Sonntag, 30. März 2014

Die Waffenkultur – Ausgabe 15 (März/April 2014)




Ausgabe 15 (März/April 2014)



Die März/April Ausgabe hat folgenden Inhalt:

Accuracy is King: Schießkurs Carbine 1 mit Larry Vickers
When life goes wrong: Street Combatives Techniken
RPM: Robust Pistol Manipulation mit Paul Gomez
Messereport IWA 2014: Was uns auffiel
Fürs kleine Schwarze: Die Glock 42 in .380 Auto
Licht ins Dunkel: Tritium Visiere in Deutschland
Hieb & Stich: Der Titan Sepp von Oberland Arms
Paladin: Ein Plattenträger von SERT
Standardübungen (9): Grid of Fire
The Return of Rigby: Jagdwaffen aus London
20 min Minimalprogramm (5): Die Bocholt Routine
Das Kalenderblatt: Der mythische Kolonialheld Paul von Lettow-Vorbeck
Buchvorstellung: Feindkontakt - Gefechtsberichte aus Afghanistan von Sascha Brinkmann und Bitzkrieg-Legende – Der Westfeldzug 1940 von Karl-Heinz Frieser





Mittwoch, 26. März 2014

Glock 42 in .380 Auto



Seit Anfang 2014 hat der österreichische Gebrauchswaffenhersteller die erste echte Taschenpistole im Programm: Die Glock 42 im Kaliber 9 mm Kurz.


Das Kaliber .380 Auto ist im Produktionsprogramm von Glock nicht neu. Es existieren bereits zwei Modelle. Die Glock 25 ist seit fast zehn Jahren auf dem Markt und entspricht mit ihrem Compact-Rahmen einer Glock 19. Die Glock 28 ist die Subcompact-Ausführung. Beide haben zweireihige Magazine. Konzipiert wurden diese .380-Modelle für Länder, in denen es Privatpersonen versagt bleibt, Handfeuerwaffen in militärischen Kalibern zu besitzen.
Die Patrone an sich ist über 100 Jahre alt und unter vielen Bezeichnungen bekannt. Neben 9 mm Kurz und .380 Auto wird sie auch noch gelistet als .380 ACP, 9 mm Browning short oder 9x17. Bis in die 1970er-Jahre hinein stand die Patrone im Dienst von Militär und insbesondere bei der Polizei. Legendär sind die frühen Spannabzugpistolen Walther PP und PPK eingerichtet für 9 mm Kurz. Seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die 9x17 zunehmend aus dem Bereich der behördlichen Dienstwaffen verdrängt und durch die stärkere 9x19 abgelöst. Im Segment der Kleinpistolen und Back-Up Waffen hielt sie aber ihren Status und gilt als leistungsstärkste Variante. Für gewöhnlich liegen die Geschossgewichte einer .380 Auto bei 90 gr. oder 95 gr., was zu einer Anfangsgeschwindigkeit von bis zu 300 m/s und einer Mündungsenergie von 280 J führen kann.



Gleichheiten und Unterschiede
Die Bedienelemente der Glock 42 unterscheiden sich äußerlich nicht von denen anderer Glock Pistolen. Sie hat den Magazinauslöser der Gen. 4, ebenfalls wechselbar zum Linkshandbetrieb. Der Schlittenfanghebel hat die gewohnte Position, Größe und Funktion. Der Abzug ist ein Glock Safe-Action mit seiner typischen Charakteristik, der bei gemessenen 4 kg bricht. Das Zerlegeprozedere ist identisch, ebenso die Tandemschließfeder der Gen. 4.
Die Waffe besitzt nur den Trigger Pin (Bauteil #28). Auf den Locking Block Pin (#34) wurde verzichtet. Beim Zerlegen zeigen sich erste Unterschiede. Um den Schlittenfanghebel entnehmen zu können, muss zuerst der Verschlussblock (#22) entfernt werden. Der Schlittenfanghebel ist nicht kompatibel zu anderen Glockmodellen.



Abzug
Die Glock 42 hat keine Abzugsfeder, sondern eine New-York-Trigger ähnliche Lösung. Was die Erklärung für den straffen Abzug liefert. Hat man in seiner Schießausbildung gelernt, beim Abkrümmen einen korrekten Bewegungsablauf auszuführen, stellen jedoch weder Abzugsgewicht noch Abzugscharakteristik eine Herausforderung dar. Trigger mechanism housing  (#23) und Connector (#24) sind ebenfalls nicht kompatibel zu anderen Modellen.



Einsatzzweck
Das Griffstück besitzt die gleiche RTF-Haptik, wie andere Gen. 4 Glockpistolen auch. Die Waffe lässt sich im einhändigen Anschlag mit normal großen Händen noch gut bedienen. Auch eine stabile beidhändige Grifftechnik ist machbar. Obgleich beidhändiges Schießen dem Einsatzzweck einer Taschenpistole nicht ganz entspricht. Taschenpistolen sind nicht dafür gedacht, Feuergefechte zu führen. Sie stellen eine Option dar, in einer Konfrontation die Feuerüberlegenheit zu gewinnen. Was in diesem Fall wohl heißt, dass der Gegner unbewaffnet und/oder überrascht ist. In allen anderen Einsatzgebieten wird die Glock 42, wie jede andere Taschenpistole auch, den Kürzen ziehen. Zur sportlichen Verwendung taugt sie nicht aufgrund der kurzen Visierlinie. Auf der Jagd bringt sie zu wenig Energie ins Ziel und als Alternative für das Training mit einer Gebrauchswaffe sind die Munitionskosten im Kaliber .380 Auto zu hoch. Bleibt also nur das (sehr) verdeckte Führen. Wofür sich ein Minimalholster empfiehlt. Der Slime-Line Abzugsbügel hat statt den 16 mm Breite einer Glock 17 nur 12 mm. Das sollte beim Kauf bzw. der Anfertigung eines Minimalholsters aus Kydex beachtet werden.



