Freitag, 18. März 2016

Langzeittest: Black Label M4 - Woche 72 bis 75



Verschmutzungsgrad & Reinigungsintervalle

Gesamtschusszahl: 4.800 + 450 = 5.250
Davon mit SD: 630

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0


Während drei Tagen Schießkurs erhöhte sich die Schussbelastung des M4 um 450 Schuss. Ohne Zwischenreinigung. Die Waffe absolvierte dabei mehrere Standardübungen, u.a. auch den ½ & ½ Drill und die Übung Rifleman. Beide konnten diesmal nicht fehlerfrei geschossen werden.

Erster Durchgang ½ & ½ Drill: Alles Treffer bei zwei minimalen Zeitüberschreitungen

Zweiter Durchgang ½ & ½ Drill: Zeiten erfüllt, zwei Fehlschüsse bei Teilübung 3

Rifleman: Zwei Fehlschüsse



Verschmutzungsgrad & Reinigungsintervalle
Immer wieder gibt es Leserfragen zum Verschmutzungsgrad und ob die Anschaffung eines pistonbetriebenen AR-15 nicht sinnvoller sei, weil diese weniger verschmutzen und weniger störanfälliger sind.
Nach zwei Langzeittests einmal mit der SIG516 über 10.000 Schuss und einmal mit dem Black Label M4 über bisher 5.000 Schuss, kann diese Sichtweise nicht bestätigt werden.
Das Störungskonto des Black Label mit insgesamt genau Null Fehlfunktionen ist ein deutlicher Beweis. Die Waffe wurde dabei zwar sehr praxisorientiert benutzt aber nie übermäßig penibel gereinigt.

Spätestens nach 500 Schuss wurde der Verschlussträger bisher zerlegt und abgewischt



Die Reinigungsintervalle belaufen sich auf einmal pro Monat. Bei der Schussbelastung im Test bedeutet das etwa aller 400 bis 500 Schuss. Dabei wird die Waffe zerlegt und mit einem Lappen von Pulverschmauch befreit. Ebenso wird der Verschlussträger zerlegt und abgewischt. Im Anschluss wieder mit etwas Geschütz- oder Mehrzweck versehen und wieder zusammen gesetzt. Der Lauf wird einmal im Monat mit der Reinigungsschnur „Bore Blitz“ trocken durchgewischt. Keine Zusätze, keine Lösungsmittel oder Bürsten.
Aller zwei Monate, also etwa aller 1.000 Schuss, erfolgt eine Detailreinigung. Dabei wird der Lauf mit Reinigungslösungen und Bronzebürste gereinigt. Ebenso wird bei Verschlussträger und Obergehäuse etwas mehr Aufwand betrieben.

Nach der bisherigen Erfahrung wird das Merkmal „Piston / Gasstangenantrieb“ überbewertet und sollte daher nicht unbedingt Kaufkriterium sein.


Archiv 
Woche 00
Woche 01
Woche 02
Woche 04
Woche 05
Woche 08
Woche 11
Woche 18
Woche 22
Woche 25
Woche 27
Woche 28
Woche 29
Woche 30
Woche 34
Woche 36
Woche 44
Woche 46
Woche 51
Woche 52
Woche 53
Woche 56
Woche 60
Woche 63
Woche 64
Woche 65
Woche 70
Woche 72
Woche 76
Woche 78
Woche 79
Woche 81
Woche 82
Woche 84
Woche 86
Woche 87
Woche 91
Woche 92
Woche 93
Woche 94
Woche 98
Woche 102

Donnerstag, 25. Februar 2016

Tikka T3 TAC (#12)



Zwei Kurstage / 300 Meter

Gesamtschusszahl: 670 + 70 = 740
Davon mit SD: 10 + 70 = 80

Auf zwei Kurstagen “ZF-Gewehr 300“ im MSZU Ulm absolvierte die Tikka T3 insgesamt 70 Schuss. Am ersten Tag etwa 40 Schuss mit der Laborierung Federal Gold Medal Match 168 grain. Am zweiten Tag etwa 30 Schuss mit der Cineshot 9,5 g / 147 grain.



An beiden Tagen gelangen Streukreise von etwa 6 cm auf 300 m. Dieses Resultat überrascht insbesondere für die Cineshot. In den nächsten Wochen werden wir die Cineshot daher ausgiebig auf der 500-m-Distanz testen.


