Mittwoch, 5. April 2017

Leseempfehlung (12)



Debriefing the President: The Interrogation of Saddam Hussein
von John Nixon

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Blue Rider Press (27. Dezember 2016)
Sprache: Englisch
ISBN-13: 978-0399575815
Größe: 16 x 2,2 x 23,6 cm
Preis: 14,99 Euro


Direktlink 

Saddam Hussein galt bis zu seiner Ergreifung im Jahr 2003 als HVT-1 (High Value Target 1). Als der meistgesuchte Mann der Welt. Die US-Regierung wollte aber 100% sicher gehen, dass es sich bei dem Gefangenen auch um Saddam handelte. Die CIA schickte einen ihrer Spezialisten in den Irak, mit der Mission, die Identität Saddams zweifelsfrei zu klären und ihn zu verhören. Bis zum Tag des persönlichen Kennenlernens hatte John Nixon, ein CIA Senior Analyst, fünf Jahre lang das Leben und die Persönlichkeit des irakischen Diktators aus öffentlichen und nicht öffentlichen Quellen studiert. Er erkannte ihn sofort. Am Ende wird Nixon feststellen, dass Saddam Hussein eine der charismatischsten Persönlichkeiten war, die er jemals kennenlernte. Saddam veränderte einen Raum, wenn er ihn betrat – selbst als Gefangener.
Über die Zeit des Verhörs im Irak und die Lehren daraus, hat John Nixon ein Buch geschrieben. Wie bei Publikationen dieser Art üblich, wurde der Text durch die CIA gegengelesen und enthält regelmäßig geschwärzte Stellen.
Nixon steht während des Verhörs unter Druck. Seine Dienststelle und die US-Administration unter Georg Bush erwarten eine Rechtfertigung ihres Krieges. Diese wäre mit der Preisgabe des Verstecks der Massenvernichtungswaffen erbracht. Saddam Hussein bleibt aber bei seiner Darstellung, dass seit Anfang der 1990-Jahre keine Entwicklungsprogramme zu chemischen, biologischen und atomaren Waffen mehr erfolgt seien. Ebenso entpuppt sich der Vorwurf einer irakischen Beteiligung an 9/11 im Verlauf des Verhörs als Farce.
Das Auftreten des ehemaligen irakischen Diktators war immer höflich und selbstironisch, erinnert sich Nixon. Manchmal bedankte sich Saddam für das Gespräch und tat so, als ob der CIA seine Gäste wären.
Saddam Hussein prophezeite auch das Scheitern der USA im mittleren Osten. Das Machtvakuum eines Irak ohne Saddam würde zu einer raschen Ausbreitung der saudi-arabisch unterstützten Extremisten führen. Mit einem Saddam an der Macht wäre die arabische Welt ruhig geblieben. Wenn auch besorgt, ob ihrer Diktatoren in Syrien, Ägypten, Libyen und dem Irak.
CIA-Mann John Nixon verließ seinen Arbeitgeber 2011 mit Ernüchterung. (am)



wild things - die outdoorküche 3
entschleunigt genießen im hufschlag der pferde. das reise-gourmet-kochbuch
von Sebastian Michel

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Arun, 1. Auflage (Dezember 2015)
inkl. DVD mit 30 Minuten Spielzeit
ISBN-13: 978-3866631045
Preis: 24,95 Euro



Im dritten Band der „outdoorküche“ reisen die Autoren nach Siebenbürgen. Zwei Wochen lang durchqueren sie das transsilvanische Hügelland am Fuße der Karpaten mit knarzenden Planwagen und Pferden. Ihre Absicht: Spaß haben und mit offenem Feuer unter freiem Himmel Kochen. Das Ergebnis ist dieses Reisekochbuch der ganz besonderen Art. Alle Gerichte wurden authentisch vor Ort zubereitet. Nichts wurde geschönt, nichts getrickst.
Selbstredend gliedert sich das Buch in „Vorspeise“, „Suppe und Eintopf“, „Fisch“ und „Fleisch“, „Pasta, Gemüse und Getreide“ sowie „Nachspeise und Süßes“. Eine „Beilage“ gibt es auch: In Form einer DVD mit 30 Minuten Spielzeit. Alle Gerichte lassen sich natürlich auch am heimischen Herd zubereiten.
Am Ende des Buches werden noch sinnvolle Reiseempfehlungen für Siebenbürgen und die Karpaten gegeben. (hh)