Fazit
Im Gegensatz zu lediglich „klein geschrumpften“ Taschenpistolen besitzt die Glock 42 eine gute Ergonomie. Die Waffe schießt sich sehr angenehm. Wozu auch die niedrige Laufachse ihren Beitrag leistet.

Technische Daten
Modell: Glock 42
Hersteller: Glock Österreich
Kaliber: .380 Auto
L x B x H: 14 cm x 2,2 cm x 10 cm
Lauflänge: 68 mm
Visierlinie: 125 mm
Abzugsgewicht: ca. 4 kg
Gewicht: 390 g
Magazinkapazität: 6+1

Mehr dazu in Waffenkultur Ausgabe 15 ab 30. März 2014



Montag, 24. März 2014

SIG 516 Langzeittest – Woche 105 bis 116



Die 516 diente ein weiteres Mal als Leihwaffe auf unseren Gewehrkursen. Sie war ausgestattet mit dem Aimpoint PRO. Verschossen wurde Munition des Fabrikats GECO Target 63 gr. Die Behandlung mit FireClean zeigte Vorteile. Ebenso wie der VCAS-Trageriemen.


Gesamtschusszahl: 7.900 + 540 = 8.440

Störungen Typ I: 6
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2


Die SIG 516 lief etwa 700 Schuss ohne Zwischenreinigung nachdem die Waffe mit FireClean behandelt wurde. FireClean wurde anstatt eines herkömmlichen Waffenöls aufgetragen. Laut Herstellerangabe bleibt die Schmierung auch dann noch bestehen, wenn kein Schmierfilm mehr zu sehen ist. Außerdem soll sich Pulverschmauch leichter von den Metallteilen entfernen lassen. Das Resultat, welches sich nach 700 Schuss zeigte war überraschend. Das Gasventil ließ sich problem- und reibungslos aus der Waffe entnehmen. Normalerweise sorgen Pulverschmauchablagerungen bei Reinigungsintervallen größer als 500 Schuss dafür, dass beim Entnehmen etwas mehr Kraft und manchmal sogar Werkzeug benutzt werden muss. Der Pulverschmauch konnte mit einem Tuch darüber hinaus schnell abgewischt werden. Da die Waffe unter sonst gleichen Bedingungen eingesetzt wurde, kann dieses Ergebnis durchaus dem neuen Schmiermittel FireClean zugeschrieben werden. Wie überwiegend im Langzeittest wurde Munition des Fabrikates GECO Target 63 gr. benutzt.




Die Längenverstellung am Zwei-Punkt-Trageriemen VCAS von Larry Vickers zeigte einen Vorteil gegenüber vergleichbaren Produkten: Zum Verlängern als auch zum Verkürzen des Riemens muss nur eine Schnalle betätigt werden. Nicht zwei, von denen eine zum Öffnen und eine zum Verkürzen des Riemens dient. Eine Vereinfachung, die der Philosophie von Einfachheit und Minimalismus gerecht wird.




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Samstag, 15. März 2014

IWA 2014: Was uns auffiel



Die Branche präsentierte sich auf der 41. IWA und Outdoor Classics stark und selbstbewusst. Das Wohlbefinden sowohl von Branche als auch Messe zeigte sich in einer neuen Hallenaufteilung mit größerer Ausstellungsfläche mit über 1.300 Ausstellern und fast 40.000 Besuchern aus aller Welt. Es gab Messeneuheiten, Innovationen und Trends.

Von Waffenkultur-Autorenteam


Trends
Der Trend zum Individualismus ist ungebrochen. Farbige Gewehre, farbige Zielfernrohre, modularer Aufbau; jedem seine individuelle Waffe. Bei der Bekleidung etabliert sich mehr und mehr das digitale Tarnmuster. Dieser Trend ist auch beim Militär erkennbar: „Digi-Camouflage“ verdrängt zunehmend das klassische Tarnmuster. Ebenfalls ein Bekleidungstrend sind Isolations- bzw. Kälteschutzjacken mit Kunstfaserfüllung. Diese Jacken sind leicht und meist eng geschnitten und können auch als Zwischenschicht unter einer Regenjacke getragen werden.
„Laser Cut Molle“ ist eine Neuheit und wird gleichzeitig einen Trend setzen. Molleschlaufen werden nicht mehr aufgenäht, sondern per Laser in das Material geschnitten, was einen deutlichen Gewichtsvorteil bringt. Helikon-Tex hatte mehrere Taschen und Rucksäcke mit Laser Cut Molle dabei.
Der aus USA übergeschwappte Trend im Segment der Taschenpistolen wird sich im deutschsprachigen Raum aufgrund der Gesetzeslage erwartungsgemäß nicht durchsetzen können. Dennoch waren einige interessante Subkompaktpistolen zu sehen, wie bspw. die Glock 42 in .380 Auto, die Remington R51 oder Modelle von Ruger und Beretta.
Eine Neuigkeit ist, dass Einfuhr, Lagerung und Verkauf von Tritium-Visieren in der Bundesrepublik künftig wieder möglich sein wird. Der Schweizer Hersteller mb-microtec hat für seine trigalight®-Produkte eine Genehmigung erwirkt. Diese gilt auch für Armbanduhren mit Tritiumeinlagen im Ziffernblatt.
Mehr darüber in Ausgabe 15 ab dem 30. März unter http://waffenkultur.com/ 



