linken Waffenseite ist serienmäßig ein 6-Schuss-Patronenhalter des Herstellers Vang Comp® verbaut. Bei dieser Version lassen sich die Patronenschlaufen per Klett befestigen. Ist der Munitionsvorrat aufgebraucht, lässt sich schnell ein neuer 6-Schuss-Klett am Systemkasten befestigen.

Der Systemkasten ist „Optic-Ready“ für
Leuchtpunktvisiere mit einer RMSc-Grundplatte

Das Gasdruck-System des Selbstladers soll nach Herstellerangabe jetzt noch sauberer arbeiten, was die erforderlichen Reinigungsintervalle etwas ausdehnt.
Die Schaftlänge kann durch Schaftkappen unterschiedlicher Stärke individuell auf den Anwender angepasst werden. Der Verkaufspreis liegt bei 1.246 US-Dollar und bei 1.371 US-Dollar für das Combo-Modell mit Holosun HS407K

Die Waffe kommt mit mehreren Quick Detach Punkten
und vergrößerten Bedienelementen

 

An der linken Waffenseite ist serienmäßig ein
6-Schuss-Patronenhalter des Herstellers Vang Comp® verbaut





Mehr dazu in Waffenkultur Nr. 80 ab dem 30. Januar 2025



Montag, 20. Januar 2025

SHOT Show 2025: Ruger

 

(Fotos: Ruger)

Die RXM ist eine Kooperation
zwischen Ruger und MagPul


Kein Jahr ohne Neuheiten von Ruger. Das Innovationspotential des US-amerikanischen Branchenprimus ist durchaus beachtenswert. Darüber hinaus versteht es Ruger, für US-Verhältnisse, auf einem überdurchschnittlichen Qualitätsniveau zu fertigen und die Produkte zu einem unschlagbar günstigen Endkundenpreis anzubieten.

Das Griffstück wird derzeit im Farbton
MagPul Stealth Gray ausgeliefert


RXM
Das neuste Kind in der Pistolenfamilie ist eine Kooperation zwischen Ruger und MagPul mit der Bezeichnung RXM („Ruger Crosses MagPul“). Während Ruger alle Metallteile fertigt, kommt das Griffstück vom Plaste-und-Elaste-Spezialisten MagPul. Eine Besonderheit der Pistole ist, dass etwa achtzig Prozent aller Bauteile, mit denen einer Glock der Gen. 3 kompatibel sind. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Griffstück nach ersten Nutzererfahrungen über eine außerordentlich gute Haptik verfügen soll. Die RXM ist für das Kaliber 9x19 Para ausgelegt.
Konstruktiv besitzt das Griffstück keine Seriennummer. Die Seriennummer sitzt, ähnlich wie bei den Pistolenmodellen der SIG P250 / P320 Reihe, in der Abzugseinheit (Fire Control Insert - FCI). Damit ist das Griffstück kein wesentliches Waffenteil mehr und kann beliebig ausgetauscht werden.

Alte Bekannte: Etwa achtzig Prozent der Bauteile
sind Glock Gen. 3 kompatibel. Die Abzugseinheit
trägt die Seriennummer – nicht das Griffstück


Das Griffstück wird derzeit im Farbton MagPul Stealth Gray ausgeliefert. Es besitzt die so genannte MagPul ¾-Scale-TSP Textur.
Der Verschluss (Direct Mount Optic Cut Slide) ist für die Aufnahme verschiedener LPV-Zielhilfen vorbereitet. Ab Werk sind Schnittstellen zu mehreren Herstellern vorbereitet; so z.B. für die LPV-Modelle RMR, Delta Point Pro (DPP) sowie RMSc. Die Kimme-Korn-Visierung ist ab Werk erhöht und bietet somit Co-Witness zu einigen LPV – nicht zu allen. Das Korn kommt mit einem Tritium-Einsatz.
Im Lieferumfang sind zwei Stück PMAG-Magazine mit einer Kapazität von fünfzehn Patronen enthalten. Die originalen Glock Magazine sollen nach Herstellerangaben auch kompatibel sein.
Die Pistole wiegt etwa 700 Gramm und wird in den USA zu einem unschlagbar günstigen Ladenpreis von 499 US-Dollar angeboten.
Die Eigenschaften, die von der RXM ab Werk mitgebracht werden, erzeugen beim Anwender einen Zusatznutzen und lassen die Pistole zu einer wirklichen SHOT-2025-Neuheit werden.

