Freitag, 30. März 2018

Die Waffenkultur – Ausgabe 39 (März/April 2018)


Ausgabe 39 (März/April 2018)

Die März/April Ausgabe hat folgenden Inhalt:

GSR: Ruger Gunsite Scout Rifle
Die Einsatzflinte
Glock 17 Gen. 5: 2.000 Schuss später
Habicht gegen Nässe: Regenjacke Melierax von Clawgear
Revic PMR 428: Umweltdaten inklusive
IWA 2018: Was uns auffiel
Bereits Geschichte: Das OA-UG
Caldwell Ballistic Precision LR Target Kamera System
Kleine Helfer: Ladehilfe von maglula
Schwarzer Geier: Taschenlampe WUBEN Black Vulture I333




Montag, 26. März 2018

2.000 Schuss mit der Glock 17 Gen. 5


Nichts einfacher als Glock

Von Januar 2018 bis Mitte März absolvierte die Glock Gen. 5 etwa 2.000 Schuss ohne Zwischenreinigung. Die Gen. 5 überzeugt auf ganzer Linie. Zuverlässigkeit und Präzisionspotential sind dabei überragend.



Seit ihrer Erstvorstellung in Ausgabe 38 wurde die Glock 17 Gen. 5 regelmäßig geschossen. Das erste Quartal jeden Jahres präsentiert sich für Akademie 0/500 mit 20 Kurstagen immer als sehr ausbildungsintensiv. Insgesamt liefen somit etwa 2.000 Schuss durch die Waffe. Im Großen und Ganzen ist die Gen. 5 eine typische Glock. Wenn da nicht ein paar feine Unterschiede wären.



Eigenpräzision
Glock versichert aufgrund einer neuen Fertigungstechnologie des Glock Marksman Barrel (GMB) erhöhte Präzision. Neu ist das „polygonale“ Feld-Zug-Profil, das den Gasschlupf vermindern soll.
Zumindest gelingt es dem Verfasser aus fünf Meter Entfernung reproduzierbar Loch-in-Loch-Gruppen zu schießen, die sich mit dem Daumen abdecken lassen. Gemäß Strahlensatz bedeutet das sichere Treffer auf eine einhundert Meter entfernte Mannscheibe mit den Abmaßen 45x75 cm. Das ist für eine Gebrauchswaffe eine durchaus bemerkenswerte Eigenpräzision. Glock selbst spricht von Streukreisen kleiner als fünf Zentimeter auf 25 Meter. Die Glock Gen. 5 braucht den direkten Vergleich mit einer überarbeiteten Sportpistole nicht zu scheuen. Allenfalls die etwas grobe Standardwerksvisierung könnte zugunsten einer nochmals erhöhten Eigenpräzision ausgetauscht werden.



Reinigung
Eine Waffe ohne Zwischenreinigung über 2.000 Schuss zu nutzen, ist nicht erstrebenswert. Der Anwender einer zum Gebrauch bestimmten Schusswaffe sollte es auch nicht darauf ankommen lassen. Die Glock zeigte am Ende dieses Zyklus eine sehr starken Verschmutzungsgrad, der mindestens einmal das Verriegeln des Verschlusses verhinderte. Auch eine Glock sollte spätestens aller 1.000 Schuss einer Reinigung unterzogen werden. Der Reinigungsprozess an sich gestaltet sich aufgrund der DLC-Beschichtung denkbar unproblematisch. Pulverschmauch lässt sich mit einem Tuch fast wie von Geisterhand einfach abwischen. Lösungsmittel oder Öl ist hierfür nicht erforderlich.



Verschlussbaugruppe
Das Komplettzerlegen der Verschlussbaugruppe erfolgt analog zu den vorherigen Generationen. Neu ist allerdings die Schlagbolzensicherung. Diese ist nicht mehr zylinderförmig. Der Einbau hat jetzt richtungsgebunden zu erfolgen.



Griffstück
Im Innenleben des Griffstücks zeigen sich gleich mehrere Veränderungen. Beim weiterführenden Zerlegen muss ein Bolzen weniger herausgedrückt werden. Einzig die Abzugsachse sichert bei der Gen. 5 noch den Verrieglungsblock. Außerdem zentriert sie den Abzug sowie den beidseitigen Schlittenfanghebel.
Die Abzugseinheit wurde ebenfalls einer Komplettkur unterzogen. Es gibt keine Abzugsfeder mehr, die an beiden Enden eingehakt werden muss. Die Feder sitzt jetzt ganz ähnlich eines New York-Triggers im Steuerblock (Trigger Housing).
Glock hat damit vereinfacht und minimalisiert. Das mitunter hakelige Einsetzen der Abzugsfeder entfällt. Der Zusammenbau geht dadurch schneller und eine im Glock Armorer Kurs bisher besonders umrissene Fehlerquelle wurde eliminiert. Ebenso geht der Einbau des Schlittenfanghebels schneller von statten. Mit dieser Neukonstruktion wurde eine weitere Fehlerquelle ausgeschaltet.



Fazit
Schlagbolzenschlosspistolen (sog. Striker-fired Pistols) gibt es mittlerweile von so gut wie jedem namhaften Hersteller. Viele davon genügen der Anforderung nach einfacher Handhabbarkeit und bieten hinreichende Eigenpräzision. Aber kein anderes Pistolenmodell lässt sich so einfach reinigen, warten und instand setzen, wie eine Glock. Zum Zerlegen ist nach wie vor lediglich ein Splinttreiber erforderlich. Die notwendigen Handgriffe für das weiterführende Zerlegen wurden bei der Gen. 5 nochmals reduziert. Ebenso mögliche Fehlerquellen.

Service
Die nächsten Glock Werkstattkurse finden statt am:
26. April in Königs Wusterhausen
19. Oktober in Ismaning
26. Oktober in Melle (b. Osnbrück)
 http://0-500.org/page.php?al=Termine





Mittwoch, 7. März 2018

Langzeittest: Black Label M4 – Nr. 135



Gewehrkurs

Gesamtschusszahl: 11.020 + 120 = 11.140
Davon mit SD: 860

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0


Ein weiterer Gewehrkurs brachte zusätzliche 120 Schuss auf das Konto des Black Label M4. Die Waffe wird derzeit mit offener Eisenvisierung geschossen, bestehend aus dem originalen A2-Kornträger und einem Klappvisier von TROY.
Wir warten auf das Kurswochenende in Bocholt, wo das Black Label insgesamt drei Kurstage absolvieren wird.

Die neu angesetzten Kurse für Ende Mai in Tschechien sind derzeit schon zu 50% ausgebucht. Vermutlich wird das Jahr 2018 das letzte Jahr sein, in dem wir unreglementiert Gewehrkurse abhalten können. Diese Gelegenheit sollten wir nutzen.





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