Langwaffen

Tikka T3 CTR
Eine echte Messeneuheit kam von Tikka. Die T3 Tactical ist im Kaliber .308 Win. ab sofort mit einem 10-schüssigen Metallmagazin lieferbar. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine „drop-in“ Lösung. Die Änderungen betreffen den Kunststoffschaft und auch das Systemgehäuse. Tikka wird diese Teile nicht einzeln verkaufen, sondern nur als Komplettwaffe unter der Bezeichnung T3 CTR. Der Schaft der CTR verfügt noch nicht über die verstellbare Schaftbacke. Was sich aber im Laufe der Serienproduktion noch ändern kann. Dass die Tikka T3 Tactical in .308 in der Lage ist, Treffer auf 1.000 m zu erzeugen, haben bisher zwei Testwaffen in Waffenkultur-Tests bewiesen. Mit dem serienmäßigen 10-Schuss-Magazin erfährt die T3 eine Gebrauchswertsteigerung.



OA-15 SSP & OA-10 DMR
Oberland Arms hatte die Vorserie des pistongetriebenen OA-15 dabei. Es handelt sich dabei um ein Kurzhubgaskolbensystem mit zwei Verstellpositionen für Normalbetrieb und Betrieb unter starker Verschmutzung.
Die OA-10 im Kaliber .308 Win. wird ab sofort auch für Privatkunden in der Farbe dark earth brown erhältlich sein. Die aktuelle Lieferzeit eines OA-10 beträgt etwa vier Monate.



Unique Alpine TPG-3
Der in Bayern ansässige Hersteller von Scharfschützengewehren hatte das TPG-3 im Gepäck. Seit jeher werden bei Unique Alpine Mehrkaliberwaffen gefertigt, die ein Umrüsten zwischen .308 Winchester und .300 Win Mag erlauben. Das Taktische Präzisionsgewehr TPG-3 integriert zusätzlich noch die starke .338 Lapua Magnum. Das Konzept und die Detaillösungen zeugen von viel Anwendererfahrung. Ein Kaliber- und Laufwechsel bspw. lässt sich in einer Minute durchführen. Konstruiert wurde das TPG-3 unter den Gesichtspunkten von maximaler Robustheit bei geringem Gewicht. Den Ursprung hat das TPG-3 in einer Ausschreibung der US SOCOM zur Beschaffung eines neuen Scharfschützengewehrs. Die Waffe ist auf dem Zivilmarkt verfügbar und natürlich auch als Behördenversion.

(Foto: Paul El-Tawil)


Dynamic Arms Research
Die sächsische Waffenschmiede aus Lichtentanne bei Zwickau präsentierte ein Präzisionsgewehr auf AR-15-Basis im Kaliber 6,5 Grendel. Die Waffe besitzt einen 28“ Super Bull Barrel. Die Gehäuseteile sind in der Farbe Foliage Cerakote-beschichtet. Bei DAR wird jede Waffe nach Kundenwunsch gefertigt. Kaliber, Lauflänge und –profil, Anbauteile und Sonderwünsche sind individuell konfigurierbar.
Darüber hinaus bietet DAR sämtliche Kleinteile wie Federn- und Stiftsätze aus deutscher Fertigung an. Der Anwender wird dadurch ein Stück weit unabhängiger vom US-Markt. Der Vertrieb erfolgt sowohl an Händler als auch Privatkunden.
Das DAR-10 war bis zum Messebeginn aufgrund von Zuliefererproblemen nicht rechtzeitig fertig geworden.




SIG Sport 553
Erst die gute Nachricht: SAN Swiss Arms beabsichtigt, das Modell 553 Sport auf dem deutschen Markt anzubieten. Ein entsprechender BKA-Feststellungsbescheid soll laut Aussage am Messestand bereits vorliegen. Jetzt die schlechte Nachricht: Der Produzent des Schweizer Sturmgewehrs befindet sich in großen finanziellen Schwierigkeiten. SAN Swiss Arms hat Ende Januar die Hälfte seiner 33 Angestellten gekündigt. Weil die Herstellungskosten in der Schweiz im internationalen Vergleich deutlich höher sind und der Absatz an Gewehren rückläufig ist, sah sich die Firma zu den drastischen Sparmaßnahmen gezwungen. Wie der Schweizer Presse zu entnehmen war, sieht der Präsident des schweizerischen Büchsenmacher- und Wafffenhändlerverbands, Daniel Wyss, das zivile Schießwesen mit dem Gewehr 90 gefährdet. Die Schweizer Armee hingegen sieht auf Anfrage der Schweizer Medien für sich keine Gefahr, falls SAN Swiss Arms ihre Servicedienste nicht mehr anbieten kann. Es bleibt zu hoffen, dass die Produktion eines der funktionssichersten und schönsten Sturmgewehre weitergeht – auch im Hinblick auf Erhaltung der Vielfalt des vom AR-15 dominierten Sturmgewehrmarktes.