Die RPR kommt in ihrer Generation 3 mit einigen
Detailverbesserungen, die vor allem am Hinterschaft
und an der Mündungskomponenten zu finden sind


Ruger Precision Rifle (Gen. 3)
Das Konzept der Ruger Precision Rifle ist eine Erfolgsgeschichte, die im Jahr 2015 begann. Seit 2016 ist das Gewehr in einer verbesserten Gen. 2 lieferbar. Mit der SHOT Show 2025 stellt Ruger eine komplett überarbeitete neue Version der RPR vor. Vor allem sei dabei das langjährige Feedback unzähliger Anwender berücksichtig worden und mit in die Neuerungen eingeflossen.
Überarbeitet wurde beispielsweise die Konstruktion des Hinterschaftes. Die Verstellmöglichkeiten in Länge und Höhe wurden augenscheinlich etwas nutzerfreundlicher gestaltet.

Das Schaftsystem wurde augenscheinlich
etwas anwenderfreundlicher gestaltet


Der Lauf besitzt jetzt eine Heavy-Contour mit fast zweiundzwanzig Millimeter Durchmesser an der Mündung. Die Mündungsbremse wurde neu konstruiert. Sie produziert jetzt weniger Rückstoß und auch weniger seitlichen Mündungsdruck.
Auf Wunsch wird die Waffe auch mit einem so genannten „Barricade Stop“ am Magazinschacht ausgeliefert. Dieses Anbauteil soll den schnellen und improvisierten Anschlag an einer Barrikade verbessern.
Das Gewehr wird, entgegen zur bisherigen Verkaufspraxis, nicht nur in schwarz, sondern auch in den Farbtönen Coyote und Battle Ship Grau lieferbar sein. Vorerst werden nur die Kaliber 6.5 Creedmoor und .308 Win. lieferbar sein. Alle anderen Kaliber bis hin zur 300PRC kommen in Folge.

Auf Wunsch wird die Waffe mit einem
so genannten „Barricade Stop“ geliefert


Ruger 10/22® Carbon Fiber
Der Kleinkaliber-Selbstlader Ruger 10/22® ist ein Dauerbrenner im Ruger-Sortiment. Es vergeht kaum ein Jahr, indem nicht ein Upgrade oder eine neue Variante vorgestellt wird.
Zur SHOT 2025 präsentiert Ruger eine Leichtbauvariante, die ebenfalls aus der Kooperation mit MagPul herrührt. Die Ruger 10/22® Carbon Fiber besitzt ein Lightweight-MagPul-Schaft System, den MOS X-22 Schaft, der ebenfalls so genannte MagPul ¾-Scale-TSP Textur besitzt.

Die Ruger 10/22® Carbon Fiber besitzt ein
Lightweight-MagPul-Schaft sowie
Carbon-ummantelten Lauf


Der Lauf ist Carbon-ummantelt, was dem .22-lfB-Gewehr ein Gesamtgewicht von gerade einmal 1,7 Kilogramm verleiht. Der Lauf ist 41 Zentimeter lang. Der Verkaufspreis in den USA soll bei 649 US-Dollar liegen.


Mehr dazu in Waffenkultur Nr. 80 ab dem 30. Januar 2025


Dienstag, 31. Dezember 2024

Ruger Precision Rifle in 300PRC (#04)

 

4 Tage Scharfschützenkurs November 2024

Gesamtschusszahl: 100 + 40 = 140


Verschossen wurde die Hornady-Standardlaborierung
ELD-Match mit dem 225 gr. Geschoss (#82162)


Die 300PRC trat zum zweiten Mal auf einer Scharfschützenbahn an.
Da die 300PRC nur selten vorbeischießt erhöhte sich Schussbelastung um lediglich 40 Schuss.
Die Waffe lieferte problemlos Erstschusstreffer auf 600- und 700-m-Ziele (Zielgröße 75 x 45 Zentimeter).
Der weiteste Treffer lag bei 1.060 Meter. Zielgröße hier: 35 x 35 Zentimeter. Bei 840 hPa waren dabei nur 90 Höhenklicks erforderlich. Der Treffer konnte mehrfach reproduziert werden.
Das Kaliber 300PRC erweist sich bisher als außerordentlich leistungsstark und wesentlich weniger windanfällig, als ein .308 Win. Zum Vergleich: Für einen adäquaten Treffer im Kaliber .308 Win. wären mindestens 60 Höhenklicks mehr erforderlich.




