Freitag, 2. November 2012

ZF-Gewehr (2)

Zahlreiche Leserzuschriften kamen zu diesem Projekt. Dafür herzlichen Dank. Die Vorschläge werden in diesem Beitrag zusammengefasst und (anonym) veröffentlicht.  


Waffe
Die Kriterien waren:
Kaliber: .308 Winchester
Einsatz: bis 800 Meter
Gewicht (ohne Optik): < 4 kg (angestrebt 3,5 kg)
abnehmbares Magazin
Budget: 2.000 €
(vorteilhaft: Mündung mit Außengewinde)

Vorschläge:
Savage 10 FCP-SR
Tikka T3 TAC
Tikka T3 Varmint
Remington 700 Police LTR
LuxDefTec HSG-41
SHR 970




Optik (Zielfernrohr)
Die Kriterien waren:
Verstellrichtung Höhenturm: bei Rechtsdrehung nach OBEN
Verstellrichtung Seitenturm: bei Rechtsdrehung nach RECHTS
Klickverstellung in 10mm-Schritten
MilDot Absehen
Budget: 1.600 €
(vorteilhaft: 3-12x50)
(vorteilhaft:Brillanz im Absehen, hohe Dämmerungsleistung)

Vorschläge:
Leupold VX-3 oder Mark 4
Kahles K 312 II (3-12 x 50)
S&B 3-12x50 PM II mit P3 Absehen
Steiner Tactical/Military 3-12x50
S&B 3-20x50



Montage
Die Kriterien waren:
Blockmontage
Schnellspannung
20 MOA Vorneigung
Budget: 200 €

Vorschläge:
Keine Schnellspannung, Fixe Montage, Schrauben Loctiten


Bei der Waffe kristallisiert sich die Tikka T3 TAC heraus. Sie erfüllt die gestellten Forderungen am Besten. Preislich interessant wäre natürlich der G3-Klon. Aber mit 4,5 kg Eigengewicht liegt er außerhalb der Kriterien. (Was nicht bedeutet, dass es nicht trotzdem für andere Zwecke angeschafft wird.)

US-amerikanische Zielfernrohre scheiden aus. Ein Umbau der Verstellrichtung würde zu viel Aufwand bedeuten. Das Kahles wäre eine Option gewesen. Leider ist hier die Verstellrichtung des Seitenturms konträr. Bleiben Schmidt & Bender PM II und Steiner Tactical. Die Proliferationspolitik der Firma Steiner ist zumindest für mich etwas undurchsichtig. Aber das ZF hätte ein beleuchtetes Absehen und liegt sogar im Budget.


Richtig ist die Aussage, dass die Montage zum vorgesehenen Zweck nicht unbedingt eine Schnellspannung haben muss. Dieses Kriterium wird gestrichen.


siehe auch:

ZF-Gewehr (1)
ZF-Gewehr (2) 
ZF-Gewehr (3)
ZF-Gewehr (4)
ZF-Gewehr (5)
ZF-Gewehr (6)
ZF-Gewehr (7)
ZF-Gewehr (8)
Tikka T3 TAC (9)
Tikka T3 TAC (10)
Tikka T3 TAC (11)
Tikka T3 TAC (12)
Tikka T3 TAC (13)
Tikka T3 TAC (14)
Tikka T3 TAC (15)
Tikka T3 TAC (16)
Tikka T3 TAC (17)

Kommentare:

  1. Wenn die Entscheidung für die Waffe noch nicht definitiv gefallen ist, dann könnte die Steyr Mannlicher "Pro Varmint" vielleicht gefallen:

    http://www.steyr-mannlicher.com/jagdwaffen/pro-varmint/

    Mit einem Gewicht von ca. 3,9 kg und einem Preis von ca. 2000€ zwar am oberen Limit, aber ein durch Kurse der NDS - Schule bekanntes System. Den Stainless-Lauf kann man ohne weiteres schwärzen.

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  2. Hallo Henning,

    in dem vorgegebenen Gewichtsbereich wird es überhaupt schwer einen Selbstlader in 308 zu finden. Ich finde dieses Kriterium sollte nochmal überdacht werde.