Kurzwaffen

Glock
Mit dem Modell G42 stellte Glock seine bislang kleinste Pistole vor. Die einreihige Waffe besitzt eine Feuerkraft von 6+1 Schuss und verschießt das Kaliber .380 Auto (9 mm kurz). Beim ersten in die Hand nehmen erstaunt das geringe Gewicht von lediglich 390 g. Das entspricht gegenüber einer G26 einer Einsparung von circa 30 %. Beide Glock Pistolen sind gleich hoch, in der Länge unterbietet die G42 die G26 um knapp 1 cm. Am deutlichsten fällt der Unterschied in der Breite auf: 23 mm gegenüber 30 mm. Somit hat der österreichische Hersteller endlich eine reinrassige Taschenpistole im Programm.
Neben der viel beachteten Glock 42 stellte Glock eine neue Version der Glock Training Pistol vor. Um die Zuverlässigkeit bei Verwendung verschiedenster Sorten von FX- oder ähnlicher Trainingsmunition zu erhöhen, wurden große Teile des Schlittens durch Kunststoffeinsätze ersetzt. Durch das so reduzierte Gewicht des Schlittens kann die ganze Bandbreite an Trainingsmunition mit einer geringeren Zahl auftretender Störungen betrieben werden. Die Glock Training Pistol ist nur für Behörden erhältlich.



Taurus 85 View
Der kompromisslos auf das verdeckte Führen ausgelegte Taurus 85 View ist derzeit der kleinste und leichteste Revolver auf dem Markt. Die geschrumpfte Version des Standardmodells 85 besitzt eine 5-schüssige Trommel, die ebenso wie die Laufhülse aus Titan besteht. Sein Name „View“ leitet sich von der Schlossplatte aus Lexan ab, die eine freie Sicht auf das Innenleben des Mechanismus gestattet. Der DAO-Minirevolver im Kaliber .38 Spezial hat eine Gesamtlänge von 12,7 cm und wiegt voll geladen lediglich 431 g. Die Verteidigungswaffe ist für den Einsatz mit +P-Munition freigegeben. Die auf der IWA gezeigte Version „Pink“ soll weibliche Schützen ansprechen.



SIG Sauer P320
Auf der SHOT Show vorgestellt und vermutlich ab dem IV. Quartal 2014 im deutschsprachigen Raum im Handel verfügbar: Die P320, die erste „striker-fired“ Pistole von SIG Sauer. Aufgrund des Griffstücks besteht äußerlich eine große Ähnlichkeit zur P250. Die Griffstücke sind individuell an die Handgröße anpassbar. Sowohl in der Full-Size Ausführung als auch in der Carry-Ausführung stehen jeweils drei Griffstückumfänge zur Verfügung: Small mit 140 mm, Medium mit 145 mm, Large mit 150 mm Umfang. Das Griffstück ist kein wesentliches Waffenteil und kann daher frei erworben werden. Die Waffe ist komplett auf Linkshandbedienung umrüstbar. Der Abzugsmechanismus ist als „drop-in“-Lösung konzipiert. Die Abzugscharakteristik ist angenehm und erinnert an vergleichbare „striker-fired“ oder „safe-action“ Lösungen. Die P320 wird in den kalibern 9mm Luger, .357SIG sowie .40S&W angeboten werden. Die Magazinkapazität variiert je nach Kaliber und Rahmengröße zwischen 17 und 13 Patronen.




Optik

BROWE BCO und BSO
Brian K. Browe, ehemals Entwicklungsleiter bei Trijicon hat nach seinem Weggang von dort die ACOG Optik weiterentwickelt. Das Resultat heißt BCO – Browe Combat Optik. Im Gegensatz zum ACOG wird die Helligkeit des Absehens nicht über ein Glasfaserfenster gesteuert, sondern über eine Elektronik, die sich an der Helligkeit des Ziels orientiert. Dadurch wird eine Unter- als auch Überbeleuchtung des Absehens ausgeschlossen. An der linken Gehäuseseite befindet sich außerdem ein Tastschalter mit dem sich das Absehen manuell regulieren lässt. Natürlich kann die BCO auch in Verbindung mit einem Doctor-Sight genutzt werden. Das Doctor ist dazu aber nicht fest montiert. Es kann über einen Ring flexibel zwischen 12 Uhr und 2 verschoben werden. BCO’s sind mit einer Vielzahl von Absehen verfügbar. Darunter ballistische Absehen für 5,56x45 / 7,62x39 / 7,62x51 und 300BLK. Das Absehen ist nachleuchtend.
Die Browe Sport Optic (BSO) ist als Alternative zur Browe Combat Optic (BCO) für den Sport- und Freizeitsektor gedacht. Das massive Gehäuse besteht aus 6061-T6-Aluminium, welches viele Hersteller für ihre AR-15-Upper verwenden. Die Absehenbeleuchtung erfolgt durch eine phoshoreszierende Einlage, die man mit einer Taschenlampe aufladen kann. Fünfzehn Sekunden Bestrahlung reichen für mehrere Stunden in wahlweise blau oder grün. Neben diesen beiden Unterschieden zur BCO sind die technischen Daten weitgehend identisch. Die 4x32-Optik hat 7° Sehfeld und ist wasserdicht bis 42 Meter. Sie wird in 0,5-MOA-Schritten justiert und verfügt über die gleiche Auswahl an Absehen. Einen Schönheitspreis wird die BSO sicher nicht gewinnen. Bei einem US-Preis von unter 1.000 Dollar besteht aber die Hoffnung, auch hierzulande ein weiteres preisgünstiges, sehr robustes und optisch gutes ZF zur Auswahl zu haben.