Montag, 30. Dezember 2024

Ruger Precision Rifle in 300PRC

 

Das Konzept der Ruger Precision Rifle ist eine Erfolgsgeschichte, die im Jahr 2015 begann. Seit 2016 ist das Gewehr in einer verbesserten Gen. 2 lieferbar. Derzeit gibt es die RPR in acht verschiedenen Kalibern. Wir haben die RPR im Kaliber 300PRC seit fast einem Jahr im Test. Die Ergebnisse sind beeindruckend

Die riesige Mündungsbremse arbeitet sehr ordentlich.
Die 300PRC schießt sich nicht wesentlich
unangenehmer, als eine .308 Win


Die Anschaffung der ersten Ruger Precision Rifle erfolgte im Jahr 2016. Die Waffe war zu dem Zeitpunkt schon eine verbesserte Gen. 2 und für das Kaliber .308 eingerichtet. Die RPR wurde in den vergangen neun Jahren mit unterschiedlichen Zielfernrohren bestückt und auf unzähligen Trainingssitzungen geschossen. Die Gesamtschusszahl beläuft sich momentan auf 1.760 Schuss .308 Win. Den weitesten Treffer generierte die .308 über 1.050 Meter, wofür 155 Höhenklicks erforderlich waren. Seit Beginn des Langzeittests erwies sich die Ruger als robuste, präzise und sehr angenehm zu schießende Waffe.
Die Gelegenheit, die Ruger Precision Rifle in einem wesentlich leistungsstärkeren Kaliber zu erwerben und zu testen, bot sich mit der Einführung der Waffe im Kaliber 300PRC (Modell 18083), welche etwa seit 2020 auf dem Europäischen Markt verfügbar war. Die Markteinführung erfolgte zeitgleich mit den Kalibervarianten für 300 Win Mag (Modell 18081) und für .338 Lapua Magnum (Modell 18080). Diese drei Modell bilden die derzeit leistungsstärksten Ruger Precision Rifle ab.



300PRC vs. .308 Win
Im direkten Vergleich zur 300PRC-kalibrierten Waffe erscheint das .308-Win-Modell wie ein Miniaturgewehr. Die 300PRC bringt insgesamt drei Kilogramm mehr auf die Waage. Allein der größere Verschluss, der durch das leistungsstarke Kaliber notwendig wird, wiegt mit 550 Gramm fast zweihundert Gramm mehr als bei der .308 Win.
Der Lauf ist fünfzehn Zentimeter länger und besitzt eine fast faustgroße Mündungsbremse mit zwei Kammern. Der Vorderschaft hat einen deutlich größeren Umfang und ist ebenfalls länger.

Es gibt keine speziellen 300PRC Magazinkörper. Im
Lieferumfang sind Magazine des Herstellers Accurate-Mag
der Kaliber 338LM und 300WM enthalten. Beide Magazinkörper
sind identisch und funktionieren im Test problemlos.
Die Angabe 3.850 ist die nutzbare Patronenlänge in Zoll

Kaliberbedingt ist der Verschluss größer dimensioniert.
Der 300PRC Verschluss wiegt 550 Gramm

Auch der Verschlusskopf ist größer. Er hat wesentlich
mehr Verriegelungsarbeit zu leisten, als im Kaliber .308 Win


Schwer aber auch vorteilhaft
Die gut achteinhalb Kilogramm, inklusive Optik und gefülltem Magazin möchte man nicht den ganzen Tag von einer Scharfschützenstellung in die nächste schleppen, besonders nicht, wenn es wie beim letzten Scharfschützenkurs, teils durch unwegsames Gelände permanent bergauf geht. Leichtere Gewehre bieten in diesem Punkt wohl einen Vorteil. Liegt man aber erst einmal in der Scharfschützenstellung, spielt die 300PRC all ihre Vorteile aus, der wegen sie angeschafft wurde: Große Reichweite. Hohe Ersttrefferwahrscheinlichkeit aufgrund geringerer Seitenwindanfälligkeit. Die Zufallsvariable „Wind“ hat bei einer 300PRC grds. weniger Einfluss, wodurch sich das Treffer-Ratio des Schützen allgemein erhöht, weil Fehler bei der Windlesefähigkeit des Schützen durch das Kaliber kompensiert werden. (siehe Waffenkultur Nr. 74)

Das Griffstück und die Sicherung sind nicht nur AR-typisch,
sondern auch identisch zu anderen RPR-Modellen


Rugers Baukasten-Prinzip
Sieht man von kaliberbedingt größer dimensionierten Bauteilen ab, sind viele Bauteile nach wie vor AR-typisch. Das Griffstück und die Sicherung sind nicht nur AR-typisch, sondern auch identisch zu anderen RPR-Modellen. Der in Höhe und Länge verstellbare Klappschaft ebenso. Eventuelle Tuningmaßnahmen sind unnötig. Weder der Klappschaft noch das Griffstück müssen gegen irgendwelche After-Market-Teile ausgetauscht werden. Auch der Abzug ab Werk ist völlig in Ordnung und bedarf keiner Überarbeitung.



