Mittwoch, 20. Juni 2018

Akademie 0/500: Richtlinien zu Munition


Auf Schießkursen von Akademie 0/500 ist im Sinne aller Teilnehmer seit Mai 2018 nur noch die Verwendung von schadstofffreier Munition erlaubt. Eine Ausnahme bleiben bis auf weiteres Schießkurse auf Außenanlagen. Im Interesse der eigenen Gesundheit sollten Schießveranstaltungen grundsätzlich gemieden werden, bei denen der Veranstalter weiterhin schadstoffhaltige Munition zulässt.


Als schadstofffrei gilt Munition, wenn das Geschoss vollständig verkapselt ist und das Zündelement keine Anteile von Bleiverbindungen (Bleistyphnat und Bleidioxid) enthält. Diese Munition ist als SinTox® (SX) bzw. Non-Tox gekennzeichnet.

Kaufempfehlung Kaliber 9x19:
GECO SX 8,0g/124gr  (Art.-Nr. 2318221)
oder RUAG 9x19 FMJ SX 8,0g/124gr 

Kaufempfehlung Kaliber .223 Rem:
Im Kaliber .223 Rem ist bisher kein absolut schadstofffreies Fabrikat auf dem Markt. Die GECO 63gr. hat ein verkapseltes Geschoss (was die 55gr. noch nicht hat) Beide haben Sinoxid Zündelemente, welche bis auf nicht nennenswerte Anteile (etwa 5%) als bleifrei bezeichnet werden können.
Mit der Einführung einer schadstofffreien und zuverlässigen Patrone im Kaliber .223 Rem ist vermutlich Anfang 2019 zu rechnen.


Schadstoffhaltige Munition ist durchaus kritisch zu betrachten, wie ein Rechenbeispiel zeigt:
Bei einer Netto-Explosivmasse (NEM) von 25 mg pro Zündelement mit einer durchschnittlichen Konzentration von Bleiverbindungen von 20% (wie sie bei Billigmunition nicht unüblich ist), entstehen bei einem Tagesverbrauch von 300 Schuss theoretisch 1,5 Gramm Bleidampf.
In einem Schießkurs mit zehn Teilnehmern ergibt das gesamt 15 Gramm Bleidampf pro Tag in einer Raumschießanlage.
Zuzüglich des Bleidampfes, der aufgrund des nicht verkapselten Geschosses entsteht.
Je nach Wertigkeit der Lüftungsanlage werden davon vielleicht 50% abgesaugt.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Urlaubslektüre: Vertraute Feinde von Ian Krüger


Vertraute Feinde
von Ian Krüger

Taschenbuch: 404 Seiten
Verlag: Scheyring Verlag (Mai 2018)
ISBN-13: 978-3944977935
Preis: 14,99 Euro



Ian Krüger bereichert das Genre des deutschsprachigen Thrillers mit einer Erzählweise auf dem Niveau von Jack Higgins und Frederick Forsyth. Nach seinem Erstlingswerk „Alleingang“ strickt der Autor in „Vertraute Feinde“ einen weiteren Plot zum Thema islamistischer Terrorismus. Der Protagonist, Jan Steiger, ehemaliger Kampfschwimmer aus Eckernförde und jetzt Zeitverwender beim BND, versucht beim Tauchurlaub auf den Amerikanischen Jungferninseln etwas Abstand vom tristen Arbeitsalltag in der Bundeshauptstadt zu gewinnen. Letztlich wird er unfreiwillig Zeuge eines gut geplanten Kommandounternehmens. Die Handschrift der Angreifer erkennt Steiger sofort: Es muss sich um Angehörige einer militärischen Spezialeinheit handeln. Wer dabei Gut und Böse ist, bleibt für Steiger vorerst undurchsichtig.
Der Autor Ian Krüger setzt auch in „Vertraute Feinde“ wieder auf das Instrument, mehrere Erzählstränge und verschiedene Zeitebenen zusammenlaufen zu lassen. Damit gelingt es ihm, die einzelnen Kapitel kurz zu halten aber trotzdem eine verwobene und komplexe Geschichte zu erzählen sowie den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten.
Die Rekrutierung von kampferprobten privaten Sicherheitsleuten und die Gegenmaßnahmen der Geheimdienste werden mit einer hohen Detailtreue geschildert. Der Autor kann hierbei auf seine eigene Ausbildung und Berufserfahrung zurückgreifen. Auch bei Beschreibungen von Handwaffen oder technischem Gerät ist die Kompetenz des Autors deutlich zu erkennen.
„Deutschland braucht wieder einen Helden.“, meint Krüger im Privatgespräch. Mit dem Ex-Kampfschwimmer Jan Steiger hat er so eine Figur geschaffen. Dem Vernehmen nach ist schon ein Dritter Teil geplant. (hh)