Dienstag, 24. März 2026

Langzeittest: OA-15 M5 (Nr. 15)

 

Erstmontage LPV Sharp II

Gesamtschusszahl: 1.700 + 200 = 1.900
Davon mit SD: 150

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0



Das Oberland Arms OA-15 M5 ist mit Frühjahr 2026 seit fünf Jahren in Nutzung. Erwartungsgemäß ist die jährliche Schussbelastung wegen des eher sporadischen Einsatzes auf Gewehrkursen gering. Überwiegend wird nach wie vor das Black Label M4 genutzt.



Auf der letzten Trainingssitzung im März wurde ein neues LPV montiert: Das Sharp II, ebenfalls von Oberland Arms. Die Waffe absolvierte damit insgesamt zweihundert Schuss.



Der obligatorische Rifleman wurde trotz Dreifach-Vergrößerung des Magnifier nicht komplett fehlerfrei geschossen.


Archiv 
Nr. 00 (Erstvorstellung)
Nr. 01 (Einschießen Offene Visierung)
Nr. 02 (Erster Gewehrkurs)
Nr. 03 (Gewehrkurs CCO mit ELCAN)
Nr. 04 (Rifleman mit ELCAN)
Nr. 05 (Das Präzisionswunder)
Nr. 06 (Neue Teile)
Nr. 07 (ZF-Montage)
Nr. 08 (660 Meter)
Nr. 09 (AK-Kurs)
Nr. 10 (660 Meter mit Signaturverzerrer)
Nr. 11 (Rifleman fehlerfrei)
Nr. 12 (2 Tage Regen)
Nr. 13 (Natural Point of Aim)
Nr. 14 (Iron Sights und Kopfposition)
Nr. 15 (Erstmontage LPV Sharp II)


Samstag, 21. März 2026

Akademie 0/500®: Einsatzdistanzen Flinte

 

„Kenne Deine Einsatzdistanzen mit der Flinte!“, ist eine wichtige Erkenntnis, wenn es um die Grundausbildung zur praktischen Anwendung des Werkzeugs Flinte geht



Diese Einsatzdistanzen sind bei der Verwendung von Buck Shot und Slugs grundsätzlich verschieden. Darüber hinaus gibt es noch Unterschiede zwischen den einzelnen Laborierungen und Flintentypen. Die Variantenbreite ist also erheblich und macht regelmäßiges Testen erforderlich, bis die geeignete Einsatzmunition gefunden ist.

Auf dem Grundkurs „Flinte 1“ von Akademie 0/500® sind diese Testreihen fester Bestandteil im Lehrprogramm. Alle Teilnehmer durchlaufen die Wirkungszonenmethode und den 50-m-Präzisionstest.

Wirkungszonenmethode
Bei der Wirkungszonenmethode wird aus den festgelegten Entfernungen von sieben / zehn / zwölf und fünfzehn Metern jeweils ein Schuss Buck Shot (Postenschrot) abgegeben. Ermittelt wird dabei die Entfernung, ab welcher die Schrotgarbe größer wird als ein DIN A4 Blatt. Bei dieser Distanz endet der Einsatzbereich von Buck Shot. Für gewöhnlich sind das zwölf Meter. Jenseits der zwölf Meter ist die Schrotgarbe größer als DIN A4 und man spricht von Wirkungszone C.
Ab dieser Distanz ist der Munitionswechsel auf Slug (Flintenlaufgeschoss) zu empfehlen, um eine Umfeldgefährdung durch einzelne Posten, die ihr Ziel nicht mehr treffen (können) auszuschließen.