Systemkasten und Repetierweg
Während eine .308 Win. mit zehn Zentimeter Repetierweg auskommt, benötigt die 300PRC 12,5 Zentimeter. Auf dem Systemkasten sitzt eine Picatinnyschiene mit 30 MOA Vorneigung; anstatt mit 20 MOA Vorneigung, wie bei dem RPR Modell im Kaliber .308 Win.

Die RPR kommt ab Werk mit einer Picatinny-Schiene von
30 MOA Vorneigung. ZF-Montage mit Vorneigung sind
daher nicht notwendig


Lauf
Der Lauf ist mit 26“ (66 Zentimeter) nicht nur länger, sondern auch wesentlich dicker (23 Millimeter). Er besitzt einen 1:9 Drall. Die Mündungsbremse arbeitet sehr zuverlässig für den Schützen. Die RPR schießt sich trotz des leistungsstarken Kalibers und den annähernd 6.000 Joule Mündungsenergie nicht wesentlich unangenehmer, als eine .308 Win. Selbst Schussabgaben im Stehendanschlag sind machbar. Die Lebensdauer eines Laufes in dieser Kalibergruppe wird üblicherweise mit eintausend Schuss ohne Präzisionsverluste veranschlagt.

Bestückt wurde die Ruger mit einem Kahles K624i und
einer Spuhr-Montage SP-4001C. Schon auf anderen
ZF-Gewehren hatte sich dieses Set-Up außerordentlich gut bewährt


Optik
Die Ruger wurde mit einem Kahles 6-24x56 bestückt. Als Bindeglied dient eine Spuhr-Blockmontage SP-4001C. Da die Picatinnyschiene der Waffe von Haus aus 30 MOA Vorneigung mitbringt, ist eine Blockmontage mit Vorneigung nicht erforderlich.

Schussleistung
Standardmäßig wurde die Ruger auf einhundert Meter eingeschossen. Ob eine Verlagerung der Fleckschussdistanz auf dreihundert Meter Vorteile für den Anwender bringt, soll perspektivisch auf einem weiteren Scharfschützenkurs getestet werden.
Ihren weitesten Treffer bisher erreichte die RPR 300PRC auf 1.300 Meter (Zielgröße 75 mal 45 Zentimeter). Wofür 115 Höhenklicks erforderlich waren.

Fazit
Wer sich nicht auf Super-Fancy-Costum-Built Geräte im Kaliber 300PRC einlassen möchte, der ist mit der grundsoliden Ruger Precision Rifle gut beraten. Darüber hinaus: Wird nach eintausend Schuss wirklich ein Lauftausch erforderlich, könnte man bspw. bei Lothar Walther anfragen.

Mehr dazu in Waffenkultur Nr. 78


Samstag, 21. Dezember 2024

21. Dezember: Sonnenwende

 

Sonne wendet /
Altes endet /
Neu beginnt der Pfad



Mit der Sonnenwende in der Nacht vom 21. zum 22. Dezember beginnt die Zeit zwischen den Jahren. Diese Zeit soll eine Zeit der Besinnung und Ruhe sein und eine Zeit des Kraftschöpfens, um den Herausforderungen des neuen Jahres gewachsen zu sein.
Ich wünsche allen 0/500-Teilnehmern und allen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit. 
 

Freitag, 20. Dezember 2024

Tikka T3x CTR in 6.5 Creedmoor (#06)

 

4 Tage Scharfschützenkurs November 2024

Gesamtschusszahl: 500 + 60 = 560
Davon mit SD: 0




Scharfschützenkurs im Sommer kann jeder. Im Winter bei Schneetreiben und Temperaturen deutlich unter Null ändern sich die Anforderungen schlagartig, was zu einer besonders hohen Lernkurve führt. Einfache Dinge und Abläufe, die bei milden Temperaturen als normal gelten, funktionieren auf einmal nicht mehr.

Ausrüstung
Im November-Kurs hatten Teilnehmer bspw. mit eingefrorenen Abzügen und Schlagbolzen umzugehen.
Der Zweitausend-Euro-Laserentfernungsmesser misst zuverlässig bis zur ersten Schneeflocke. Im Kurs waren das maximal dreißig Meter. Wenn das Ziel trotz Schneetreiben identifizierbar bleibt, ist eine Distanzbestimmung mit optoelektronischen Hilfsmitteln nicht mehr möglich. Das Einzige, was noch funktioniert ist das Oldschool-Entfernungsmessen mit Hilfe eines MilDot-Absehens. Vorausgesetzt der Schütze hat ein taugliches MilDot und ist im Umgang damit geschult.

