Sonntag, 30. September 2012

Die Waffenkultur – Ausgabe 06 (September/Oktober 2012)




Ausgabe 06 (September/Oktober 2012)


“A well regulated Militia, being necessary to the Security of a Free State, the Right of the People to keep and bear Arms, shall not be infringed.”


Vor zwei Wochen musste der Chefredakteur eines Waffenmagazins zurücktreten. Er hatte sinngemäß geäußert, die PDW-Maschinenpistole (PDW = personal defense weapon) eines hier nicht zu nennenden Herstellers würde nur an „Behörden“ verkauft werden, da sie zum Sportschießen gänzlich ungeeignet sei. Das Problem dabei war, dass in seinem Land der Waffenbesitz verfassungsmäßig garantiert ist. In diesem Land besitzen Menschen nämlich Waffen, um sich selbst und ihre Familie zu verteidigen bzw. ihr Land gegen äußere und innere Feinde zu schützen. Im 2nd Amendment (s.o.) steht nichts von „sporting purpose“.

In einem Land aber, in dem Schützenbrüder ihre Leiber in ulkige Trachtenjacken pressen und meinen so den Privatwaffenbesitz zu symbolisieren, ist man von einer derart konsequenten Denkweise leider (noch) weit entfernt.

Waffenbesitz ist ein Freiheitsrecht und darf nicht an die Ausübung einer Sportart geknüpft werden!

Waffenkultur, das Organ der Generation 2.0 wird ein Jahr alt. Unserem ersten Jubiläum haben wir im Innenteil einen eigenen Artikel gewidmet.

Im zweiten Jahr dürfen und unsere Leser einige Neuigkeiten erwarten. Wir bleiben innovativ, pragmatisch und unabhängig. Das genau das der richtige Weg ist, zeigen die steigenden Leserzahlen.

Die September/Oktober Ausgabe hat folgenden Inhalt:

- Carbine 1.0: Gewehrkurs mit VTAC Germany
- 1 Jahr Waffenkultur: Die Stimme der Generation 2.0
- Make Ready with Paul Howe: 4 DVD im Überblick
- Glock: Kaufberatung zu Griffstückgrößen
- La Coruña FR8: Scout Rifle für wenig Geld
- Ballistik: Durchgehender Visierbereich bei der SIG 551
- Kompakttaschenlampen: Die Fenix RC 10
- Marktübersicht Regenjacken
- Disaster Preparedness: Ein Expat Go Bag
- Fighting Fit: Kettlebell Training
- Fighting Fit: Trail Schuhe
- Das Kalenderblatt: 19 Jahre Blackhawk Down, Paul Howe im Interview
- Die Stadtwehr: Privater Waffenbesitz als Bürgerpflicht
- Recht: Das Staatliche Gewaltmonopol



Zum .pdf-Download: http://waffenkultur.com/


Kommentare:

  1. Schöne neue Nummer... :)

    Aber dass Rotpunkt besser geht bei Barrikaden schiessen kann man nicht so 1:1 stehen lassen.

    Rotpunkt geht effektiv besser wenn man ungewöhnliche Schießpositionen einnehmen muss, weil man nur einen Referenzpunkt hat und sich nicht verrenken muss um Kimme und Korn auf eine Linie zu bringen.
    Aber der Nachteil, besonders bei diesen US Barrikaden mit kleinen Löchern ist der Offset. Anders gesagt man wird gezwungen unmögliche Positionen zu nehmen damit Lauf + Offset durch das Loch passt. Bei einem Kurs konnte ich Festellen das die zwei Teilnehmer ohne Rotpunkt, auf 100m schneller waren als diejenigen mit Rotpunkt, weil, sich mit der schlanken Linie mehr Möglichkeiten geben und man am Schluss schneller ist.

    Ein anderer Punkt mit dem Offset ist die ballistische Korrektur die man machen muss wenn die Waffe seitlich geneigt, je grösser der Offset, je grösser die seitliche Korrektur.

    In dem gleichen Kurs sah man auch in einer CQB Übung (er IPSC würde ich sagen) wie auf extrem kurzen Distanzen der Rotpunkt kontraproduktiv ist. Ich habe mit einem SIG 550 ohne Optik weit am schnellsten den Parcours gemacht (dies ohne IPSC Background). Alle anderen die kürzere Stg hatten mit Optiken waren langsamer wegen dem Tunnel Effekt.

    In der Schweiz wurde mal eine grosse Feldstudie gemacht über den Rotpunkt. Kurz auftauchende Ziele zwischen 0-300m. Erst ab 200m war der Rotpunkt im Vorteil gegenüber dem normalen Visier, Grund wieder der Tunnel Effekt.

    Wenn überhaupt, bringt eine Microaimpoint etwas, er liegt sehr flach auf, wegen der kürze hält sich der Tunneleffekt in Grenzen und wenn es schnell gehen muss in nahen Distanzen (50m), kann man einfach über den Rotpunkt schauen und zielen.

    Sonst gibt es spezial Aufgaben wo der Rotpunkt klar besser ist: Wenn man aus einem fahrenden Fahrzeug schiesst oder aus einem Helikopter. Und sonst eine Minimi mit Rotpunkt ist um Welten besser als das original Visier.

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  2. Ich finde die Diskussion um Zusatzoptiken recht interessant und bin der selben Meinung: lernen muss man mit der Standardvisierung.

    Nur bei einem Pullpup-Design (Steyr Stg77, FN F2000) gibt's erstens keine "Notvisierung" und zweitens wäre doch sowieso die Visierlinie viel zu kurz, um weiter als, ka., 50m zu schießen?

    Man kommt also um eine Optik nicht rum... da gibt's hierzu eine wie ich finde gute Beschreibung: http://ultimak.com/UnderstandingE-sights.htm

    Schöne Grüße aus AT und vielen Dank für diese/s geniale Zeitschrift/Blog :-)

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