Minox
Minox überraschte zur IWA mit zwei Meldungen: Zum einen mit dem Eintritt in die Blaser-Gruppe, zum anderen mit einer taktischen Zielfernrohrserie, bei der auch Technik des Premiumherstellers Optronika verbaut wird. Vorerst wird es drei taktische ZF geben: ZP8 1-8x24 und ZP5 3-15x50 und ZP5 5-25x56. Der angestrebte Endverbraucherpreis wird sich bei etwa 2.500 € bewegen. Das ZP5 wird mit einem Absehen erhältlich sein, womit das Schätzen von Entfernung erleichtert werden soll. Sowohl das Absehen MR2 als auch das MR5 haben die Advanced Quick Ranging Scale (AQRAS).




Ausrüstung

Climashield
Der Hersteller von Isolationsfasern für Bekleidung und Ausrüstung, Climashield, war mit einem eigenen Messestand vertreten. Climashield ist eine Polyester-Endlosfaser mit hohem Wärmerückhaltvermögen. Das Prinzip der Endlosfaser hat den Vorteil, dass Steppnähte einen weiteren Abstand haben dürfen, sich keine Fasern lösen und auch keine Fasermigration stattfinden kann. Darüber hinaus ist das Isolationsmaterial sehr robust und übersteht auch mehrere Wäschen unbeschadet. Im Gegensatz zu Produkten von Wettbewerbern lässt es sich auch nicht zerreisen. Es gibt verschiedene Ausführungen in unterschiedlichen Dicken und Grammaturen. Weit verbreitet als Füllmaterial für Jacken ist die Version „Climashield APEX“. Welches bspw. Verwendung findet bei: Helikon-Tex, The North Face, Cumulus oder Clawgear sowie den US-amerikanischen Streitkräften.




Helikon-Tex
Verfolgt man die Entwicklung der letzten Jahre des polnischen Ausrüsters Helikon-Tex zeigt sich eine deutliche Erweiterung der Produktpalette und – wenngleich Helikon-Sachen nie minderwertig waren – auch eine deutliche Qualitätssteigerung. Zur diesjährigen IWA zeigte Helikon-Tex mehrere Taschen und Rucksäcke mit dem innovativen „Laser Cut Molle“. Unter der neu gegründeten Vertriebslinie „Direct Action®“ soll insbesondere der behördliche Uniformmarkt bedient werden. Neu ist hier das Hosenmodell „Direct Action Combat Pants“, welches im Tarnmuster „Kryptek Mandrake“ zu sehen war. Nach dem Verkaufserfolg der Wetterschutzjacke „Level 7“ wird im dritten Quartal 2014 eine abgeänderte Version auf den Markt kommen, welche den Zugriff auf eine verdeckt geführte Kurzwaffe ermöglicht (Husky Winter Jacket). Ebenso erreicht derzeit die Helikon Malamute-Weste die Läden. Wie die Level 7 Jacke auch, besitzt die Weste eine Fütterung aus Climashield APEX mit einer Grammatur von 67g/m².
Die Rucksäcke der Direct Action Linie besitzen ein neuartiges Belüftungssystem; das Combat Vent System® (CVS). Die spezielle Kanalisation im Rückenpolster soll Schwitzen und Hitzestau reduzieren helfen.



Victorinox
Zu Beginn 2014 wurde die Messerlinie von Wenger in die Victorinox Kollektion integriert. Mit der Verschmelzung unter der Schweizer Traditionsmarke Victorinox verspricht man sich Synergieeffekte für den Messerstandort Schweiz. Obwohl Wenger schon seit 2005 zum Victorinox Konzern gehört, wurden die Messer bisher noch unter dem Markenname Wenger vertrieben.



LACS
LACS bietet ein Lasertrainingssystem im Stile von MILES oder AGDUS an. Die Signalgeber gibt es in zwei Varianten. Eine wird an die Stromversorgung elektrisch betriebener Airsofts angeschlossen und nutzt damit deren regulären Abzug, die andere löst in bekannter Weise als Reaktion auf Erschütterungen aus und ist für die Verwendung auf FX- oder scharfen Waffen mit Manöverpatronen gedacht. Die Sensoren sind sehr kompakt und können an MOLLE-Schlaufen angebracht werden. Ein großer Fortschritt gegenüber AGDUS und ähnlichen Systemen ist der Umstand, dass bestimmten Signalgebern bestimmte Kaliber zugeordnet werden können. Die Sensoren lassen sich ebenfalls auf bestimmte Kaliber einstellen, so dass z.B. eine leichte ballistische Weste simuliert werden kann, die gegen Kurz-, nicht aber gegen Langwaffen schützt. Eine entsprechende Auswertungssoftware zur Aufbereitung und Verwaltung von Statistiken und Trainingsfortschritten rundet das Paket ab. LACS ist sowohl für das behördliche Training als auch für den MilSim-Bereich und als Alternative zu Lasertag oder Paintball im Sportbereich nutzbar.




Der vollständige Report ab 30. März unter http://waffenkultur.com/




Sonntag, 23. Februar 2014

BROWE mit ballistischem Absehen für 7,62x51 mm



Die in Michigan, USA ansässige Firma BROWE Inc. bietet für all ihre Optiken ein neues Absehen an. Das Fadenkreuz besitzt eine ballistische Kompensation für die Patrone M118LR im Kaliber 7,62x51mm. Bezogen auf eine Anfangsgeschwindigkeit von 790 m/s und ein Geschossgewicht von 175 gr.

Die Waffe wird dafür auf 100 m Fleck angeschossen. Distanzstriche gibt es für 300 m, 400 m, 500 m, 600 m, 700 m, 800 m und 900 m. Wobei nur die Entfernung bei 400 / 600 und 800 m bezeichnet sind. Die Breite des Distanzstriches entspricht der jeweiligen Zielbreite eines etwa 50 cm breiten Ziels.
Die horizontale Linie des Absehens entspricht insgesamt 40 mil mit einer Skalierung von 5 und 10 mil.