    Beachten sollte man die jüngsten Trends westlicher Armeen (Amis mit M110, Briten mit L 129, Bundeswehr G28 usw...) die die Defizite von SSG Repetierwaffen im Irak und Afghanistan schmerzlich zu spüren bekommen haben. Die deutlich höhere Feuerkraft von Selbstladern (Kein Repetieren, 20 Schuss Magazin) wusste schon der Allerberger im 2 WK zu schätzen. Die damaligen Präzisionseinbußen gegenüber den Repetierern gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Solange man kein Hochpräzises Waffen
    Die großen Brüder der AR15 Gewehre bieten eine herrvorragende Präzision, was diverse Tests bezeugen.
    Ich selbst besitze ein Oberland Arms OA10, welches mit Fabrikmunition und billigem Nikon Buckmaster ZF serienweise 5 Schuss Kreise von 7cm auf 300m liefert.(OA10 DMR, Hornady 155grs TAP)
    Bei 800 Schuss hatte ich bisher 3 Störungen (Stovepipes) und das lag wohl an der korrodierter Surplus Munition.
    Mit einem OA10 Heavy Barrel und Freischwinger-Vorderscahft kommt man gerade so auf die 2000€.
    Die hohe Feuerkraft lässt außerdem die Waffe auch im Nahbereich sehr gut einsetzten.(Vor allem mit kombinierter Optik, z.b. Docter Leuchtpunkt auf der ZF-Montage)
    Hier wirds mit einem Repetierer schnell eng.
    Die simultane Handhabung zu den Ar15ern spart eine speparate Ausbildung, in Stresssituationen sitzen die Handgriffe bereits intuitiv.
    Zusaffemgefasst bietet für mich ein solcher Selbstlader außer dem etwas höheren Waffengewicht nur Vorteilahftes.

    Ich hoffe einen Denkanstoß gegeben zu haben ;-9

    Gruß Fabian

    P.s.: Ein interessanter Artikel zu der Diskussion: http://www.shootingtimes.com/2010/09/23/longgun_reviews_st_semiautosniper_200901/

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  3. Wie wärs mit dem Remington R25! AR10-Plattform, Gewicht 3,6 kg, Preis unter 2000 Euro.
    Laut Fachpresse sehr gute Schussleistung.
    Gruß
    Jochen

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  4. Meinen Vorredner möcht ich mich durchaus anschließen. Doch einen Selbstlader zu bevorzugen. Für genauso erstrebenswert halte ich eine simultane Handhabung zu einem(kompakteren) System im kleineren Kaliber.

    Mein Denkansatz geht aber eher in Richtung des "Klassenfeinds".
    Wieso nicht eine Izhmash Tigr?
    Beim Gewicht beleiben wir unter 4kg, die kurze Version in 7,62x54R liegt sogar nur bei 3,5kg.
    Preislich liegen wir mit der 308. knapp unter der Preisgrenze, bei der 7,62x54R sogar "nur" bei 1500€.
    Offene Visierung ist selbstverständlich auch vorhanden(wenn ich mich was das angeht an das Scout Rifle Konzept von Jeff Cooper anlehnen darf). Nur die Waffenlänge ist nicht optimal mit 110cm bzw 109cm und das in der kurzen Variante.

    Präzision wäre wiederum akzeptabel.Laut DWJ unter 30mm. In den meisten englisch sprachigen Foren ist etwas um die 30mm zu lesen. Einen ausführlichen unabhängigen Bericht über die Tigr gibt es übrigens in einen deutschsprachigen Forum. Präzsiontechnisch liegen wir also gleich auf mit der Ruger Scout Rifle,wenn nicht sogar leicht besser. Den Vorteil des Selbstlader haben wir dann natürlich mit der Waffenlänge erkauft, jedoch möchte ich der Tigr als weiteren Vorteil eine sehr hohe Zuverlässigkeit sowie Belastbarkeit unter allen möglichen Umständen vom Regenwald über trockene Steppen bis sibirischer Kälte unterstellen.

    Simultan ausgebildet werden könnte dann zu AK-Derivaten.

    Ich meine sogar mal gelesen zu haben das bei entsprechender ZF-Montage sogar die offene Visierung und ZF gleichzeitig genutzt werden könnten.
    Wobei abgesehen von der mit Sicherheit genauo hohen Belastbarkeit und des integrierten einfach zu handhaben "Entfernungsmesser" die ZF's wohl nicht den Anforderungen genügen werden.
    Aber mal ehrlich so schlecht kann die Waffe+ZF nun auch wieder nicht sein wenn sie in dutzenden von Staaten noch genutzt wird unter anderem auch Finnland aus der die Tikka stammt. Die ich ebenfalls für eine sehr gute Wahl halte. Außerdem wird das Dragunov sogar noch "aktuell"(2007) von einigen Staaten neu beschafft(Venezuela).
    Ich persönlich würde den Repetierer nur noch den Vorzug geben wenn extrem genau geschoßen wird oder ein noch größeres Kaliber bevorzugt wird.

    Zu guter Letzt möchte ich zu geben das ich reiner Theoretiker bin.

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  5. Was die Dragunovklone angeht habe ich nichts so tolles gehoert. Die Genauigkeit ist noch akzeptabel, die Lauflaenge allerdings weniger. Dazu kommt dass die Gewehre dafuer beruechtigt sind ihre Huelsen meterweit auszuwerfen. Im Zivilen nervt das den Nebenschuetzen, im Militaerischen kann es leicht zur Aufklaerung fuehren - beides nicht gerade zu erwuenschen.