Dokumentation der Wirkungszonen


50-m-Präzisionstest

Flintenschießen und Präzisionstest sind in erster Wahrnehmung vielleicht widersprüchlich. Dennoch besitzen auch Flinten ein Präzisionspotential, das vom Anwender ausgeschöpft werden kann. Trotz Glattrohr-Technologie der Flinte und den außenballistisch wenig optimierten Slug-Projektilen, kann mit relativ wenig Übungsaufwand bis mindestens fünfzig Meter eine sehr ordentliche Gruppe erzeugt werden.
Erfahrungsgemäß hat Slug-Munition bis fünfzig Meter keinen übergroßen Geschossabfall. Präzisionsnachteile entstehen hier vor allem aufgrund einer rudimentären Visiereinrichtung auf der Flinte. Ghost-Ring Visiere sind zwar beherrschbar und in jedem Fall besser als nur ein „Perlkorn“ oder eine „Visierschiene“, Flinten mit einer Büchsenvisierung oder gar einem kleinen LPV erhöhen die Eigenpräzision aber deutlich.
Mit einer Büchsenvisierung sind Streukreise von 15 Zentimeter auf fünfzig Meter durchaus machbar.

Mit einer Büchsenvisierung sind
Streukreise von 15 Zentimeter auf
fünfzig Meter durchaus machbar

Ghost-Ring Visiere sind zwar beherrschbar.
Flinten mit Büchsenvisierung oder einem
kleinen LPV erhöhen aber die Eigenpräzision


Munition
Zwei Schlagworte sollten für die Munitionsbeschaffung bestimmend sein: „Qualitätsmunition“ und „rückstoßreduziert“. Selbst rückstoßreduzierte Ladungen bieten noch mindestens zweitausend Joule Mündungsenergie. Beschusstests zeigen, dass Flinten diese Mündungsenergie selbst aus Nahdistanz (Sieben Meter und weniger) zu einhundert Prozent an das Zielmedium abgeben. Mehr Mündungsenergie würde demnach keine Vorteile bringen, sondern u.U. eher den Nachteil einer Überpenetration.
Empfehlenswerte Ladungen sind bspw. die beiden GECO-Fabrikate Coated Competition Slug und Coated Competition Buck Shot.

Empfehlenswerte Ladungen sind bspw. die beiden
GECO-Fabrikate Coated Competition Slug und
Coated Competition Buck Shot



Weiterführende Links
Beschussversuch 12/70


Buck Shot Hornady Zombie Max 12/70


Buck Shot Federal Premium Force X2

 



Das Home Defense Paket

 



Mossberg 590A1 Retrograde

 



Kurse bei Akademie 0/500



Montag, 16. März 2026

Direct Action®: Neue Produkte in der Vanguard und Spitfire Serie

 

Der polnische Ausrüster geht ins zwölfte Jahr seines Bestehens und erweitert die Produktpalette in der „Vanguard“-Serie und rund um den Plattenträger „Spitfire“


Direct Action ist vor allem für hochwertige Bekleidung und Ausrüstungsgegenstände bekannt, die sehr gern von Spezialeinheiten beschafft wird. Darunter auch die polnische GROM.
Der größte Teil der Produktion findet tatsächlich in Polen statt

Service
https://directactiongear.com/en/ 














Dienstag, 10. März 2026

Oberland Arms: OA SHARP Sight II

 

Das Leuchtpunktvisier OA SHARP Sight bewährt sich drei Jahren im Alltagsgebrauch sehr ordentlich. Im Februar 2026 brachte Oberland Arms die Nachfolgeversion SHARP Sight II auf den Markt. In der Generation II ist das LPV noch einmal deutlich kleiner und leichter. Wir beginnen einen Langzeittest



SHARP Sight (1. Version)
Die Kaufentscheidung zugunsten des OA SHARP Sight vor drei Jahren hatte gute Gründe:
Das OA SHARP verfügt über ein sehr brillantes Absehen ohne die manchmal auftretenden „Ausfranzungen“.
Die sog. Shake & Awake Elektronik arbeitet vom Nutzer unbemerkt. Nach zwei Minuten Inaktivität schaltet sich das Absehen automatisch aus und wird nach einer Bewegung ohne Zeitverzögerung sofort wieder in Betrieb genommen. Im Praxistest passierte dieses automatische Wiedereinschalten auch bei der kleinsten Bewegung und im wahrsten Sinne ad hoc.
Die schlüssige Konzeptidee der Kompaktbauweise, die dennoch das Vorhandensein einer Klappkimme unter dem 3-fach Magnifier ermöglicht, ist ein weiteres Kaufargument.
Darüber hinaus vollzog sich der Langzeittest bisher ohne Defekte. Nicht zuletzt ist der Endkundenpreis von 399 Euro natürlich auch ein entscheidendes Kaufkriterium.