Service


Donnerstag, 30. Januar 2014

Die Waffenkultur – Ausgabe 14 (Januar/Februar 2014)




Ausgabe 14 (Januar/Februar 2014)

Mit unserem Leitartikel in der Januarausgabe setzen wir die lose Serie über internationale Schießschulen fort. Pat McNamara folgt mit seiner Ausbildung einem sehr stringenten methodisch-didaktischen Ansatz.
Es geht dabei um mehr als nur das Treffen eines Ziels; als das rein Ergebnisorientierte Absolvieren einer Übung oder eines Drills, wie es die Grundlage für den Schießsport bildet.

Es geht auch und vor allem um das Leben mit einer Waffe, die Akzeptanz von Sicherheitsregeln und das Erlernen von Bewegungsabläufen und einer Waffenhandhabung, welche immer funktionieren. Nicht nur auf einer gemütlich beheizten Raumschießanlage, sondern auch draußen bei widrigen Witterungsverhältnissen, bei Dunkelheit und unter dem intensiven Einfluss von Stress.

Versuchsballon
Mit dieser Ausgabe werden wir erstmalig einen Artikel im englischen Originalwortlaut veröffentlichen. Larry Vickers, US-amerikanischer Schießausbilder und wandelndes Handwaffenlexikon schreibt über die Entstehungsgeschichte des Schmidt & Bender Short Dot.

Das Jahr 2014 begann wieder einmal mit Riesenschritten. Die SHOT Show in Las Vegas ist abgehakt und in den Büchern. Die Branche bereitet sich auf die nächste große Veranstaltung vor: Die IWA in Nürnberg, die in fünf Wochen ihre Tore öffnet. Wir hoffen, einige von Euch dort zu sehen.


Die Januar/Februar Ausgabe hat folgenden Inhalt:

T.A.P.S.: Tactical Application of Practical Shooting
AR-15 in Kompaktausführung: Ein Versuch
Jetzt auch in .308: DAR-10
„Know your conditions!“: Messgeräte von Kestrel
Blick zurück: Die Geschichte des Schmidt & Bender Short Dot
Ist weniger mehr?: RACKminus von Blue Force Gear
Standardübungen (8): Typewriter
Reisebegleiter: 3-Tages Rucksack Penumbra von SERT
Smartes Cover: Staubschutz für Aimpoint Micro
Messebericht: SHOT Show 2014
Durchgefallen: Nuclei Hoody von Arc’teryx
Buchvorstellung: Ritter im Heiligen Land von Hans Wolfram Kessler und Konrad Kessler / Meditations on Violence von Rory Miller







Dienstag, 28. Januar 2014

VISIER Special Nr. 71: Scharfschützen II



Seit Mitte Dezember 2013 etwa ist das VISIER Special 71 zum Thema „Scharfschützen“ erhältlich. Der Autor Dr. Jan-Phillipp Weisswange, unter anderem bekannt durch sein Buch „Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen derBundeswehr“ gilt als Experte im Bereich Handwaffen.

Mit der Ausgabe „Scharfschützen II“ legt er ein Update zur aktuellen materiellen aber auch taktischen Entwicklung vor. Der Schwerpunkt liegt dabei ganz klar im militärischen Bereich des Scharfschützenwesens. Hat es doch hier wegen der andauernden Konflikte in den letzten zehn bis zwölf Jahren offensichtliche Veränderungen gegeben.

Der Markt für Scharfschützenwaffen ist außerordentlich dynamisch und innovativ. Es findet schon seit Langem eine Wechselwirkung zwischen zivilem und militärischem Waffenbau statt. Wie in keinem anderen Bereich der Waffentechnik verschwimmen die Grenzen zwischen Militär und Privat. Was über viele Jahre hinweg erfolgreich im zivilen Umfeld genutzt wurde, hielt Einzug beim Militär. Der durch Rüstungsbestrebungen entstandene Technologieschub befruchtet wiederum den zivilen Waffenmarkt.



Das Heft gliedert sich sinnvoll in Kapitel zu Repetiergewehren, Selbstladegewehren, Anti-Material-Rifles, Spezialwaffen, Optik & Optronik, Munition & Ballistik, Ausrüstung sowie Auswahl & Fortbildung. Der Text wird durch viele aktuelle Fotos untermauert.

Weisswange gibt dringend notwendige Begriffserklärungen zu den Unterschieden zwischen „Sniper / Scharfschütze“, „ZF-Schütze“ und „Präzisionsschütze“. Richtigerweise sieht er die Einsatzschussweite einer 7,62x51 bei 800 m und einer 5,56x45 bei 600m. Eine Selbstlimitierung im Distanzbereich hilft dem Soldat im Einsatz nicht weiter. Seine Ausbildung muss ihm gewährleisten, das Potential seines Kalibers voll auszuschöpfen.

In einer Übersicht werden die zehn weitesten Treffer durch Scharfschützen dargestellt. Alle erfolgten im militärischen Kontext. Interessant hierbei ist, dass zwei aus diesen zehn noch aus dem 19. Jh. bzw. 20. Jh. datieren. Die übrigen acht aus dem 21. Jh. seit 2002. Das verdeutlicht einerseits den wissenschaftlich/technischen Fortschritt, der im Bereich Material / Ausrüstung erzielt werden konnte. Andererseits zeigt diese Statistik auch, dass sehr weite Treffer von 1.406 m und 2.286 m auch ohne dieses moderne Material möglich waren und sind. Ausbildung, Erfahrung und Talent spielen eine ebenso große Rolle, wie die Ausrüstung.