Mindset
Frieren gehört dazu. Mal einen Vormittag oder einen Nachmittag lang in der Kälte zu liegen und darauf zu warten, dass ein Ziel im Schneetreiben für ein kurzes Zeitfenster zu sehen ist, ist eine gute Schulung für das sog. „Mindset“ – von dem alle immer reden, solange es kuschlig warm ist...
Jeder will Scharfschütze sein, bis es darum geht, Scharfschützenscheiße zu machen.



Termine 2025
In 2025 finden insgesamt drei Veranstaltung statt: Im Juni, Mitte August und Anfang Dezember (mit der Hoffnung auf Schneetreiben). Plätze werden nur an Stammteilnehmer von Akademie 0/500 vergeben.



Donnerstag, 12. Dezember 2024

Erste-Hilfe-Taschen (IFAK)

 

Was ist drin in meinem IFAK? Individuelle First Aid Kits (IFAK) sind individuell bestückt. Der Nutzer macht sich Gedanken über Eintrittswahrscheinlichkeiten und wählt dementsprechend die Größe und den Inhalt seiner Ersthelfertasche. Auch die eigenen Fähigkeiten in der Anwendung des Materials spielen dabei eine Rolle



Am Ende ist jede Ersthelfertasche zu klein. Man möchte grundsätzlich so viel hineinstopfen, wie möglich, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Dieser Denkansatz führt regelmäßig zur Beschaffung einer größeren Tasche, mit der man über kurz oder lang wieder vor demselben Problem steht. Minimalismus tut Not. Das heißt auch, eine Besinnung auf das Wesentliche, auf Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie eine kritische Analyse der eigenen Kompetenzen.

Der „Vehicle Med Kit“ von Helikon-Tex kostet
ungefüllt um die fünfzig Euro


Dieser Beitrag versucht einige Lösungen zu präsentieren. Neben der Bestückung an sich werden auch einige Taschen als Kaufempfehlung genannt und auch ein Komplettangebot vorgestellt. Die Nutzer dieser Taschen sind nur in den wenigsten Fällen professionelle Sanitäter, sondern überwiegend Privatleute mit sehr unterschiedlicher fachlicher Qualifikation. Entstanden ist dieses Konvolut durch eine nicht repräsentative Umfrage bzw. Sichtung unter Schießkursteilnehmern bei Akademie 0/500®.





Der Minimalansatz
Beim Minimalansatz reicht das Material wirklich nur für die eine massive Blutung. Tourniquet, Rettungsdecke und Verbandszeug in Form einer Emergency Bandage® (auch als Israeli-Bandage bezeichnet) waren die am häufigsten mitgeführten Dinge. Die Hoffnung liegt hier auf einer zügigen Weiterversorgung durch rasch eintreffende, professionelle Rettungskräfte. Die Rettungsdecke sollte zum Zweck des Wärmeerhalts immer dabei sein.
Nur die wenigsten Blutungen benötigen tatsächlich die dauerhafte Anlage eines Tourniquet. Meistens bewirkt auch schon ein Druckverband das Stoppen der Blutung. Wozu die Israeli-Bandage sehr gut geeignet ist.

Der „Modular Individual Med Kit Pouch“ (Helikon-Tex) wird
mit einer Innentasche geliefert (Im Aufmacherbild rechts unten).
Er kann aber auch als eigenständige IFAK-Tasche genutzt werden

Bestückt ist er vor allem mit Material zur Blutungskontrolle.
In den gelben Eiern sind Einmalhandschuhe verstaut


Der Minimalansatz Plus
IFAK mit einer erweiterten Ausstattung wurden meist von Leuten mitgeführt, die eine fundierte Ausbildung in der präklinischen Wundversorgung oder im Rettungsdienst haben. Der Minimalansatz ergänzte sich um Hämostyptika, Wendl-Tubus, Handschuhe, Dekompressionsnadel und sog. Chest-Seal und eine Rettungsschere. In allen Fällen wiesen die Nutzer solcher IFAK darauf hin, dass sie sich weigern werden, dass ihnen die Dekompressionsnadeln aus ihren eigenen IFAK von ungeschulten Dritten gesetzt werden sollten.