Das Phänomen Zweikampf
von Ralf Schmidt

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: K-ISOM, S. Ka.-Verlag, Nürnberg, 1. Auflage (März 2017)
ISBN-13: 978-3-9815795-2-9
Preis: 19,90 Euro



Publikationen zum Thema „Straßenkampf“ oder „Zweikampf“  weisen in der Regel einen von beiden Mängeln auf: Entweder ist die Abhandlung rein theoretischer Natur, weil es dem Autor an Grundlage fehlt, oder aber der Autor verfügt über ausreichend Erfahrungen, weswegen ihm zum Schreiben eines Fachbuchs meistens der intellektuelle Unterbau fehlt. Wertvoll wird das Buch „Phänomen Zweikampf“ schon allein dadurch, dass der Autor Ralf Schmidt sowohl das erstere besitzt als auch das andere beherrscht. Die Vita des Autors ist geprägt durch 35 Dienstjahre als Polizeibeamter in verschiedenen Verwendungen; nicht zuletzt als Einsatztrainer und Gründungsmitglied des Vereins Polizeitrainer in Deutschland e.V. (PiD).
In acht lehrreichen Kapiteln legt Ralf Schmidt seine Erfahrungen dar und bietet Lösungsansätze. Seine Definition von „sinnvollem Training“ in Kapitel 2 sollte zur Pflichtlektüre aller Ausbilder im taktisch relevanten Umfeld werden. („ … Das Gesamtkonzept muss wirksam, multifunktional einsetzbar und einfach zu erlernen sein. … “)
Das Buch ist reichlich bebildert. Zum Teil mit Fotos aus Trainingsveranstaltungen und zum Teil mit Originalaufnahmen aus dem Polizeialltag auf dem Kiez und im Milieu, die nicht immer appetitanregend sind. Der Schreibstil ist auf das Wesentliche konzentriert, was den Wissenstransfer zum Leser deutlich beschleunigt. Das Buch kann auch Kapitel- oder Abschnittsweise ohne Sinnverlust gelesen werden. (am)




Freitag, 31. März 2017

Langzeittest: Black Label M4 – Woche 120 bis 121


ELCAN Specter 1x/4x

Gesamtschusszahl: 8.590 + 250 = 8.840
Davon mit SD: 860

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0


Während eines Trainings wurde das Black Label noch einmal in Verbindung mit dem ELCAN Specter 1x/4x genutzt. Eine Optik, die bei Montage den Wert der Waffe verdreifacht.
Nach etwas Eingewöhnungszeit möchte man das ELCAN nicht mehr missen. Obwohl die Optik das Waffengewicht erhöht und das Absehen weit mehr Informationen beinhaltet, als das unbedingt erforderliche „puristische“ Korn einer Eisenvisierung oder den Rotpunkt eines Aimpoint Micro, überwiegen zu guter Letzt die Vorteile.
Die schnelle Umschaltbarkeit von 1x auf 4x Vergrößerung ist dabei einer der größten Vorteile. Sich eine absolut brauchbare und sinnvolle Visieroption für den infanteristischen Halbkilometer offen zu halten, ist ein weiterer Nutzen.



Das Black Label M4 absolvierte den ½ & ½ Drill fast fehlerfrei mit nur einer Zeitüberschreitung. Die Übung „Rifleman“ konnte mit 4x Vergrößerung wiederholt fehlerfrei geschossen werden. Was Anwendern mit einer Eisenvisierung und einer altersbedingt aufkommenden Sehschwäche nicht mehr jedes Mal gelingt.


Laufverschleiß
Das Black Label erzeugt auch mit einer Schussbelastung von deutlich über 8.000 Schuss noch Schussgruppen im Bereich von 0,4‰ bis 0,5‰
Der prognostizierte Verschleiß des Laufes aufgrund der hohen Schussbelastung sowie vieler Schießübungen, bei denen der Lauf sehr heiß geschossen wurde, konnte bisher nicht beobachtet werden.


Archiv 
Woche 00
Woche 01
Woche 02
Woche 04
Woche 05
Woche 08
Woche 11
Woche 18
Woche 22
Woche 25
Woche 27
Woche 28
Woche 29
Woche 30
Woche 34
Woche 36
Woche 44
Woche 46
Woche 51
Woche 52
Woche 53
Woche 56
Woche 60
Woche 63
Woche 64
Woche 65
Woche 70
Woche 72
Woche 76
Woche 78
Woche 79
Woche 81
Woche 82
Woche 84
Woche 86
Woche 87
Woche 91
Woche 92
Woche 93
Woche 94
Woche 98
Woche 102
Woche 105
Woche 115
Woche 116
Woche 120