Das VISIER Special geht sehr in die Breite und weniger in die Tiefe. Das ist bei diesem weit gefächerten Themengebiet aber auch weder das Ziel der Autoren noch der Anspruch der Publikationsreiche als solche.

Montag, 20. Januar 2014

Der TitanSepp von Oberland Arms



Oberland Arms, vor allem bekannt durch die Produktion von Selbstladegewehren wie OA-15, OA-15 Black Label und dem OA-10 in .308, besitzt auch eine eigene Messerserie. Das neuste Modell wird „TitanSepp“ genannt und wird ab Ende Januar 2014 lieferbar sein. (Fotos: Oberland Arms)

Der TitanSepp ist ein Klappmesser. Aus Titan gefertigt ist das Messer nicht nur stabil, sondern auch leicht und gut tragbar. Durch die offene Bauweise lässt sich der Griff spielend leicht reinigen. Der Griff besitzt ein stonewashed Finish, welches im Kontrast zur schwarzen, PVD beschichteten Klinge steht. Diese Beschichtung ist enorm Kratzfest und schützt die Klinge vor Korrosion.



PVD
PVD-Hartstoffschichten werden in erster Linie zum Verschleißschutz von Werkzeugen und Bauteilen eingesetzt. Es werden überwiegend nitridische Hartstoffe, d.h. Verbindungen der Metalle Titan, Aluminium und Chrom mit dem Gas Stickstoff verwendet. Durch Zulegieren von weiteren Elementen, wie z.B. Silizium oder Kohlenstoff, können gezielt die Schichteigenschaften modifiziert werden. Mit den hohen kovalenten Bindungsanteilen der Schichtatome können große Oberflächenhärten von bis zu 4.000 HV erreicht werden.



Klinge
Die Klinge ist aus bewährtem Böhler D2-Stahl gefertigt, hat einen Flachschliff und eine schneidefreudige Geometrie. Böhler K110 / D2 ist ein Kohlenstoffstahl der bis 64HRC gehärtet werden kann. Aufgrund seiner Zusammensetzung kann dieser Stahl sehr scharf geschliffen werden und besitzt trotzdem eine sehr hohe Schnitthaltigkeit und mechanische Belastbarkeit.


Der TitanSepp ist als Einhandmesser konzipiert. Jedoch kann der Klingenheber (Pin), welcher für das einhändige Öffnen notwenig ist, abgenommen werden. Somit entscheidet der Anwender, ob er ein Einhand- oder Zweihandmesser nutzt und ein gesetzeskonformes Führen des Messers ist möglich.



Nach Herstellerangaben sorgt die Kombination aus D2 Klingenstahl, pvd-Beschichtung, Titanschalen mit Framelock und Fertigung in Europa für sensationelles Preis-Leistungsverhältnis.




Jeder TitanSepp kommt in einer praktischen weich gefütterten schwarzen Nylontasche mit titangrauem Oberland Arms Logo und dem legendären Tactical Sepp als Aufkleber.

Technische Details:
Klinge 94 mm lang / 3,6 mm stark
Stahl AISI D2
Vacuum tempering + cryogenic heat threatment
58/58 HRC
Klinge Schwarz PVD beschichtet mit Tactical Sepp Gravur und Seriennummer
Von Hand rasiermesserscharf geschliffen
Frame Lock
Frame/Griffschale 4mm, Titan, Ti6AL4V CNC gefräst, matt stonewashed
Wire clip, umsetzbar für li./re.
Klingenheber wird lose beigelegt
Design by Tommaso Rumici
Konzept Matthias Hainich

Preis: VK € 189,-



Dienstag, 7. Januar 2014

Umhängetasche Wombat von Helikon-Tex



Ein relativ neuer Vertreter in der Welt der Umhängetaschen ist der Wombat von Helikon-Tex. Wir trugen die Tasche bei einigen Unternehmungen an der See, in den Bergen und auf Schießständen in Texas. Sie diente unter anderem zum Transport einer kompletten Fotoausrüstung.


Der 38 cm x 28 cm x 18 cm große Wombat Tactical Bag ist aus 500D Cordura gefertigt und wiegt leer 950 g. Die Tasche besitzt eine intelligente Fachaufteilung. Insgesamt stehen dem Nutzer ein Hauptfach mit zusätzlichen Innenfächern zur Verfügung, sowie drei Fronttaschen, zwei Deckelfächer und ein Rückenfach.



Hauptfach
Im Hauptfach sind vier kleinere Innenfächer angebracht. Seitlich jeweils ein Fach, das eine Wasserflasche aufnehmen kann und zum Rückenteil hin ein extra gepolstertes Fach, welches mit Molleschlaufen versehen ist. Zur Frontseite hin befindet sich eine Mesh-Tasche mit Zipper verschließbar. Diese beiden Fächer fassen flache Gegenstände, die geringfügig größer sein dürfen als Größe DIN A5. Verschlossen werden kann das Hauptfach durch einen rundum laufenden Reißverschluss. Helikon nutzt hier YKK-Zipper. Wird der Reißverschluss offen gelassen, kann die Tasche optional auch nur über die beiden Duraflex-Schnallen verschlossen werden. Für den schnellen Zugang von oben besitzt der Deckel einen Reißverschluss. Die Tasche kann somit auch als „Drop-Pouch“ bspw. für leergeschossene Magazine genutzt werden.