Der Allgemeinansatz
Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer massiven Blutung bei einem ordnungsgemäß durchgeführten Schießtraining ist gering. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Alltagsverletzungen ist ungleich höher. Bei alltäglichen Schnitt- oder Schürfwunden gleich mit einem Tourniquet zu hantieren, nur weil er eben gerade griffbereit ist, wäre übertrieben. Auch für diese Wunden eignet sich die universell einsetzbare Israeli-Bandage.
Brandwunden gehören ebenso zu den Alltagsverletzungen mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit.
Eine Brandwunde ist immer sehr dankbar für etwas Kühlgel und Burn Dressing. Desinfektionsspray und eine Zeckenpinzette und Knicklichter können ebenfalls Bestandteil dieser etwas umfangreicheren Medic-Tasche sein.
Als Transportmittel dient der Lysander Med Waist Bag von Direct Action. Diese Hüfttasche bewegt sich im Volumen zwischen einem kleinen Individual First Aid Kit und einem Medic-Rucksack.
Die Lysander Medic-Hüfttasche ist groß genug, um Material auch in doppelter Ausführung zu beherbergen, bspw. wenn es notwendig werden sollte, einen IFAK nachzufüllen.
An der Unterseite des Lysander kann ein sog. Combat Stretcher verzurrt werden. Dieses Bergenetz kann zum Verwundetentransport genutzt werden.

Der IFAK Trauma Kit von Rhino Rescue ist 25 mal 13 mal 9 Zentimeter
groß und kostet komplett ausgestattet fünfzig bis sechzig Euro

Der Lieferumfang ist beachtlich und enthält auch ein
Medic Manual, eine TCCC Card sowie einen Stift.
(Das Knicklicht wurde extra beschafft)


Das Komplettangebot
Individual First Aid Kits können eigenverantwortlich zusammengestellt werden. Man kann sie aber auch als Komplettangebot erwerben. Eine mögliche Bezugsquelle ist der Anbieter Rhino Rescue. Sinnvoll bestückte Trauma Kits sind für fünfzig bis sechzig Euro im Handel erhältlich.

Am Boden des Lysander Med Waist Bag kann ein
sog. Combat Stretcher verzurrt werden, der ebenfalls
aus dem Hause Direct Action D.A. stammt


Nachfüll-Sets
Rhino Rescue bietet auch Nachfüll-Sets an, mit denen Medic-Kits wieder aufgefüllt oder erweitert werden können.

Tendenz und Würdigung
Rettungsdecke, Handschuhe und Tourniquet waren Bestandteile der meisten IFAK. Verbandsmaterial (häufig als Israeli-Bandage), Wendl-Tubus und Wundpflaster wurden ebenfalls oft mitgeführt. Nach Aussage der meisten Anwender ist die Idee ihrer IFAK, eine massive Blutung bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte kontrollieren zu können.
Guter Absicht zu sein, ist immer nobel. Eine Tat setzt aber gleichermaßen das Vorhandensein von Fähigkeiten voraus. Diese müssen einmal erworben und permanent aufrechterhalten werden. Der Besuch eines Tagesseminars zur Notfallversorgung kann hierfür der erste Schritt sein.
In den „Cool Guy“, der lediglich einen Tourniquet an seinem Battle-Belt trägt, um die Außenwirkung von Kompetenz zu erzeugen, sollte grds. nicht allzu viel Hoffnung gesteckt werden.



Donnerstag, 5. Dezember 2024

Tasmanien Tiger: TT Duffel Bag

 

Der Weihnachtsmann lässt dieses Jahr seinen alten Jutegeschenkesack zu Haus in Lappland, liebe Kinder. Nach vielen Jahrhunderten hat er sich ein Upgrade gegönnt. Auf bisher unveröffentlichten Fotos ist er mit dem neuen Tasmanien Tiger Duffel Bag mit Packvolumen 65 Liter zu sehen



Der Duffel Bag, die umgangssprachliche englische Bezeichnung für den Seesack, lässt sich anhand verschiedener Merkmale beschreiben. Zum einen wäre da die schiere Größe zu nennen. Zum anderen die Komprimierbarkeit im gefüllten Zustand oder das Packmaß, auf dass sie sich reduzieren lassen, wenn sie nicht benutzt, sondern ungepackt irgendwo verstaut werden müssen.
Sind längere Reisen mit einer dieser Transporttaschen geplant, spielt auch die Verlade- und Verlastbarkeit eine Rolle; soll heißen, wie lässt sich die Riesentasche transportieren. Lässt sie sich von einem Lastenesel mit vier oder zwei Beinen bequem tragen? Hat sie verstärkte Fixpunkte, mit denen sie auf Kfz-Dachgepäckträgern oder in bzw. auf Booten verlustsicher verzurrt werden?



Nicht zuletzt treten natürlich auch Nutzungseigenschaften wie Robustheit oder Wasserdichtheit auf den Plan.
Was alle Duffel Bags eint, ist die wenig bis gar nicht verschachtelte Fachaufteilung. Es gibt nur ein großes Hauptfach, das über eine große Öffnung mit allerlei und auch sperrigen Ausrüstungsgegenständen befüllt werden kann. Ergänzt wird die Struktur meist nur durch Dokumentenfächer sowie maximal mit zwei Fächern, die stirnseitig angebracht sind.
Im Marktsegment „Duffel Bag“ noch etwas verbessern zu wollen, kann daher schon einmal in den Bereich „Over-Engineering“ abgleiten.