    @Herr Hoffmann
    Was Sie sich eben ueberlegen muss ist ob Sie ein ZF-Gewehr (bzw. DMR) oder eine Praezisionsbuechse wollen. Wenn man sich Ihre Auswahl ansieht scheinen Sie eben doch eher zu letzterem zu tendieren, wobei dann die Kaliberwahl etwas zweifelhaft erscheint (Kostengruende)?
    Das Muendungsgewinde macht bei .308 wenig Sinn wenn Sie nicht gerade vorhaben einen Schalldaempfer zu installieren - eine Muendungsbremse ist bei .308 doch eher laecherlich.

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  6. Zu den Tikka-Magazinen:

    Falls Ersatz für dieTikka Magazine gewünscht wird, gibt es Aftermarket Magazinsysteme für AICS Magazine.
    Die Accuracy Magazine sind robust, zuverlässig und verfügbar.
    In der Ruger Scout werden die gleichen Magazine benutzt, ein weiterer Vorteil.
    Leider kosten die Magazinsysteme 300€ aufwärts. Der Originalschaft muß etwas modifiziert werden, was aber im Eigenbau mittels Dremel erfolgen kann.
    Es gäbe diese Hersteller:
    http://www.alutek.eu/ unter Produkte
    Mit diesem Hersteller habe ich keine Erfahrungen.
    oder
    http://www.webshop.roedale.de/product_info.php?info=p396_Magazine-System-Tikka-T3-f-r-AICS-Magazine.html
    Auch keine eigene Erfahrungen, es finden sich genug Berichte im WWW.

    Grüße,

    Hans

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  7. Meine Meinung zur Wahl eines ZF-Gewehrs dürfte klar sein.

    Nun möchte ich noch etwas zu einem Repetiersystem anmerken:
    Ich bin seit geraumer Zeit ebenfalls an dieser Thematik dran, da ich für mich eine Büchse fürs Präzisionsschießen auf große Distanzen suche, welches sich aber auch jagdlich einsetzen lässt.
    Vor einigen Jahren schon bin ich auf die Howa 1500 er gestoßen. Glaubt man z.B. Pete Lincoln (sowie diversen Tests in Zeitschriften, und Reviews in amerikanischen) bietet die Howa von Haus aus bessere Verarbeitung und Technik als eine Remington 700.
    Pete überarbeiten für 1350€ eine Howa Varmint mit Bell& Carlson Schaft. (Verschlussabstand, Abzugstuning, Laufmündung neu schneiden, Systembettung)
    Damit hat man gegenüber einer 700 P z.B. um die 400 € gespart, hat aber eine vom Büchsenmacher überarbeitete Präzisionswaffe.
    Wenn einem das Roedale Magazin-System zu teuer ist, kann man auf das von Leader Trading angebotene Magazinsystem zurückgreifen. Habe erst am vergangenen Wochenende eine Howa Varmiont Stainless, welche von Pete überarbeitet wurde auf einem 300m Stand überzeugen können. Der Besitzer hatte das Magazin-System schon einige Zeit montiert und bisher sind keinerlei Probleme aufgetreten. Magazin, und Magazinschacht sind zwar aus Kunststoff, fühlen sich aber rein subjektiv sehr robust an. Das Magazin sitzt satt und wackelfrei im Magazinschacht, ganz im Gegensatz zu den Standard Tikka Magazinen.
    Vielleicht solltest du dich mal mit Pete in Verbindung setzten.
    Dass du an ein Mündungsgewinde denkst finde ich sehr gut, damit ist man auf jeden Fall für die Zukunft gerüstet. Und sei es vorerst nur für Mündungsfeuerdämpfer oder -Bremsen. Wer weiß was sich in der SD-Thematik tun wird die nächste Zeit, Stichwort Jäger und EU Lärmschutzverordnung.
    Da die 308 ursprünglich für Sturmgewehr entwickelt wurden, sind die Leistungseinbußen aus einem 20" Lauf minimal. Mit Fabrik-Match Munition bleiben die Geschosse bis an die 1000m, teils bis 1100m, im Überschall-Bereich.
    Misst man die Mündungsgeschwindigkeit von 20 zu 24 Zoll Lauf und erstellt z.B. mit JBM Ballistics jeweils Ballistiktabellen, sieht man den marginalen Unterschied, in Energie, Fall als auch Windabweichung.
    Dafür ist die Waffe dann deutlich führiger (und auch a bisserl leichter) als z.B. mit 24" Lauf.

    Ich bin gespannt auf deine Entscheidung !

    Gruß Fabian

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