Deckelfächer
Im Deckel sind zwei weitere Fächer eingearbeitet. Die Zipper öffnen jeweils über fast die gesamte Länge des Deckels und bieten damit gute Zugriffsmöglichkeit auf den Inhalt. Die Taschen sind groß genug, um Kleinutensilien griffbereit zu verstauen, wie z.B. Windmesser, GPS oder Geldbörse.



Fronttaschen
Am Taschenkorpus sind frontseitig drei Taschen angebracht. Die große Tasche eignet sich gut für Kartenmaterial oder Schreibzeug bis zu einer Größe DIN A5. In ihr befindet sich ein Karabinerhaken. Die zwei kleineren Fächer besitzen Aufnahmen für Stifte etc. und werden jeweils durch einen Klettstreifen verschlossen.



Rückenfach
An der dem Körper zugewandten Seite befindet sich schließlich noch ein Rückenfach, ebenfalls durch einen Zipper verschlossen. Vorzugsweise kann dieses Fach für den Transport von Handschuhen oder einer Mütze dienen. Härtere Gegenstände würden sich beim Tragen zu schnell negativ bemerkbar machen.



Tragesituation
Als Umhängetasche besitzt der Helikon Wombat einen 5 cm breiten, längenverstellbaren Trageriemen mit einem verschiebbaren Polster. Mit einem zweiten, kürzeren Trageriemen kann die Wombat auch handtaschenähnlich getragen werden. Ein längenverstellbarer, gepolsterter Hüftgurt fixiert die Tasche am Körper, sollte das die Situation erfordern. Die Trageweise ist symmetrisch, d.h. die Tasche ist für Links bzw. Rechts gleichermaßen geeignet.



Farbvarianten
Der Helikon Wombat Tactical Bag ist in den Farben Oliv, schwarz, Coyote und dem A-TACS AU erhältlich. Der EVP beträgt 39 €.



Fazit
Wer Umhängetaschen mag, sollte den Wombat näher ins Auge fassen. Die Tasche trägt sich bequem und ist solide verarbeitet. Die Fachaufteilung ist nützlich und innovativ, ohne sich dabei in unsinnigen Spielereien zu verlieren. Der Wombat eignet sich zum Transport für Fotoausrüstung ebenso wie als Magazin Drop-Pouch. Im Tarnmuster A-TACS AU sollte man sich von seiner abgelegten Wombat-Tasche nicht zu weit entfernen. Unter Umständen kann das eine längere Suchaktion zur Folge haben.



Sonntag, 5. Januar 2014

SIG 516 Langzeittest – Woche 100 bis 104



In der letzten Trainingssitzung 2013 beendete die SIG 516 das zweite Jahr im Langzeittest. Leider konnte die runde Zahl von insgesamt 10.000 Schuss nicht erreicht werden.


Gesamtschusszahl: 7.750 + 150 = 7.900

Störungen Typ I: 6
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2


10.000 Schuss Gesamt haben wir leider nicht geschafft. Viel wichtiger aber ist, dass die SIG 516 sehr zuverlässig läuft und bisher kein Bauteil Verschleißerscheinungen zeigt.
Geschossen wurden zwei Durchgänge von „Light the Fuse“ mit jeweils 40 Schuss. Einmal mit offener Visierung, einmal mit Aimpoint PRO. Die Raumschießanlage war relativ schlecht beleuchtet. Die Lichtverhältnisse brachten die offene Visierung bestehend aus dem Klappkorn von Samson und der Lochkimme von MaTech in einen Grenzbereich. Die Zielerfassung dauerte etwas länger und die Trefferergebnisse litten. Rotpunktoptiken können genau hier ihre Vorteile ausspielen und die Arbeit des Schützen erleichtern. Bei guten Lichtverhältnissen (Tageslicht) sind die Unterschiede bei Weitem nicht so groß.
Außerdem absolvierte die SIG 516 noch einen Durchgang von „Aggregat 400“ mit 40 Schuss. Beide Übungen, „Light the Fuse“ und „Aggregat 400“, werden aus 100 Meter mit Zwischendistanzen bei 75 m, 50 m und 25 m geschossen. Wir werden diese Übungen noch detailliert in der Rubrik „Standardübungen“ in Waffenkultur beschreiben.

Einen verschleißbedingten Ausfall gibt es dennoch: Die Klappkimme von MaTech hat sich im ständigen Gebrauch der letzten zwei Jahre so abgenutzt, dass sie in der abgeklappten Position nicht mehr arretiert. Die Arretierung erfolgte über einen Klemmwiderstand, der jetzt nicht mehr vorhanden ist. Dieses Problem kündigte sich schon einige Zeit vorher an. Die Lochkimme ließ sich zwar noch abklappen, sprang aber nach einen oder zwei Schüssen von selbst wieder auf. Das irritiert etwas, wenn nur mit Rotpunkt geschossen werden soll. Auch weil der Lochdurchmesser sehr klein ist.
Das ist aber auch das einzige Manko an der sonst sehr brauchbaren Visiereinrichtung. Im Laufe des Testzeitraums konnten mit der MaTech Lochkimme Treffer auf 500 Meter generiert werden.






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Donnerstag, 2. Januar 2014

2014



Ich wünsche allen Leser und Kursteilnehmern ein Gutes 2014.
Das Kursjahr ist eigentlich schon voll im Gange. Wir werden in 2 Wochen die ersten Pistolenkurse in Heusenstamm abhalten.
Die Nachfrage ist derart hoch, dass bis Ende April kaum noch freie Kursplätze verfügbar sind. Im Laufe des Januars werden wir die Terminliste bis September weiter komplettieren.
Aktuelle Termine hier