Im direkten Vergleich ist das SHARP II
noch einmal deutlich kleiner und wiegt
lediglich 64 Gramm


SHARP Sight II
Die Anschaffung des Nachfolgemodells ist da nur ein konsequenter Schritt.
Was zuerst auffällt, ist die Preisstabilität. Auch das SHARP II ist zum Ladenpreis von 399 Euro erhältlich.
Im direkten Vergleich ist das SHARP II noch einmal deutlich kleiner. Es besitzt allerdings ein relativ großes Fenster, dass die Erfassung des Leuchtabsehens einfach werden lässt. Das Absehen hat immer noch die selbe Brillanz, wie im SHARP 1. Version.
Das Absehen ist immer noch wechselbar zwischen: einem 2-MOA-Punkt einem Kreis und einem Kreis mit Punkt.

Oberland Arms empfiehlt ein
Anziehmoment von 2,5 Newtonmeter


Robustheit
Das LPV ist stoßfest und wasserdicht nach IP67. Die CR2032-Batterie hat nach Herstellerangabe eine Lebensdauer von 25.000 Stunden.

Kompatibilität
Wurde bereits ein OA SHARP Magnifier angeschafft, ist der in Verbindung mit der SHARP II Version weiterhin als Vergrößerungsvorsatz nutzbar.
Wichtige Information: Das SHARP II besitzt einen ACRO-Footprint und kann somit auf allen Aimpoint-kompatiblen Bodenplatten montiert werden.

Wurde bereits ein OA SHARP Magnifier angeschafft,
ist der in Verbindung mit der SHARP II Version
weiterhin als Vergrößerungsvorsatz nutzbar

Montage in drei Bauhöhen sind lieferbar:
Links „tactical high“,
Mitte „regular“ (Co-Witness AR-15),
Rechts „flat“ für Flinten


Montagen-Vielfalt
Oberland Arms bietet für die Nutzung des SHARP II auf einer Langwaffe derzeit Montagen mit drei verschiedenen Bauhöhen in drei verschiedenen Farben. Die gängigste Montage dürfte die mittlere Bauhöhe mit der Verkaufsbezeichnung „regular“ werden. Damit wird bei einem AR-15 der sog. Co-Witness mit der offenen Kimme-Korn-Visierung erzeugt.
Die Montagehöhe „flat“ hingegen bietet sich für die Verbauung auf Flinten oder Repetiergewehren an. 
Bauhöhe „tactical high“ ist etwas für Leute, die nicht wissen, was sie tun. Davon gibt es anscheinend immer mehr und Oberland befriedigt die Nachfrage.



Besonderheiten
Das Gewicht von lediglich 64 Gramm ist in diesem Marktsegment eine Besonderheit. Außerdem sind im Lieferumfang zwei sog. Opferlinsen und ein Wabenfilter enthalten.

Beim SHARP II lässt sich ein Wabenaufsatz
vorschalten. Dieser wird, wie auch die Opferlinse,
einfach aufgeschoben


Mehr dazu in „Die Waffenkultur“ Nr. 87 ab 30. März 2026

Service
Oberland Arms 


Freitag, 6. März 2026

Akademie 0/500®: Zusatztermine 2026

 

 

Am Freitag, 10. April findet in Bocholt ein zusätzlicher Pistole 1 (Halbtag) Kurs statt. Wir beginnen morgens um 8 Uhr und enden um 11 Uhr.
Pistole 1


Am selben Wochenende ist ebenfalls in Bocholt ein zusätzlicher Theorieblock für die Ausbilderschulung angesetzt. (Freitag, 10. April bis Sonntag, 12. April)
Ausbilderschulung


Am Samstag, 2. Mai ist in Tschechien ein weiterer Kurs Flinte 1 angesetzt. 
Dieser Tag könnte aber auch als Möglichkeit für ein Privattraining / Kleingruppentraining im individuellem Programm genutzt werden.

Terminliste & Anmeldung
https://0-500.org/page/Termine