ZF-Gewehr (1)
ZF-Gewehr (2) 
ZF-Gewehr (3)
ZF-Gewehr (4)
ZF-Gewehr (5)
ZF-Gewehr (6)
ZF-Gewehr (7)
ZF-Gewehr (8)
Tikka T3 TAC (9)
Tikka T3 TAC (10)
Tikka T3 TAC (11)
Tikka T3 TAC (12)
Tikka T3 TAC (13)
Tikka T3 TAC (14)
Tikka T3 TAC (15)
Tikka T3 TAC (16)
Tikka T3 TAC (17)
Tikka T3 TAC (18)
Tikka T3 TAC (19)
Tikka T3 TAC (20)
Tikka T3 TAC (21)
Tikka T3 TAC (22)
Tikka T3 TAC (23)


Dienstag, 23. Februar 2016

Standardübung: Rifleman


Die Fähigkeit einen präzisen Schuss mit dem Gewehr abzugeben, kann mit der Übung „Rifleman“ geschult aber auch überprüft werden. Umsetzbar ist das Ganze mit einem Kleinkalibergewehr, Repetiergewehr oder einem Selbstlader.

Ursprung
Die Übung hat ihren Ursprung in einer US-amerikanischen Bürgerbewegung namens Project Appleseed (Waffenkultur Nr. 13). Dort wird sie unter der Bezeichnung „Red Coats“ verwendet. Die Silhouette des liegenden Schützen auf dem Original-Zielmedium wurde für die Variante „Rifleman“ gegen Dreiecke mit sehr ähnlichen Abmaßen ersetzt.

Ablauf
Die Entfernung beträgt 25 Meter. Der Schütze gibt in jedes Dreieck drei Schuss ab zzgl. einen Bonusschuss in das Rechteck. Er beginnt dabei beim größten Dreieck. Die Schießposition ist jeweils frei wählbar. Im fortgeschrittenen Stadium sollte der Anwender in der Lage sein, unter Verwendung eines Schießriemens beim ersten Dreieck im Stehendanschlag zu beginnen und bei jedem folgenden Dreieck eine tiefere; lies: stabilere Position einzunehmen: Kniend, Sitzend und schlussendlich Liegend. Als Beginner kann die Übung komplett liegend aufgelegt vom Rucksack geschossen werden. Grundsätzlich sollte „Rifleman“ mit der offenen Visierung; also Kimme und Korn absolviert werden.

Zielmedium
Die Ziele entsprechen einer Maßstabsgerechten Verkleinerung für die Distanzen 100 Yard, 200 Yard, 300 Yard und 400 Yard sowie 250 Yard für das Rechteck. Das Rechteck hat demnach eine reale Breite von 18 cm, die Dreiecke von 59 cm. Auf der Zielscheibe ist eine kurze Gebrauchsanweisung mit abgedruckt.



Übungselemente
Zentraler Übungsbestandteil ist das Grundlagentraining beim Gewehrschießen. Geübt wird der Aufbau einer stabilen Schießplattform, die Wahrung des Natürlichen Zielpunktes sowie das Umsetzen der Grundfertigkeiten Visierbild, Haltepunkt, Abzugskontrolle und Nachzielen. Ebenso das richtige Nutzen eines Schießriemens, sofern dieser zur Anwendung kommt.

Schusszahl & Zeitansatz
Für einen Durchgang sind 13 Schuss erforderlich. Nach der Vorgabe stehen 60 Sekunden zur Verfügung. Zzgl. Auswertezeit.

Steigerungsmöglichkeit
In der einfachsten Durchführung wird „Rifleman“ aufgelegt vom Rucksack geschossen. Der Schweregrad erhöht sich, wenn vom nicht unterstützten Liegendanschlag aus gearbeitet wird, bzw. an Stelle des Rucksack nur ein Schießriemen verwendet wird. Eine weitere Steigerung ergibt sich, wenn die Dreiecke jeweils aus unterschiedlichen Schießpositionen beschossen werden. Das 100-Yard-Dreieck stehend, das 200-Yard-Dreieck kniend, 300-Yard-Dreieck sitzend sowie 400-Yard-Dreieck und Morgan’s Shingle liegend.