Im Gegensatz zu den meisten Duffel Bags, die nur als großvolumige
Reinwerftaschen konzipiert sind, besitzt der TT Duffel auch im
Inneren eine Fachaufteilung mit zweimal zwei transparenten
Zippertaschen, einem Fach stirnseitig sowie zwei Mesh-Taschen
im Deckel. Spanngummis sichern den Inhalt


Die TT Lösung
Der deutsche Ausrüster Tasmanien Tiger ist bekannt für innovative Detaillösungen, auf die man als Endnutzer mitunter gar nicht gekommen wäre. Die man aber dankend in Kauf nimmt, weil sie die Nutzungseigenschaften spürbar verbessern. Das Resultat ist in diesem Fall eine Mehrzwecktasche mit den zwei Packvolumen 45 Liter und 65 Liter, die mehr darstellt, als nur eine Alles-Reinwerf-Tasche.

Die Rucksackgurte lassen sich koppeln
und dienen somit auch als Tragegriff


Tragemöglichkeiten
Die Rucksacktragegurte sind gepolstert und ermöglichen das Schleppen des Duffel Bag wahlweise mit dem (gepolsterten) Bodenteil zum Rücken des Trägers oder auch mit dem Deckelfach zum Rücken des Trägers, was je nach Tascheninhalt den Tragekomfort beeinträchtigen könnte. Die Tragegurte ließen sich auch an den Schlaufen der Zurrbänder befestigen oder an drei weiteren Fix-Punkten. Es obliegt somit dem Träger, die beste Variante für eine vorübergehende Verwendung als Rucksack zu finden. Naturgemäß sind diese Fix-Punkte genauso wenig, wie das gesamte Tragesystem, für das dauerhafte Tragen wirklich schwerer Lasten ausgelegt.

Die quer verlaufenden Zurrgurte koppeln
über eine Fast-Tex Schnalle


Werden die Rucksackgurte zu einem Trageriemen gekoppelt, dienen sie als eine weitere Tragemöglichkeit, wie bei handelsüblichen Reisetaschen.
Über G-Hook Schnallen kann das Rucksacktragegestell mit wenigen Handgriffen komplett angenommen werden. Werden die Rucksacktrageriemen vorrübergehend nicht benötigt, finden sie im Deckelfach des Duffel Bag verlustsicheren Platz.

Sowohl Zurrgurte als auch die Rucksacktrageriemen
lassen sich mit zwei Handgriffen entfernen


Griffe rundum
Stirnseitig und längsseitig sind insgesamt vier Handgriffe angebracht, über die sich die Tasche beim Transport im Boot oder im Fahrzeug auch verzurren ließe.

Werden die Rucksacktrageriemen vorübergehend
nicht benötigt, finden sie im Deckelfach des
Duffel Bag verlustsicheren Platz. Außerdem im Bild:
Weiter Fix-Punkte für die Trageriemen


Kompressionsriemen
Kompressionsriemen sind bei Mehrzwecktaschen immer eine nützliche Idee. Der TT Duffel hat derer zwei. Ebenfalls über G-Hook Schnallen abnehmbar.



Im Inneren
Spanngummis im Hauptfach sichern die Wechselwäsche des Weihnachtsmannes. Im Gegensatz zu den meisten Duffel Bags, die nur als großvolumige Reinwerftaschen konzipiert sind, besitzt der TT Duffel auch im Inneren eine Fachaufteilung mit zweimal zwei transparenten Zippertaschen, zwei Mesh-Taschen im Deckel sowie je einer Innentasche an den Stirnseiten.
Im Boden des Duffel Bag ist eine Versteifungsplatte aus festem Schaumstoff eingelegt. Durch diese Schaumstoffmatte werden die Trageeigenschaft deutlich verbessert, das Gewicht erhöht sich aber kaum.

Ein glücklicher Weihnachtsmann, der endlich
keinen Jutesack mehr schleppen muss


Größen
Es gibt eine mittlere und eine große Ausführung des TT Duffel. Die mittlere Variante mit 45 Litern ist fast sechzig Zentimeter lang und wiegt leer etwa 1,2 Kilogramm. Die 65 Liter Version ist siebzig Zentimeter lang bei 1,4 Kilogramm Eigengewicht. Das Material ist jeweils Cordura® 700 den. Die verfügbaren Farben sind Coyote (im Bild) sowie Oliv und schwarz und seit kurzem auch MultiCam.

Fazit
Der TT Duffel ist eine innovative mittelgroße Mehrzwecktasche. Die Preise liegen zwischen 180 und 230 Euro.

Mehr dazu in "Waffenkultur" Nr. 79 ab 30. November 2024

Sonntag, 1. Dezember 2024

Nextorch: TA30C MAX

 

Wenn LED-Licht warm wird, dann stimmt etwas nicht. Oder es handelt sich um die Nextorch TA30C MAX mit dreitausend Lumen Lichtausbeute. Eine heiße Geschenkidee zu Weihnachten ist das Leuchtkraftwerk in jedem Fall. Der taktische Endkappenschalter fördert darüber hinaus die stressresistente Bedienbarkeit der Lampe



LED-Licht ist nicht dafür bekannt, dass es viel Wärme abgibt. Im Grunde war das auch die Ursprungsidee. Der Wirkungsgrad wurde deutlich verbessert, weil im Gegensatz zur Glühfadentechnologie nicht achtzig Prozent der Energie in Wärme umgesetzt wurden und nur etwa zwanzig Prozent in Licht.

Mehr Akku-Kapazität
Die TA30C MAX folgt dem Trend hin zum größeren 21700-Akku. Im Gegensatz zum 18650-Akku ist der größere um fünf Millimeter länger und hat drei Millimeter mehr Durchmesser; was zu einer höheren Kapazität führt. 21700-Akkus warten regelmäßig mit fünftausend Milliamperestunden (mAh) auf im Gegensatz zu den dreitausend mAh des kleineren Bruders 18650.
Für die Lichtleistung bedeutet das mehr Licht bei längerer Laufzeit. Taschenleuchtkraftwerke diesen Kalibers bringen es schon mal auf dreitausend Lumen Lichtausbeute.

Die TA30C MAX ist 15 Zentimeter lang
und etwa drei Zentimeter dic


Immer noch „kompakt“?
Für die Taschenlampe selbst bedeutet das aber ebenfalls mehr Griffumfang und mehr Grifflänge. Ob die Kompakttaschenlampe damit noch das Kriterium „Kompakt“ erfüllt, bleibt eine Nutzerindividuelle Entscheidung. Die TA30C MAX bringt es auf 15 Zentimeter Länge und 27 Millimeter Griffdurchmesser bei 230 Gramm Gesamtgewicht.

Der Endkappenschalter fällt in die Kategorie
„Bedienkonzept einfach“. Durch Drehen wird darüber
hinaus Dauerlicht in verschiedenen Stufen aktiviert


Bedienkonzept einfach
Taschenlampenkauf sollte sich grds. am Bedienkonzept orientieren. Ist das Bedienkonzept einfach oder halbeinfach? Oder integriert oder gar komplex? Versteht man die Funktionen einer Taschenlampe nicht innerhalb von zehn Sekunden, ist das Bedienkonzept offenkundig zu kompliziert für eine sinnvolle Anwendung bei Dunkelheit.
Die Nextorch TA30C MAX verfügt über einen Endkappenschalter im Bedienkonzept „einfach“. Bedeutet: Drücken – Licht an. Loslassen – Licht aus.
Darüber hinaus besitzt der Endkappenschalter eine Drehfunktion, mit der Dauerlicht in verschiedenen Stufen erzeugt werden kann.

Die 21700-Akku-Wuchtbrumme hat eine Leistung
von 5.000mAh und kann direkt mit einem
Micro-USB-Kabel geladen werden


Ladestandanzeige
Im Endkappenschalter ist außerdem eine Ladestandanzeige integriert. Um den Ladestand des Akkus ablesen zu können, wird die Dauerlichtfunktion kurz aktiviert. Nach dem Deaktivieren leuchtet der Endkappenschalter entweder blau oder rot. Bei „rot“ sollte ein Aufladen des Akkus in Betracht gezogen werden.

Der Warnhinweis „Hot“ hat durchaus seine Berechtigung.
Im Lampenkopf sind Glasbrecher eingelasse


Vorsicht: Heiß
Der Lampenkopf gibt den Warnhinweis „HOT“. Diese Warnung sollte ernst genommen werden. Schon nach wenigen Sekunden Betrieb im hellsten Modus entsteht beim Leuchten gegen die Handinnenfläche ein deutlich wahrnehmbares Hitzeempfinden. Nach einigen Minuten der Nutzung bspw. In einer Trainingssitzung Low Light Schießen gibt der gesamte Lampenkörper merklich mehr Wärme ab, als man das bei Lampen mit weniger Leuchtkraft gewohnt ist. Wenngleich eine ernsthafte Verbrennungsgefahr nicht besteht.

Fazit
Nextorch T30c MAX: Weihnachtsgeschenkempfehlung für Jedermann.

Service
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